Didaktisch eignet sich dieser Beitrag, um Schülerinnen und Schüler in die Auseinandersetzung mit bioethischen Fragestellungen einzuführen und dabei den Blick über die christliche Perspektive hinaus zu öffnen. Er kann als Ausgangspunkt dienen, um die Vielfalt religiöser Positionen zum Beginn des menschlichen Lebens kennenzulernen. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine Hörphase mit der Aufgabe, zentrale Aussagen der jüdischen Positionen zu notieren. Anschließend können die Jugendlichen diese mit katholischen und evangelischen Sichtweisen vergleichen. In einer Diskussionsrunde könnte die Leitfrage „Wann beginnt menschliches Leben?“ in verschiedenen Gruppenperspektiven (medizinisch, rechtlich, religiös, ethisch) erörtert werden. Kreative Arbeitsformen wären z. B. die Gestaltung eines Plakats, das verschiedene religiöse Positionen gegenüberstellt, oder ein fiktiver Ethikrat, in dem Schülerinnen und Schüler Rollen einnehmen und über eine Gesetzesvorlage beraten. Das Medium fördert damit ethisches Urteilen, interreligiöses Lernen und die Sensibilisierung für die Komplexität bioethischer Debatten.