Trotz dieser Erfahrungen berichtet er von Momenten tiefen Glaubens. In seiner inneren Not suchte und fand er Kraft in der Identifikation mit dem Leiden Jesu. Auch die Gemeinschaft mit Mitgefangenen – im Gebet, im Rosenkranz oder in der heimlichen Feier der Eucharistie – wurde zu einem Ort spiritueller Stärke. Selbst Atheisten spürten nach seinen Worten die Gegenwart Gottes. Besonders bewegend ist die Schilderung einer Begegnung mit seiner Tochter, die ihn noch nie zuvor gesehen hatte, ihn aber sofort als ihren Vater erkannte.
Die Willkür des kommunistischen Regimes zeigt sich auch in den absurden Prozessen, in denen Menschen ohne Beweise verurteilt wurden. Trotz schwerster Schläge, Demütigungen und Drohungen gegen seine Familie blieb der Erzähler seinem Glauben treu. Er deutet die Haft nicht als Ort der Vernichtung, sondern als einen Ort der Läuterung und Heiligung. Die Gefangenschaft, so resümiert er, wurde für viele zu einer spirituellen Schule, in der Leid und Glauben untrennbar miteinander verwoben waren.