Besonders hervorgehoben wird die Rolle der Kirche, die nicht nur materielle Hilfe wie Unterkunft und Miete gewährte, sondern auch geistlichen Halt bot. Viele Betroffene berichten, dass die Nähe zu Gott in dieser Krise stärker wurde, dass Gebet und Eucharistiefeiern Hoffnung und Gemeinschaft schenkten. Manche fanden erst in der Not den Weg in die Kirche und stellten sich grundlegende Fragen nach Gott, Leid und Schuld.
Die Zerstörung der Häuser, Kirchen und Dörfer hat tiefe Wunden hinterlassen. Manche kehrten nach Jahren zurück und fanden ihre Heimat völlig verwüstet vor. Gleichzeitig betonen viele die Bedeutung des Glaubens: Christsein bedeute, zu lieben, zu vergeben und im Frieden zu leben. Die Erfahrungen von Gewalt und Verlust werden als Herausforderung verstanden, „Licht und Salz“ zu sein, d. h. Zeugnis für Glauben und Hoffnung zu geben.
Trotz allem schildern die Stimmen auch Begegnungen mit helfenden Menschen, mit Muslimen, die sie unterstützten oder sogar den christlichen Glauben annahmen. Dennoch bleibt die Forderung nach international garantierter Sicherheit, da ein Leben ohne Schutz und Vertrauen nicht möglich sei. Insgesamt zeigt der Text, wie eng Leid, Flucht, Glaube und Hoffnung miteinander verwoben sind – und wie der Glaube für die Betroffenen zu einer entscheidenden Kraftquelle im Überleben wurde.