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Kirche in Not Österreich

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Sudan: Sr. Bakhita - Lied der Freiheit

Veröffentlichung:14.1.2013

Es ist das Jahr 1870. Ein junges sudanesisches Mädchen, später „Bakhita" genannt, wird entführt und in die Sklaverei verkauft. Qualvolle und schmerzliche Jahre folgen, ihre Herren sind gebieterisch und ohne Mitleid. Erst 20 Jahre später schenkt man ihr die Freiheit. Schließlich entscheidet sie sich für Gott und wird Cannosianerin. Im Jahr 2000 wird Sr. Bakhita heilig gesprochen und ist somit die erste Heilige des Sudan.


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Der Film erzählt die Lebensgeschichte von Josefina Bakhita (1869–1947), einem sudanesischen Mädchen, das im Alter von sieben Jahren von Sklavenhändlern entführt und über Jahre hinweg schwer misshandelt wurde. Zunächst wächst sie in einem kleinen Dorf im Sudan in einer glücklichen Familie auf, bis arabische Sklavenhändler ihre Schwester verschleppen und sie selbst kurze Zeit später gefangen genommen wird. Bakhita wird mehrfach verkauft, eingesperrt, gepeitscht und schließlich brutal gebrandmarkt. Trotz dieser Grausamkeiten verliert sie nicht die Hoffnung. Immer wieder erlebt sie kurze Momente der Menschlichkeit, die ihr Kraft geben.

Schließlich wird sie von einem italienischen Konsul freigekauft und gelangt nach Italien, wo sie zum ersten Mal Fürsorge und Respekt erfährt. Durch die Begegnung mit dem christlichen Glauben erfährt sie eine tiefe innere Befreiung. Sie lässt sich taufen, tritt in den Orden der Canossianerinnen ein und widmet ihr Leben Gott sowie dem Dienst an den Armen und Bedürftigen. Ihr Lebensweg ist geprägt von Vergebung und Nächstenliebe: Sie spricht nie voller Bitterkeit über ihre Peiniger, sondern betont, dass sie ohne das Leid Christus vielleicht nie begegnet wäre.

Bakhita gewinnt in Italien großes Ansehen. Menschen suchen ihren Rat und vertrauen auf ihre Fürbitte. Sie gilt als Frau von außergewöhnlicher Demut, Glaubenskraft und Liebe. Trotz ihrer grausamen Vergangenheit strahlt sie Lebensfreude und Hoffnung aus. Am 8. Februar 1947 stirbt sie im Kloster von Schio. Schon zu Lebzeiten verehrt, wird sie im Jahr 2000 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen – als erste Frau aus dem Sudan.

Die Geschichte verdeutlicht nicht nur den Schrecken der Sklaverei, sondern auch die christliche Botschaft von Vergebung, Hoffnung und Emanzipation. Bakhita wird zum Symbol für die Würde aller Menschen, insbesondere von Frauen, die oft unterdrückt und übersehen werden. Ihre Lebensgeschichte ist bis heute ein starkes Zeugnis, dass Heiligkeit aus Leid erwachsen und eine Quelle der Hoffnung für ganze Völker werden kann.

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