Die Evangelisierung begann im 16. Jahrhundert mit portugiesischen Missionaren, stieß jedoch lange auf große Hindernisse. Erst ab 1940, nach einem Konkordat zwischen Portugal und dem Vatikan, entwickelte sich eine systematische Missionstätigkeit. In den 1960er Jahren verstärkte sich der Widerstand gegen das Kolonialregime, der in einen zehnjährigen Befreiungskrieg mündete. Nach der Unabhängigkeit 1975 übernahm die sozialistische Befreiungsfront FRELIMO die Macht, führte eine marxistische Diktatur ein und bekämpfte die Kirche, die man der Kollaboration mit den Portugiesen verdächtigte. Missionare wurden ausgewiesen, Kirchen zerstört oder enteignet, Priester inhaftiert und Christen verfolgt. Dennoch hielten Laien, besonders Katecheten, den Glauben in den Gemeinden lebendig.
Im anschließenden Bürgerkrieg zwischen Regierungstruppen und der Guerillagruppe RENAMO kam es zu schweren Gräueltaten, auch gegen kirchliche Mitarbeiter. Ein besonders grausames Massaker ereignete sich im Katechismuszentrum von Guua, wo Katecheten mit ihren Familien ermordet wurden. Dennoch trug gerade dieses Leiden zur inneren Kraft der Kirche bei und bereitete indirekt den Weg zum Frieden. 1992 wurde unter maßgeblicher Vermittlung der katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio ein Friedensabkommen geschlossen – eines der wenigen Beispiele in Afrika, bei dem ein Bürgerkrieg am Verhandlungstisch endete.
Bis heute engagiert sich die Kirche in Mosambik stark für Versöhnung, Bildung und Menschenwürde. Sie prangert Missstände wie Analphabetismus, Armut oder Menschenhandel an, leidet aber unter Priestermangel und materieller Not. Viele Priester müssen neben ihrer seelsorgerischen Arbeit zusätzlich als Lehrer arbeiten. Umso wichtiger sind Katecheten und Laien, die oft unter großen persönlichen Opfern Verantwortung in der Kirche übernehmen. Trotz aller Schwierigkeiten zeigt sich die mo