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Planet Schule

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Christentum: Glaube und Kirche

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Unterrichtssequenz „Christentum Glaube und Kirche“ reflektiert auf dreizehn Seiten mit dreizehn Materialien persönliche Entscheidungen der Nachfolge im Priesteramt, seinen Ursprung in Jesus und seiner Lebensgeschichte und Teile der Kirchengeschichte. Dazu wird ein Video mit Lebensbeispielen von Lydia und Aaron und ihren Erfahrungen mit Glauben analysiert. Beide sind in der Ausbildung zur Pfarrerin bzw. zum Pfarrer. Zudem wird der Lebensweg Jesu und die gewalttätigen Teile der Kirchengeschichte thematisiert. Die hier angegebene Webseite hält in einer langen scroll baren Fläche PDF und Word bereit. In dieser Seite sind mehrere Unterrichtssequenzen enthalten. Die hier beschriebenen Inhalte beziehen sich auf die ersten drei Gruppen von PDF und Word Dateien. Am Ende des dritten Blocks mit herunterladbaren PDF und Word befinden sich die „Lösungen der Arbeitsblätter“.


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Das Medium eignet sich besonders für einen kompetenzorientierten Religionsunterricht, der die religiöse Identitätsentwicklung, die persönliche Urteilsbildung und die Auseinandersetzung mit christlichen Glaubensvorstellungen in den Mittelpunkt stellt. Durch die authentischen Erfahrungen der beiden angehenden evangelischen Pfarrpersonen Lydia und Aaron erhalten die Lernenden die Möglichkeit, unterschiedliche Zugänge zum christlichen Glauben kennenzulernen und mit ihren eigenen Vorstellungen, Fragen und Zweifeln in Beziehung zu setzen. Der Film kann sowohl zur Einführung in eine Unterrichtsreihe über das Christentum und die Bedeutung der Kirche als auch zur Vertiefung bereits erworbener Kenntnisse eingesetzt werden. Besonders geeignet ist er für die Themenbereiche christliche Lebensgestaltung, persönliche Glaubensentwicklung, Nachfolge Jesu, kirchliche Berufe, Verantwortung und Kirchengeschichte. Die Lernenden werden dazu angeregt, Religion nicht ausschließlich als ein System von Glaubenssätzen und Traditionen wahrzunehmen, sondern als eine mögliche Orientierung für das eigene Leben und das Handeln in der Gesellschaft zu verstehen.

Als Einstieg empfiehlt sich eine persönliche Annäherung an die Begriffe Glaube, Jesus, Kirche, Religiosität und Zweifel. Die Lernenden können zunächst in Einzelarbeit ihre Gedanken, Erfahrungen und Assoziationen auf Wortkarten festhalten. Anschließend werden die Ergebnisse freiwillig vorgestellt oder anonym gesammelt und gemeinsam betrachtet. Dabei sollte die Lehrkraft auf eine offene, wertschätzende Gesprächsatmosphäre achten, in der sowohl religiöse Überzeugungen als auch kritische und nicht religiöse Positionen ihren Platz haben. Gerade in religiös und weltanschaulich heterogenen Lerngruppen ist es wichtig, dass niemand zur Offenlegung persönlicher Glaubenshaltungen gedrängt wird. Die unterschiedlichen Vorstellungen können als Ausgangspunkt für die Leitfrage dienen, welche Bedeutung der christliche Glaube für Menschen heute besitzt und weshalb sich Menschen für einen Beruf innerhalb der Kirche entscheiden.

Während der Filmvorführung können die Lernenden gezielte Beobachtungsaufträge bearbeiten. Dabei bietet es sich an, die Aussagen von Lydia und Aaron über ihren Glauben, ihre Motivation für den Pfarrberuf und ihre Vorstellungen von kirchlicher Verantwortung zu untersuchen. Die auf der Internetseite bereitgestellten Arbeitsblätter ermöglichen eine Differenzierung nach grundlegenden und mittleren Anforderungsniveaus. Während einige Lernende Aussagen zuordnen, Informationen ergänzen oder zentrale Inhalte wiedergeben, können andere bereits Zusammenhänge erläutern, Positionen vergleichen und persönliche Stellungnahmen formulieren. Eine abschnittsweise Präsentation des Films ist sinnvoll, um komplexere Inhalte zu sichern und Raum für Verständnisfragen zu schaffen. Insbesondere die Darstellungen zu Jesus Christus und zur Geschichte der Kreuzzüge sollten durch ergänzende Informationen und eine gemeinsame historische Einordnung vertieft werden.

In der anschließenden Erarbeitungsphase können die Lernenden untersuchen, welche Bedeutung die Botschaft Jesu für das christliche Selbstverständnis besitzt und inwiefern sich daraus konkrete Anforderungen an das Handeln von Christinnen und Christen ergeben. Die Beschäftigung mit der Bergpredigt, der Nachfolge Jesu sowie den Begriffen Frieden, Solidarität und Nächstenliebe eröffnet Möglichkeiten, biblische Aussagen mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu verbinden. Hierzu eignen sich die Analyse ausgewählter Bibelstellen, die Bearbeitung konkreter Fallbeispiele und die Diskussion ethischer Entscheidungssituationen. Die Lernenden können beispielsweise der Frage nachgehen, wie christliche Werte im schulischen Alltag, im Umgang mit Benachteiligung oder bei gesellschaftlichen Konflikten praktisch umgesetzt werden können. Durch die Verbindung von biblischer Überlieferung und heutigen Lebenssituationen wird die Fähigkeit gefördert, religiöse Aussagen zu deuten und ihre Bedeutung für das eigene Handeln kritisch zu reflektieren.

