Didaktisch eignet sich das Medium hervorragend, um mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch über ihre eigenen Gottesvorstellungen zu kommen und diese in Beziehung zu den Traditionen der Kirche zu setzen. Methodisch lässt es sich in verschiedenen Phasen einsetzen: als Impuls zu Beginn einer Unterrichtseinheit, um Vorerfahrungen und Bilder zu sammeln; in der Erarbeitungsphase, um die theologischen Konzepte systematisch zu klären und kritisch zu reflektieren; sowie in einer Vertiefungsphase, indem die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Vorstellungen mit den dogmatischen Aussagen in Dialog bringen. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit mit kreativen Methoden: etwa indem die Jugendlichen eigene Gottesbilder malen, Metaphern diskutieren oder Text-Collagen erstellen, die die Vielfalt der Attribute Gottes sichtbar machen. Auch im Kontext digitaler Lernumgebungen (Padlet, Etherpads, Lern-Apps) kann das Medium eingebunden werden, um kollaborative Auseinandersetzungen mit der Frage „Wie ist Gott?“ zu ermöglichen. So wird ein Brückenschlag zwischen persönlicher Erfahrung, biblischer Tradition und systematisch-theologischer Reflexion geschaffen.