Das Video schildert eindrücklich die Erfahrungen eines Missionars in Angola. Mit 28 Jahren kam er dorthin, zunächst ohne besondere Kenntnisse über das Land. Er beschreibt seine sechs Jahre im Bürgerkrieg, die erste Begegnung mit einer militarisierten Gesellschaft und den Kontrast zu den christlichen Gemeinden, die einen Gegenpol zu Gewalt und Angst bildeten. Die Diözese, in der er tätig war, ist die größte Angolas, aber von allen am schwächsten katholisch geprägt. Gründe dafür sind der späte Beginn der Evangelisation und die massiven Folgen des Krieges: Kirchen wurden zerstört, Missionare flohen, und die Sehnsucht nach Gott blieb oft ungestillt.
Die Lebensbedingungen sind äußerst schwierig: Die Menschen sind meist Bauern, viele Analphabeten, es fehlt an Infrastruktur, Elektrizität, Schulen und medizinischer Versorgung. Ein Monatsgehalt reicht kaum zum Überleben, Straßen und Brücken sind oft unpassierbar, Landminen stellen eine ständige Gefahr dar. Manche Gemeinden wurden über Jahrzehnte nicht besucht, viele Pfarreien haben keine Priester. Deshalb ist die Ausbildung von Katecheten entscheidend: Sie übernehmen die Leitung der Gemeinden, halten den Glauben lebendig und geben Weitergabe von Gebet und Katechismus weiter.
Das Material erinnert an die ersten Missionare der 1950er Jahre und an den massiven Bruch durch den Krieg: Kirchen, Schulen und Häuser wurden zerstört, ganze Gemeinden ausgelöscht. Von 1974 bis 2006 gab es in manchen Gebieten keinen Priester, nur Katecheten hielten den Glauben aufrecht. Viele Kirchen sind bis heute Ruinen, manche Gemeinden feiern Messe in Schulräumen oder notdürftig reparierten Gebäuden.
Die seelischen Folgen des Krieges sind tief: Viele Menschen haben die besten Jahre ihres Lebens verloren, Familien trauern um unzählige Opfer, Überleben war oft der einzige Wert. Noch nach Kriegsende fehlt manchen die innere Überzeugung, dass ein glückliches Leben möglich ist. Dennoch schöpfen sie Hoffnung aus dem Glauben. Der Missionar betont, wie viel er von den Menschen gelernt hat: ihr Durchhaltevermögen, ihre Freundschaft, ihre tiefe Glaubensüberzeugung. Für ihn ist die Eucharistie tägliche Kraftquelle.
Das Leben als Missionar bringt trotz aller Härten Freude und Sinn. In einer Anekdote beschreibt er, wie ein Kind ihn nicht als „weißen Mann“, sondern einfach als einen der Ihren wahrnahm – ein Zeichen der Integration und des gegenseitigen Vertrauens. Am Ende wird deutlich: Die Probleme sind menschlich betrachtet kaum lösbar. Doch der Glaube, dass Gott selbst das Volk führt und die Geschichte schreibt, gibt Hoffnung. Die Aufgabe der Kirche ist es, Menschen in dieser Hoffnung zu bestärken und zu begleiten.