Mildtätig, selbstlos sein, dem Gemeinwohl dienend oder einfach nur mal kurz die Welt retten: Wer will das nicht? Und wenn man dafür noch Steuergelder und Zuschüsse bekommen kann, umso besser. "Gemeinnützigkeit“ hat im allgemeinen Sprachgebrauch eine moralische Komponente, ist aber auch ein Institut aus dem Steuerrecht. Spenden sind steuerlich absetzbar: Je reicher ich bin, desto mehr kriege ich zurück und das Geld fehlt dem Staat. Ist das gerecht? Über Inhalt und Wesen der Gemeinnützigkeit wird schon des Längeren gestritten. Dazu wurde Ende 2020 das Gemeinnützigkeitsrecht geändert. Was ist eigentlich gemeinnützig? Für wen? Und warum? "STATIONEN"-Moderatorin Irene Esmann trifft Menschen, die sich zusammenfinden, um etwas zu verändern – zum Wohle aller oder doch nur der eigenen Gruppe? Sie besucht die Gemeinde Kirchanschöring, die sich der Gemeinwohlökonomie verschrieben hat, erfährt etwas über Geschichte und Aktualität von Allmenden und lernt die Arbeit der Döbrich-Stiftung kennen, die es Jugendlichen in Lateinamerika ermöglicht, zu studieren.