Didaktisch eignet sich das Medium für die Sekundarstufe II, insbesondere in der Einführung oder Vertiefung ethischer Fragestellungen. Lehrkräfte können es als Impuls für die Analyse moralischer Dilemmata nutzen und die Schüler:innen ermutigen, eigene Positionen zu entwickeln. Methodisch bietet es sich an, zunächst mit einer kurzen Wiederholung der zentralen Begriffe (Zweck, Pflicht, Verantwortung, Freiheit) zu beginnen und anschließend konkrete Fallbeispiele zu diskutieren, etwa klassische moralische Dilemmata (z. B. Trolley-Problem, Lüge in Extremsituationen). In Gruppenarbeit können die Lernenden die Beispiele jeweils aus teleologischer und deontologischer Sicht bewerten und ihre Argumentation im Plenum vorstellen. Ergänzend lässt sich das Medium mit biblischen Bezügen (z. B. Bergpredigt, Zehn Gebote) oder philosophischen Klassikern (Aristoteles, Kant) verknüpfen, um die Vielfalt ethischer Traditionen sichtbar zu machen. Eine Vertiefung kann darin bestehen, eigene Alltagskonflikte der Schüler:innen in die Diskussion einzubeziehen und diese mit den Modellen zu reflektieren.