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Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Österreich

Kenia - Ein Schatz der nicht lange blieb

Veröffentlichung:27.3.2018

Chhatisgarh, Indiens zehnt-größter Bundesstaat, ist einer der wenigen, die ein Anti-Konversionsgesetz in Kraft gesetzt haben. Dieses Gesetz sieht vor, dass jeder, der zu einer anderen Religion wechseln möchte, die Erlaubnis der Behörden einholen muss. Ziel dieser Vorschrift war es Zwangskonversionen zu verhindern.

Aber in der Realität dient das Gesetz Hindu Extremisten und Nationalisten dazu, ihren Plan für ein hinduistisches Indien durchzusetzen. Die Kirche wurde mit einem Mal zur Zielscheibe. Die Regierung des Bundesstaates, derzeit durch die hindunationalistische BJP Partei vertreten, nimmt nun ganz gezielt kirchliche Einrichtungen, wie Schulen, Ausbildungszentren, Krankenhäuser und Sozialarbeitszentren ins Visier und macht es der Kirche schwer, der armen Bevölkerung zu dienen.

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Der Film zeigt die Situation der Stammesgemeinschaften in Chhattisgarh (Indien), die im hinduistischen Kastensystem keinen Platz hatten und oft ausgegrenzt wurden. Mit der Ankunft belgischer und französischer Missionare im 19. Jahrhundert kam das Christentum in die Region. Dieses wurde von vielen Stammesangehörigen angenommen, da es Gleichheit versprach und kein Kastensystem kannte. Erste Taufen fanden 1906 statt, doch die Neubekehrten litten unter harter Verfolgung durch die lokale Oberschicht: viele wurden vertrieben, getötet oder mussten im Verborgenen leben.

Trotzdem wuchs der Glaube langsam weiter, besonders nach der Unabhängigkeit Indiens 1947, als Religionsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben wurde. Das Christentum ließ sich dabei gut mit Elementen der Stammesreligion verbinden (z. B. Ahnenverehrung, Glaube an Geister). Missionare gründeten Pfarreien und Schulen, um Bildung zu ermöglichen. Diese half, das Selbstbewusstsein der Menschen zu stärken, ihre Rechte wahrzunehmen und wirtschaftlich wie gesellschaftlich Fortschritte zu machen. Zugleich veränderte sich das Alltagsleben: Alkoholmissbrauch und abergläubische Praktiken gingen zurück, dafür gewann der Zusammenhalt in den Gemeinden.

Doch das Wachstum des Christentums führte zu neuem Widerstand. In Chhattisgarh gibt es Anti-Konversionsgesetze, die Konversionen erschweren und von hindu-nationalistischen Kräften genutzt werden, um Christen zu schikanieren. Katholische Einrichtungen – Schulen, Krankenhäuser, soziale Projekte – sind beliebt, werden aber politisch und rechtlich angegriffen. Besonders Konflikte um Landbesitz belasten die Gemeinden; hunderte Verfahren vor Gericht sollen kirchliches Eigentum in Frage stellen. Kapellen und Schulen werden bedroht oder zerstört.

Trotz Diskriminierung, Bedrohungen und Prozessen wächst die Zahl der Katholiken weiter. Die Gemeinden halten am Glauben fest, sehen in ihrem Zusammenhalt und in der Bildung eine Kraftquelle und verstehen Widerstände sogar als Ansporn. Die zentrale Botschaft des Films: Das Christentum bietet den Menschen Würde, Gleichheit und Hoffnung – auch gegen große Widerstände.

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