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Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Österreich

Bulgarien - 44 Jahre Novizin

Veröffentlichung:5.12.2012

Das Video erzählt die Lebensgeschichte von Schwester Bernadette Banker, die 1928 in dem bulgarischen Dorf General Nikolai, einer katholischen Enklave bei Plowdiw, geboren wurde. Schon als Kind verspürte sie die Berufung, Nonne zu werden, stieß jedoch auf Widerstand ihrer Eltern, die sie verheiraten wollten. Ein junger Mann warb hartnäckig um sie, doch Banker wehrte sich und floh schließlich. Mit Unterstützung eines Bischofs und durch eigene Arbeit gelang es ihr, die nötige Mitgift für den Klostereintritt aufzubringen. 1948 trat sie ins Benediktinerinnenkloster Tsarev Brod ein, das von deutschen Schwestern aus Tutzing gegründet worden war. Dort lebte sie streng nach der Ordensregel, arbeitete auf dem Klostergut und hatte eine prägende mystische Traumvision von Christus.


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Doch schon 1950 wurde das Kloster von den kommunistischen Machthabern enteignet und aufgelöst. Die deutschen Schwestern wurden ausgewiesen, die Novizinnen nach Hause geschickt. Bernadette musste zurück in ihr Dorf, wo sie trotz widriger Umstände ein Leben im Glauben führte. Sie ging täglich in die Kirche, arbeitete in verschiedenen Berufen und unterstützte Priester, indem sie Kirchen pflegte, Hostien backte und Beerdigungen begleitete. Manche hielten sie für eigensinnig oder gar verrückt, doch sie verstand sich selbst immer als Nonne, auch wenn sie ihre ewigen Gelübde nie ablegen konnte.

In den Jahren der Verfolgung zeigte sich ihre Standhaftigkeit: Sie organisierte Wallfahrten, kümmerte sich um das kirchliche Leben und bewahrte große Treue zur Kirche. Eine besondere Episode war 1964 die heimliche Exhumierung und Überführung der Gebeine des Bischofs Angelo Roncalli nach dessen Tod im Gefängnis – eine gefährliche Aufgabe, die sie aus Glauben und Loyalität übernahm.

Trotz jahrzehntelanger Unterdrückung verlor Bernadette die Hoffnung nie, eines Tages ins Kloster zurückzukehren. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wurde das Kloster Tsarev Brod 1992 wieder eröffnet, und zwei Jahre später konnte auch sie dorthin zurückkehren. Im hohen Alter blickte sie voller Dankbarkeit auf ihr Leben: geprägt von harter Arbeit, unerschütterlichem Glauben, Gehorsam gegenüber Gottes Ruf und tiefer Freude an der Schönheit der Schöpfung.

Das Material verdeutlicht an ihrem Beispiel zentrale Themen wie Berufung, Standhaftigkeit im Glauben, das Spannungsverhältnis zwischen Kirche und Politik in kommunistischen Regimen sowie die spirituelle Kraft, die Menschen in widrigsten Umständen trägt. Es bietet Lehrkräften einen eindrücklichen biografischen Zugang, um Fragen nach religiöser Berufung, Widerstandskraft und der Bedeutung von Hoffnung und Treue im Glauben im Unterricht zu behandeln.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.4 Dem Ganzen der Wirklichkeit begegnen – an Gott glauben.

Sekundarstufe II | Q1 Jesus Christus – das menschgewordene Wort Gottes

Q1.4 Jesus nachfolgen.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 6. Inkulturation und Abschied vom Eurozentrismus: Impulse aus den jungen Kirchen.

Video

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26.8.2025

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