Didaktisch eröffnet das Medium einen vielfältigen Zugang zu einem hochaktuellen Thema, das Jugendliche in Science-Fiction-Filmen, in Gaming-Kulturen oder in medialen Debatten über KI und Biotechnologie ohnehin begegnet. Es eignet sich gut, um anthropologische Grundfragen („Was ist der Mensch?“), theologische Perspektiven auf Schöpfung und Vollendung sowie ethische Urteilsbildung im Unterricht zu verknüpfen. Methodisch empfiehlt es sich, zunächst die Faszination des Themas über Impulsbilder oder Videoclips (z. B. Cyborgs, KI-gesteuerte Assistenzsysteme) zu aktivieren. Darauf aufbauend können Schülerinnen und Schüler in Gruppen Chancen und Risiken einzelner transhumanistischer Visionen diskutieren und diese mit christlichen Schöpfungstexten (Gen 1–2, Ps 8) oder zentralen Positionen der kirchlichen Anthropologie ins Gespräch bringen. Als produktive Vertiefung bietet sich ein Rollenspiel oder eine Podiumsdiskussion an, in der unterschiedliche Positionen (Transhumanist/in, Bioethiker/in, Theolog/in, Zukunftsforscher/in) vertreten werden. Abschließend kann eine theologische Reflexion die Frage zuspitzen, ob der Mensch sich selbst „erlösen“ kann – oder ob er auf die göttliche Verheißung angewiesen bleibt.