Ausgangspunkt ist das Lied „Hip Teens“ des Frank Popp Ensembles, das ironisch über Konformität und den Zwang zur Selbstdarstellung in Jugendkulturen reflektiert. Die Schüler:innen hören das Lied, analysieren den Liedtext (auf Deutsch und Englisch) und erarbeiten erste Gedanken zu vorbereiteten Leitfragen, etwa: Was ist bei uns gerade „in“? Wer bestimmt, was hip ist? Warum ist Kleidung so wichtig?
In der sich anschließenden Fishbowl-Diskussion diskutieren die Jugendlichen im Wechsel zwischen Innen- und Außenkreis miteinander. Die Methode fördert nicht nur eine breite Beteiligung, sondern auch das argumentative Denken und das Zuhören. Eine abschließende Reflexions- und Feedbackrunde ermöglicht die persönliche Verortung und eine gemeinsame inhaltliche Zusammenfassung.
Für den katholischen Religionsunterricht ist dieser Impuls besonders relevant, weil er zentrale Fragen der christlichen Anthropologie aufwirft: Was macht einen Menschen wirklich aus? Wie viel Wert hat mein Äußeres – und wie viel mein Inneres? Woher beziehe ich meinen Selbstwert? In einer Welt, die stark auf Äußerlichkeiten und Konsum ausgerichtet ist, leistet der Unterrichtsimpuls einen wertvollen Beitrag zur Identitätsbildung und zum Nachdenken über christlich begründete Werte wie Würde, Selbstannahme, Einzigartigkeit und Solidarität.
Das Material eignet sich sowohl für den Einstieg in eine Unterrichtseinheit zu Körper, Medien oder Konsum als auch für vertiefende ethische Diskussionen über Statussymbole, Selbstinszenierung und den Einfluss der Gruppe. Der lebensnahe Zugang, die kreative Methodik und die offene Diskussionsform fördern Selbstreflexion und Wertorientierung im Sinne einer modernen religiösen Bildungsarbeit.