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Frank Lüdke

Frank Lüdke

Teleologische oder deontologische Ethik? 4

Veröffentlichung:22.7.2025

Das Video erklärt die beiden grundlegenden ethischen Argumentationsweisen der teleologischen Ethik und der deontologischen Ethik. Zunächst wird erläutert, dass die teleologische Ethik menschliches Handeln nach seinen Zielen und Folgen beurteilt. Dabei werden verschiedene Formen wie Hedonismus, Eudämonismus und Utilitarismus vorgestellt. Anschließend wird die deontologische Ethik beschrieben, die Handlungen anhand von Pflichten, Regeln und moralischen Prinzipien bewertet. Das Video verdeutlicht den Unterschied beider Ansätze anhand anschaulicher Beispiele und geht auf Vertreter wie Aristoteles und Immanuel Kant ein. Abschließend wird die Frage behandelt, welche Bedeutung beide Denkweisen für die christliche Ethik haben. Dabei wird herausgearbeitet, dass christliche Ethik sowohl pflichtenorientierte als auch folgenorientierte Elemente miteinander verbindet.

Das Video führt in zentrale Grundfragen der Ethik ein und stellt die beiden klassischen Modelle – teleologische (zweckorientierte) und deontologische (pflichtorientierte) Ethik – einander gegenüber. Anhand anschaulicher Beispiele wird gezeigt, wie unterschiedliche ethische Begründungsansätze zu verschiedenen moralischen Urteilen führen können. So wird verständlich, dass die Wahl einer ethischen Theorie entscheidenden Einfluss auf das moralische Handeln hat.



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Das Video eignet sich besonders für den Einsatz in der Sekundarstufe der gymnasialen Oberstufe sowie in berufsbildenden Schulen innerhalb der Unterrichtseinheit Ethik oder Christliche Ethik. Es vermittelt grundlegende Fachbegriffe und schafft eine fundierte Basis für die Auseinandersetzung mit verschiedenen ethischen Entscheidungsmodellen. Aufgrund der klaren Gegenüberstellung beider Ansätze können Lernende die Unterschiede zwischen einer folgenorientierten und einer pflichtenorientierten Argumentation gut nachvollziehen.

Zu Beginn des Unterrichts kann das Video zur Einführung in die beiden ethischen Grundpositionen eingesetzt werden. Die Lernenden sammeln zunächst eigene Vorstellungen darüber, woran sich moralische Entscheidungen orientieren können. Während des Sehens können sie die Merkmale beider Ethikmodelle in einer Vergleichstabelle festhalten. Anschließend bietet sich eine gemeinsame Auswertung an, bei der die charakteristischen Merkmale sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet werden.

In einer Vertiefungsphase können konkrete ethische Dilemmata bearbeitet werden. Die Lernenden beurteilen eine Situation zunächst aus teleologischer und anschließend aus deontologischer Perspektive. Dadurch wird deutlich, dass identische Situationen zu unterschiedlichen moralischen Bewertungen führen können. Besonders gewinnbringend ist dabei eine Diskussion über aktuelle Fragestellungen aus Medizin, Umweltethik oder Digitalisierung. Ebenso kann untersucht werden, welche Argumentationsweise politischen oder gesellschaftlichen Entscheidungen zugrunde liegt.

Im Religionsunterricht eröffnet das Video zudem die Möglichkeit, die christliche Ethik mit beiden Denkansätzen in Beziehung zu setzen. Die Lernenden können biblische Texte sowie das Doppelgebot der Liebe oder die Zehn Gebote daraufhin untersuchen, ob sie eher pflichtenorientierte oder folgenorientierte Elemente enthalten. Dadurch wird deutlich, dass christliche Ethik beide Perspektiven miteinander verbindet und moralische Entscheidungen sowohl an Gottes Willen als auch an den Folgen des Handelns ausrichtet.

Didaktisch eignet sich das Medium für die Sekundarstufe II, insbesondere in der Einführung oder Vertiefung ethischer Fragestellungen. Lehrkräfte können es als Impuls für die Analyse moralischer Dilemmata nutzen und die Schüler:innen ermutigen, eigene Positionen zu entwickeln. Methodisch bietet es sich an, zunächst mit einer kurzen Wiederholung der zentralen Begriffe (Zweck, Pflicht, Verantwortung, Freiheit) zu beginnen und anschließend konkrete Fallbeispiele zu diskutieren, etwa klassische moralische Dilemmata (z. B. Trolley-Problem, Lüge in Extremsituationen). In Gruppenarbeit können die Lernenden die Beispiele jeweils aus teleologischer und deontologischer Sicht bewerten und ihre Argumentation im Plenum vorstellen. Ergänzend lässt sich das Medium mit biblischen Bezügen (z. B. Bergpredigt, Zehn Gebote) oder philosophischen Klassikern (Aristoteles, Kant) verknüpfen, um die Vielfalt ethischer Traditionen sichtbar zu machen. Eine Vertiefung kann darin bestehen, eigene Alltagskonflikte der Schüler:innen in die Diskussion einzubeziehen und diese mit den Modellen zu reflektieren.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


Was versteht man unter teleologischer Ethik?

Die teleologische Ethik beurteilt eine Handlung nach ihrem Ziel und ihren Folgen. Entscheidend ist, welche Auswirkungen das Handeln für die beteiligten Menschen hat.


Was bedeutet deontologische Ethik?

Die deontologische Ethik bewertet Handlungen nach moralischen Pflichten, Regeln und Prinzipien. Die Folgen einer Handlung stehen dabei nicht im Mittelpunkt.


Worin unterscheiden sich beide Ethikmodelle?

Die teleologische Ethik fragt nach den Folgen einer Handlung. Die deontologische Ethik fragt danach, ob eine Handlung einem moralischen Prinzip oder einer Pflicht entspricht.


Welche Philosophen werden im Video genannt?

Das Video nennt Aristoteles als wichtigen Vertreter einer zielorientierten Ethik und Immanuel Kant als bedeutenden Vertreter der Pflichtenethik.


Welche Beispiele für teleologische Ethik werden vorgestellt?

Als Beispiele werden Hedonismus, Eudämonismus und Utilitarismus genannt. Alle bewerten Handlungen nach dem angestrebten Ziel oder dem erwarteten Nutzen.


Welche Rolle spielt der kategorische Imperativ?

Der kategorische Imperativ dient als zentrales Prinzip der Ethik Kants. Er fordert dazu auf, nur nach Regeln zu handeln, die für alle Menschen gelten könnten.


Wie ordnet das Video die christliche Ethik ein?

Das Video erklärt, dass christliche Ethik überwiegend von Pflichten und Geboten ausgeht, zugleich aber auch die Folgen des Handelns berücksichtigt. Deshalb verbindet sie beide ethischen Denkweisen.


Warum ist die Unterscheidung zwischen beiden Ethikmodellen wichtig?

Die Unterscheidung hilft dabei, moralische Argumentationen besser zu verstehen und ethische Entscheidungen bewusst zu begründen.


Wie kann das Video im Unterricht genutzt werden?

Das Video eignet sich zur Einführung grundlegender ethischer Begriffe, zur Analyse moralischer Dilemmata sowie zur Diskussion aktueller gesellschaftlicher Fragestellungen.


Welche Kompetenz wird durch die Arbeit mit dem Video besonders gefördert?

Die Lernenden entwickeln ihre ethische Urteilskompetenz, indem sie unterschiedliche Begründungsformen vergleichen und auf konkrete Beispiele anwenden.

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