Für den Unterricht bietet sich das Medium besonders in der Sekundarstufe II an, etwa in Kurseinheiten zur christlichen Ethik, zu Verantwortung und Freiheit oder zur Frage nach dem Guten. Methodisch eignet sich das Video sowohl als Input-Impuls zu Beginn einer Einheit, um die theozentrische Perspektive klar darzustellen, als auch zur Vertiefung nach einer Diskussion über autonome und heteronome Ethikmodelle. Lehrkräfte können die zentralen Thesen des Videos in Arbeitsaufträge überführen, z. B. durch ein Tafelbild zu den Merkmalen einer theozentrischen Ethik, durch Partnerarbeit zur Diskussion der platonischen Position oder durch Vergleich von Bibelstellen mit der im Video vorgestellten Argumentation. Besonders ergiebig ist es, die im Video angesprochenen Einwände (Gefahr des Autoritarismus, Herausforderung für die Autonomie des modernen Menschen) in einer kontroversen Diskussion zu bearbeiten. Schülerinnen und Schüler sollen so einerseits die Plausibilität und Attraktivität einer christlich-theozentrischen Ethik verstehen, andererseits aber auch kritisch-reflexiv mit den Herausforderungen umgehen. Auch die Verbindung zu liturgischen Elementen wie dem „Vaterunser“ („Dein Wille geschehe“) eröffnet eine spirituelle Vertiefung.