Die Dokumentation eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in Unterrichtseinheiten zu den Themen Identität, Menschenbild, Selbstannahme, Freiheit, Verantwortung, Medienethik sowie Leben in der digitalen Welt. Das Medium knüpft unmittelbar an die Lebenswirklichkeit der Lernenden an und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, religiöse und ethische Fragestellungen mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zu verbinden. Die zentrale Frage „Wer bin ich?“ gehört zu den Grundfragen religiöser Bildung und kann mithilfe der Dokumentation aus psychologischer, gesellschaftlicher und theologischer Perspektive erschlossen werden.
Als Unterrichtseinstieg eignet sich die Impulsfrage: „Wer beschreibt mich besser – ich selbst oder mein Profil in den sozialen Medien?“ Alternativ können die Lernenden Begriffe sammeln, die ihre Identität prägen, beispielsweise Familie, Freundschaften, Glaube, Hobbys, Aussehen oder soziale Medien. Während des Sehens notieren die Lernenden Aussagen darüber, welche Chancen und Risiken digitale Medien für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit mit sich bringen.
Im weiteren Unterricht können biblische Texte mit den Aussagen der Dokumentation verglichen werden. Besonders geeignet sind Psalm 139 mit der Zusage, dass jeder Mensch von Gott einzigartig geschaffen ist, Genesis 1,26 bis 27 über die Gottebenbildlichkeit des Menschen oder Matthäus 6,19 bis 21 über die Frage, woran Menschen ihr Herz hängen. Die Lernenden können untersuchen, worauf sich menschlicher Wert nach christlichem Verständnis gründet und wie sich dieses Menschenbild von der oft leistungs und aufmerksamkeitsorientierten Logik sozialer Medien unterscheidet.
Methodisch bietet sich eine Gruppenarbeit mit verschiedenen Schwerpunkten an. Eine Gruppe untersucht die psychologischen Auswirkungen sozialer Medien, eine weitere beschäftigt sich mit dem christlichen Menschenbild, eine dritte entwickelt Regeln für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien und eine vierte analysiert die Bedeutung von Anerkennung und Selbstwert in sozialen Netzwerken. Die Ergebnisse können in Form von Plakaten, digitalen Präsentationen oder einer Podiumsdiskussion vorgestellt werden. Eine abschließende Reflexion über die Frage „Wodurch wird meine Identität wirklich bestimmt?“ ermöglicht den Lernenden, psychologische Erkenntnisse und religiöse Perspektiven miteinander in Beziehung zu setzen. Das Medium fördert die Medienkompetenz, die ethische Urteilsfähigkeit sowie die Fähigkeit zur Selbstreflexion und unterstützt einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Lebenswelten.
Für den katholischen Religionsunterricht, besonders ab Klasse 8, bietet die Dokumentation einen besonders lebensnahen Zugang zu wichtigen Fragen der Identität, Selbstverantwortung, Selbstannahme, Wahrhaftigkeit und digitalen Ethik. Sie lädt dazu ein, das eigene Medienverhalten kritisch zu reflektieren und die Differenz zwischen äußerem Bild und innerem Selbst zu erkennen. Zugleich eröffnet sie spirituelle Fragen: Wer bin ich, wenn keiner zuschaut? Wie finde ich Halt und Orientierung in einer Welt ständiger Bewertung?
Didaktisch eignet sich die Sendung für verschiedene Zugänge: Die Schülerinnen und Schüler können in Einzel- oder Gruppenarbeit Szenen analysieren, eigene Erfahrungen mit digitaler Selbstinszenierung einbringen und ethische Fragen zum Umgang mit sozialen Medien diskutieren. Auch biblische oder spirituelle Impulse – etwa zur Frage nach der Einzigartigkeit jedes Menschen, zur Freiheit und zur Wahrheit – lassen sich mit dem Thema verknüpfen. Besonders geeignet ist der Film für Themen wie Mensch und Medien, Wahrhaftigkeit, Gott und Ich, Selbstfindung oder Verantwortung im digitalen Raum.
„Digital Life – bin das noch ich?“ fördert das Nachdenken über ein zentrales Thema der Gegenwart: Wer bin ich in einer Welt, die von Selbstdarstellung, Vergleichen und digitalen Masken geprägt ist? Die Doku öffnet Raum für einen authentischen Dialog über Glauben, Selbstachtung und die Suche nach dem Wesentlichen im Leben.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Welche zentrale Frage stellt die Dokumentation?
Sie untersucht, wie digitale Medien und soziale Netzwerke die Entwicklung der eigenen Identität beeinflussen und ob das digitale Selbstbild mit der eigenen Persönlichkeit übereinstimmt.
Warum beendet Joey seine Tätigkeit als YouTuber?
Er erkennt, dass sein Leben zunehmend von Reichweite, Anerkennung und Erwartungen in den sozialen Medien bestimmt wird. Um seine psychische Gesundheit und seine persönliche Identität wiederzufinden, entscheidet er sich für einen bewussten Ausstieg.
Wie beeinflussen soziale Medien das Gehirn?
Die Dokumentation erklärt, dass soziale Medien das Belohnungssystem aktivieren und dadurch den Wunsch nach Aufmerksamkeit, Bestätigung und neuen Informationen verstärken können.
Welche Chancen bieten digitale Medien?
Sie ermöglichen Kommunikation, Information, Kreativität und weltweite Vernetzung. Menschen können sich austauschen, eigene Ideen veröffentlichen und Gemeinschaft erleben.
Welche Risiken werden angesprochen?
Ein übermäßiger Medienkonsum kann Konzentration, Selbstwertgefühl und psychische Gesundheit beeinträchtigen. Außerdem besteht die Gefahr, die eigene Identität zu stark von der Zustimmung anderer abhängig zu machen.
Welche Verbindung lässt sich zum christlichen Menschenbild herstellen?
Nach christlichem Verständnis besitzt jeder Mensch seine Würde unabhängig von Leistung, Aussehen oder Anerkennung. Der Wert eines Menschen gründet sich auf seine Beziehung zu Gott und nicht auf digitale Reichweite oder öffentliche Zustimmung.
Warum eignet sich die Dokumentation für den Religionsunterricht?
Sie verbindet aktuelle Erfahrungen aus der Lebenswelt der Lernenden mit grundlegenden Fragen nach Identität, Menschenwürde, Selbstannahme und Verantwortung. Dadurch eröffnet sie einen lebensnahen Zugang zu zentralen Themen religiöser Bildung.
Welche zentrale Botschaft vermittelt die Dokumentation?
Die eigene Identität sollte nicht ausschließlich von digitalen Medien oder der Bewertung anderer Menschen abhängen. Ein bewusster Umgang mit sozialen Medien und eine stabile persönliche Werteorientierung helfen dabei, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und zu bewahren.