Er schloss sich den Salesianern an, wurde Katechet und begann, trotz der Kriegswirren in entlegenen Dörfern das Evangelium zu verkünden. Er brachte Kranken die Kommunion, begleitete Jugendliche, organisierte Gebetstreffen und verband das Glaubensleben mit Musik, Sport und Gemeinschaft. 1982 heiratete er, lebte jedoch weiterhin in einer Situation, in der Christen durch die marxistisch-leninistische Regierung diskriminiert und verfolgt wurden. Mehrfach wurde er festgenommen und unter Druck gesetzt, ins Militär zurückzukehren. 1991 wurde er durch eine Bombe schwer verletzt und verlor ein Bein, fand aber durch die Kirche und medizinische Hilfe neue Kraft.
Trotz Verfolgung und Gewalt hielten viele Christen am Gebet und an der Hoffnung auf Frieden fest. Er schildert, wie Menschen willkürlich getötet oder wegen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Partei verfolgt wurden. Mit seiner Familie musste er mehrfach fliehen und erlebte selbst, wie Angehörige in Lebensgefahr gerieten – nur durch Gebet und unerwartete Wendungen fanden sie Rettung. Seine Überzeugung ist, dass Gott konkret ins Leben eingreift und Herzen verändert.
Nach dem Krieg widmete er sich verstärkt der Evangelisierung, dem Aufbau von Katechesegruppen und der Jugendarbeit. Ein besonderes Anliegen ist die Bildung: Im Don-Bosco-Zentrum erhalten junge Menschen – darunter auch ehemalige Kindersoldaten – eine Ausbildung, um Zukunftsperspektiven zu gewinnen. Die Kirche kümmert sich zudem um alte Menschen, die wegen Hexereivorwürfen von ihren Familien verstoßen wurden.
Seine Botschaft ist, dass trotz Krieg, Leid und Verfolgung der Glaube Kraft schenkt, Hoffnung ermöglicht und zum Einsatz für andere motiviert. Sein Lebensziel sieht er darin, dass Menschen Jesus Christus als Retter annehmen und dadurch neues Leben finden.
Der Text bietet eine eindringliche Zeitzeugenerzählung über Kolonialzeit, Bürgerkrieg, Christenverfolgung, persönliche Glaubenserfahrungen und den Einsatz für Evangelisierung, Jugend und soziale Arbeit in Angola.