Dokumentation über katholische Volksmissionen im Nordosten Brasiliens. Die Straßen-Mission wird durch Laienkatechisten durchgeführt.
Der Film zeigt die Situation der katholischen Kirche in Brasilien, insbesondere in der armen Nordostregion, wo soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit, Analphabetismus und Hunger seit der Kolonialzeit bestehen. Dort lebt ein Großteil der Bevölkerung unter schwierigen Bedingungen, und die Kirche leidet unter Priestermangel. Um dennoch nahe bei den Menschen zu sein, haben die Bischöfe die Tradition der Santas Missões Populares (Volksmissionen) wiederbelebt. Diese Missionswochen bestehen aus Einkehrtagen, Gottesdiensten, Bibelkreisen, Hausbesuchen und großen Gebetstreffen. Ziel ist es, den Glauben lebendig zu halten, die Menschen selbst zu aktiven Missionaren zu machen und Kirche nicht nur als statischen Ort, sondern als gemeinschaftlich getragenes, missionarisches Netzwerk zu verstehen. Besonders Laien, junge Menschen und Familien übernehmen Verantwortung, gehen von Tür zu Tür, laden zu Feiern ein und verkünden das Evangelium. Die Volksmissionen stärken Nachbarschaften, führen zu neuen kirchlichen Gruppen und vertiefen die Spiritualität. Viele, die sich zuvor von der Kirche entfernt hatten, kommen zurück oder entdecken den Glauben erstmals. Die Eucharistie bildet dabei den Höhepunkt. Insgesamt zeigt sich, dass diese Missionspraxis der Kirche neue Dynamik gibt, sie gesellschaftlich relevant macht und den Gläubigen ermöglicht, ihren Glauben aktiv, gemeinschaftlich und sozial verantwortlich zu leben.