Sein Wirken fiel jedoch in eine Zeit politischer Umbrüche: Nach der Unabhängigkeit des Sudan 1956 setzte er sich im Parlament für die Rechte der südsudanesischen Christen und für mehr Freiheit ein. Als die Regierung das Parlament auflöste und ihn zunehmend bedrohte, musste er fliehen und wurde im Exil zu einem geistlichen Anführer des südsudanesischen Widerstands. Er reiste durch Afrika und Europa, um auf die Unterdrückung aufmerksam zu machen, und ermutigte sein Volk, trotz Gewalt und Diskriminierung Hoffnung zu bewahren.
1967 wurde er gefasst und ermordet – bis zuletzt zeigte er Mut und Opferbereitschaft, indem er sein Leben für andere einsetzte. Sein Tod machte ihn zum Symbol des Kampfes für Freiheit, Gerechtigkeit und Glauben im Südsudan. Jahrzehnte später wurden seine Gebeine in die Heimat überführt, sein Gedenken wird wie ein Fest gefeiert. Bis heute gilt er als Vorbild, Held und mögliche Heiligengestalt, die Hoffnung und Einheit für das junge Land verkörpert.
Für den Unterricht kann der Text Impulse geben zu Themen wie: Verbindung von Glauben und Politik, die Rolle der Kirche in Befreiungsbewegungen, das Ideal priesterlicher Berufung, Märtyrertum sowie die Bedeutung von Hoffnung und Widerstandskraft angesichts von Unterdrückung.