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Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Österreich

Brasilien: Jünger und Missionare Christi

Veröffentlichung:19.6.2017

Das Video stellt die Volksmissionen im Nordosten Brasiliens vor und zeigt, wie die katholische Kirche auf gesellschaftliche Veränderungen, Armut und den Rückgang kirchlichen Lebens reagiert. Die Dokumentation beschreibt die schwierigen Lebensbedingungen vieler Menschen, die unter Armut, sozialer Ungerechtigkeit und mangelnden Zukunftsperspektiven leiden. Im Mittelpunkt steht das Projekt der Santas Missiones Populares, das den Glauben neu beleben und Menschen dazu ermutigen möchte, selbst Verantwortung für Kirche und Gesellschaft zu übernehmen. Ehrenamtliche Missionarinnen und Missionare besuchen Familien, laden zu Gottesdiensten ein, gestalten Bibelkreise, begleiten Kinder, Jugendliche, Erwachsene sowie ältere Menschen und fördern lebendige Gemeinden. Das Medium macht deutlich, dass Mission nicht nur Verkündigung bedeutet, sondern ebenso Begegnung, Zuhören, Gemeinschaft, soziale Verantwortung und gelebte Nächstenliebe umfasst.

Dokumentation über katholische Volksmissionen im Nordosten Brasiliens. Die Straßen-Mission wird durch Laienkatechisten durchgeführt.

Der Film zeigt die Situation der katholischen Kirche in Brasilien, insbesondere in der armen Nordostregion, wo soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit, Analphabetismus und Hunger seit der Kolonialzeit bestehen. Dort lebt ein Großteil der Bevölkerung unter schwierigen Bedingungen, und die Kirche leidet unter Priestermangel. Um dennoch nahe bei den Menschen zu sein, haben die Bischöfe die Tradition der Santas Missões Populares (Volksmissionen) wiederbelebt. Diese Missionswochen bestehen aus Einkehrtagen, Gottesdiensten, Bibelkreisen, Hausbesuchen und großen Gebetstreffen. Ziel ist es, den Glauben lebendig zu halten, die Menschen selbst zu aktiven Missionaren zu machen und Kirche nicht nur als statischen Ort, sondern als gemeinschaftlich getragenes, missionarisches Netzwerk zu verstehen. Besonders Laien, junge Menschen und Familien übernehmen Verantwortung, gehen von Tür zu Tür, laden zu Feiern ein und verkünden das Evangelium. Die Volksmissionen stärken Nachbarschaften, führen zu neuen kirchlichen Gruppen und vertiefen die Spiritualität. Viele, die sich zuvor von der Kirche entfernt hatten, kommen zurück oder entdecken den Glauben erstmals. Die Eucharistie bildet dabei den Höhepunkt. Insgesamt zeigt sich, dass diese Missionspraxis der Kirche neue Dynamik gibt, sie gesellschaftlich relevant macht und den Gläubigen ermöglicht, ihren Glauben aktiv, gemeinschaftlich und sozial verantwortlich zu leben.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und kann in Unterrichtseinheiten zu den Themen Kirche weltweit, Mission, Evangelisierung, Kirche in Lateinamerika, Armut, soziale Gerechtigkeit, Taufe, Nachfolge Jesu, Gemeindeleben sowie christliche Verantwortung eingesetzt werden. Die Dokumentation eröffnet Lernenden einen anschaulichen Zugang zu einer Kirche, die bewusst auf Menschen zugeht und sie aktiv in das kirchliche Leben einbindet.

Vor dem Ansehen des Videos empfiehlt es sich, die religiöse Situation Brasiliens sowie die sozialen Unterschiede des Landes zu thematisieren. Gemeinsam kann darüber gesprochen werden, welche Aufgaben Kirche heute übernehmen sollte und weshalb Menschen ihren Glauben aktiv gestalten können. Ebenso bietet sich eine Einführung in den Missionsauftrag Jesu und die Bedeutung der Taufe als Sendung aller Christinnen und Christen an.

Während des Sehens können Lernenden Beispiele sammeln, wie die Volksmission Menschen erreicht und welche Formen der Glaubensweitergabe im Video vorgestellt werden. Sie können beobachten, welche Aufgaben ehrenamtlich Engagierte übernehmen und wie Bibelkreise, Hausbesuche, Gottesdienste, Prozessionen und soziale Projekte das Gemeindeleben stärken. Ebenso können sie darauf achten, welche Bedeutung Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und persönliche Glaubenszeugnisse besitzen.

Nach dem Video eignet sich eine gemeinsame Auswertung im Unterrichtsgespräch. Die Erfahrungen der Missionarinnen und Missionare können mit dem Sendungsauftrag Jesu im Matthäusevangelium oder mit den ersten christlichen Gemeinden in der Apostelgeschichte verglichen werden. Ebenso kann darüber diskutiert werden, weshalb Kirche Menschen nicht nur in Gottesdiensten begegnet, sondern sie auch in ihrem Alltag aufsucht. In Gruppenarbeit können Lernenden untersuchen, welche Aufgaben Ehrenamtliche in einer Gemeinde übernehmen und wie Kirche auf soziale Herausforderungen reagieren kann. Kreative Methoden wie das Planen einer eigenen Missionsaktion für die Schulgemeinschaft, das Gestalten eines Plakates zum Thema Kirche geht zu den Menschen oder das Verfassen einer Fürbitte für benachteiligte Menschen vertiefen die persönliche Auseinandersetzung. Das Medium fördert religiöse, ethische, soziale und kommunikative Kompetenzen und regt dazu an, über Verantwortung, Gemeinschaft, Solidarität, Evangelium und christliches Handeln nachzudenken.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


Was sind die Volksmissionen in Brasilien?

Die Volksmissionen sind ein umfassendes pastorales Projekt, bei dem Gläubige Menschen in ihren Familien besuchen, den Glauben weitergeben und das Gemeindeleben stärken.


Warum wurde dieses Projekt ins Leben gerufen?

Es soll den Glauben neu beleben, Menschen zur aktiven Mitarbeit in der Kirche ermutigen und auf soziale sowie religiöse Herausforderungen reagieren.


Welche Aufgaben übernehmen die Missionarinnen und Missionare?

Sie besuchen Familien, laden zu Gottesdiensten ein, gestalten Bibelkreise, begleiten Gemeinden, verkünden das Evangelium und fördern Gemeinschaft und Solidarität.


Welche Bedeutung hat die Taufe im Video?

Die Taufe wird als Auftrag verstanden, den Glauben im Alltag zu leben und selbst Zeugin oder Zeuge des Evangeliums zu sein.


Welche Rolle spielt die Eucharistie?

Die Eucharistie bildet den Mittelpunkt der Volksmission und stärkt die Gemeinschaft der Gläubigen sowie ihre Verbindung zu Jesus Christus.


Welche christlichen Werte werden besonders deutlich?

Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Gemeinschaft, Verantwortung, Hoffnung, Solidarität, Vertrauen auf Gott und der Einsatz für benachteiligte Menschen prägen das Handeln der Mission.


Warum besuchen die Missionarinnen und Missionare die Menschen zu Hause?

Sie möchten den Menschen persönlich begegnen, zuhören, Vertrauen aufbauen und den Glauben dorthin bringen, wo die Menschen leben.


Was können Lernenden aus dem Video mitnehmen?

Sie erkennen, dass Kirche von der aktiven Mitarbeit vieler Menschen lebt, dass jeder Getaufte Verantwortung für die Weitergabe des Glaubens übernehmen kann und dass christlicher Glaube untrennbar mit Nächstenliebe, Gemeinschaft und sozialem Engagement verbunden ist.

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