Didaktisch eignet sich das Medium hervorragend für die Oberstufe, insbesondere zur Einführung in die ethischen Grundbegriffe und zur Erarbeitung unterschiedlicher Handlungsperspektiven. Methodisch kann es als Impuls zu Beginn einer Unterrichtseinheit eingesetzt werden, indem Schülerinnen und Schüler zunächst eigene spontane Entscheidungen zu Fallbeispielen formulieren und anschließend mit den theoretischen Positionen von Gesinnungs- und Verantwortungsethik vergleichen. In Gruppenarbeit lässt sich erarbeiten, welche Chancen und Grenzen beide Ansätze haben, etwa in Bezug auf Gewissensentscheidungen, politische Verantwortung oder persönliche Lebensführung. Besonders gewinnbringend ist eine Diskussionsrunde im Plenum, in der aktuelle Themen (z. B. Klimaschutz, Krieg und Frieden, medizinische Entscheidungen) mit den Kategorien Gesinnungs- und Verantwortungsethik durchdacht werden. Als weiterführende Methode bietet sich eine Rollendiskussion oder ein Debattenformat an, um die Perspektiven praktisch einzuüben. Auf diese Weise fördert das Medium sowohl die Urteilsfähigkeit als auch die argumentative Kompetenz der Schülerinnen und Schüler.