Ein weiterer didaktischer Schwerpunkt liegt auf der kritischen Auseinandersetzung mit der Kirche als historischer und gegenwärtiger Institution. Die Thematisierung der Kreuzzüge ermöglicht es, das Spannungsverhältnis zwischen dem christlichen Anspruch auf Frieden und Nächstenliebe und tatsächlichen Formen religiös begründeter Gewalt zu untersuchen. Dabei sollten historische Ursachen, politische Interessen und religiöse Rechtfertigungen differenziert betrachtet werden. Die Lernenden können diskutieren, inwiefern kirchliche Institutionen ihren eigenen ethischen Ansprüchen gerecht werden und welche Verantwortung sich aus historischen Fehlentwicklungen für die Gegenwart ergibt. Eine solche Auseinandersetzung unterstützt die Entwicklung religiöser Urteilsfähigkeit und verdeutlicht, dass eine reflektierte Beschäftigung mit dem Christentum sowohl die Würdigung seiner positiven Impulse als auch die kritische Betrachtung seiner Geschichte einschließt.

Zur methodischen Vertiefung bieten sich unterschiedliche handlungsorientierte und kommunikative Verfahren an. In Partnerarbeit können die Lernenden die Glaubensvorstellungen von Lydia und Aaron vergleichen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herausarbeiten. Eine Gruppenarbeit kann sich mit den Aufgaben evangelischer Pfarrpersonen, der Bedeutung kirchlicher Gemeinschaft oder dem gesellschaftlichen Engagement christlicher Organisationen beschäftigen. Besonders geeignet sind Rollenspiele, in denen unterschiedliche Positionen zur gesellschaftlichen Bedeutung der Kirche vertreten werden, sowie fiktive Interviews mit den beiden Hauptpersonen des Films. Darüber hinaus können die Lernenden einen Tagebucheintrag aus der Perspektive einer angehenden Pfarrperson verfassen, einen argumentierenden Leserbrief zur Bedeutung der Kirche formulieren oder eine eigene Stellungnahme zu kontroversen Glaubensfragen entwickeln. Für die Auseinandersetzung mit Frieden und Solidarität bietet sich ein Verfahren an, bei dem zunächst eigene Gedanken gesammelt, anschließend mit einer anderen Person ausgetauscht und schließlich in der Lerngruppe diskutiert werden.

Für eine weiterführende Auseinandersetzung empfiehlt sich die Verknüpfung des Mediums mit der Lebenswelt der Lernenden. Hierzu können aktuelle Beispiele kirchlicher Sozialarbeit, ehrenamtlicher Tätigkeit, religiöser Jugendangebote oder gesellschaftlicher Stellungnahmen der Kirchen untersucht werden. Auch eine Begegnung mit einer Pfarrperson, der Besuch einer Kirchengemeinde oder die Erkundung eines kirchlichen Hilfsprojekts können den Unterricht bereichern. Ein Vergleich evangelischer und katholischer Vorstellungen von Kirche und geistlichem Amt bietet zusätzliche Möglichkeiten, konfessionelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erschließen. In Lerngruppen mit unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Hintergründen kann darüber hinaus die Frage diskutiert werden, welche Bedeutung Glaubensgemeinschaften für gesellschaftlichen Zusammenhalt, individuelle Orientierung und verantwortliches Handeln besitzen.

Die abschließende Reflexion sollte den Lernenden Gelegenheit geben, ihre ursprünglichen Vorstellungen von Glaube und Kirche erneut aufzugreifen und mögliche Veränderungen ihrer Sichtweisen zu erkennen. Hierfür eignen sich ein persönlicher Reflexionstext, ein Lerntagebuch, eine begründete Stellungnahme oder eine gemeinsame Diskussion über die Zukunft der Kirche. Entscheidend ist, dass nicht die Übernahme einer bestimmten Glaubensposition, sondern die Fähigkeit zur eigenständigen, sachlich fundierten und respektvollen Auseinandersetzung mit religiösen Fragen im Mittelpunkt steht. Das Medium fördert damit insbesondere die Wahrnehmungsfähigkeit, Deutungskompetenz, Dialogfähigkeit, ethische Urteilsbildung und Perspektivübernahme. Durch die Verbindung von filmischen Darstellungen, differenzierten Arbeitsmaterialien, biografischen Zugängen und offenen Diskussionsformen lässt es sich sowohl in einzelnen Unterrichtsstunden als auch innerhalb einer umfangreicheren Unterrichtsreihe einsetzen.

Material:

M1 Glaube bedeutet für mich… Religiös sein bedeutet für mich…

M2 Lydia & Aaron: Bedeutung von Glaube und Religiosität

M3 Lydia & Aaron: Bedeutung von Glaube und Religiosität

M4 Traumberuf Pfarrer/in?

M5 Traumberuf Pfarrer/in? Teil 2

M6 Grundlage des christlichen Glaubens: Jesus Christus

M7 Grundlage des christlichen Glaubens: Jesus Christus Teil 2

M8 Die dunkle Vergangenheit der Kirche

M9 Die dunkle Vergangenheit der Kirche Lückentext

M10 Vertiefung Möglichkeit 1: Traumberuf Pfarrer/in!?

M11 Vertiefung Möglichkeit 2: Kontroverse heute...

M12 Vertiefung Möglichkeit 3: Frieden und Solidarität...

M13 Lösungen der Arbeitsblätter


Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

Westdeutscher Rundfunk (WDR), Planet Schule

18.2.2021

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe I

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.4b Evangelisch-katholisches Gemeinschaftsprojekt: Evangelisch – Katholisch.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.3 Konfessionen wahrnehmen und verstehen: Reformation und Ökumene.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Katholisch – Evangelisch: Ist das nicht dasselbe?

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