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Religionen im Gespräch

Religionen im Gespräch

Was ist los bei DITIB? Teil II

Veröffentlichung:7.7.2025

Das Video beschäftigt sich mit der Frage, welche Perspektiven für die zukünftige Entwicklung muslimischer Organisationen in Deutschland bestehen. Im Mittelpunkt steht die Einschätzung, dass Kritik an Organisationen notwendig und berechtigt sein kann, zugleich aber nur dann zu Veränderungen führt, wenn sie angenommen und konstruktiv verarbeitet wird. Es wird erläutert, dass innerhalb muslimischer Gemeinschaften zahlreiche engagierte Menschen existieren, die sich für Offenheit, Dialog und gesellschaftliche Verantwortung einsetzen. Als Beispiele werden neue Initiativen und Bildungsprojekte genannt, die theologische, gesellschaftliche und demokratische Fragestellungen aufgreifen und den Dialog innerhalb der muslimischen Gemeinschaft sowie mit der Gesamtgesellschaft fördern. Das Video macht deutlich, dass Veränderungen häufig nicht nur innerhalb bestehender Organisationen entstehen, sondern auch durch neue zivilgesellschaftliche Initiativen und Bildungsangebote.

In diesem Video aus der Reihe „Religion in 90 Sekunden“ spricht Wolfgang Reinbold erneut mit der Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Riem Spielhaus von der Universität Göttingen und dem Georg-Eckert-Institut über die gegenwärtige Krise innerhalb des größten islamischen Dachverbands in Deutschland – DITIB. Anlass ist unter anderem die umstrittene Eröffnung der Kölner Zentralmoschee durch den türkischen Präsidenten, bei der deutsche Vertreter demonstrativ nicht eingeladen wurden. Spielhaus beschreibt eine Organisation, die sich zunehmend gegen Kritik abschottet, sich medial missverstanden fühlt und intern kaum noch Raum für konstruktive Auseinandersetzung lässt. Gleichzeitig macht sie Hoffnung: Aus der Mitte der muslimischen Zivilgesellschaft entstehen neue Initiativen wie die Islamische Akademie Deutschland oder die Alhambra Gesellschaft, die sich kritisch, reflektiert und zukunftsorientiert mit theologischen und gesellschaftlichen Fragen beschäftigen. Diese Gruppen zeigen, dass muslimisches Engagement auch außerhalb etablierter Strukturen möglich ist – offen, plural und dialogbereit.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe in den Themenbereichen Islam in Deutschland, Religion und Gesellschaft, Demokratie, Zivilgesellschaft sowie interreligiöser Dialog. Es eröffnet Lernenden einen differenzierten Blick auf muslimische Organisationen und zeigt, dass religiöse Gemeinschaften vielfältig sind und unterschiedliche Entwicklungen durchlaufen. Nach dem Ansehen können Lernende diskutieren, welche Bedeutung Kritik, Selbstreflexion und Dialog für die Weiterentwicklung von Organisationen haben. Ebenso bietet sich die Frage an, wie gesellschaftliches Engagement dazu beitragen kann, Vertrauen aufzubauen und demokratische Werte zu stärken. In Gruppenarbeit können Beispiele zivilgesellschaftlicher Initiativen recherchiert werden, die sich für Verständigung, religiöse Bildung oder gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen. Darüber hinaus können Lernende untersuchen, welche Rolle Bildung, wissenschaftlicher Austausch und öffentliche Diskussionen für die Entwicklung religiöser Gemeinschaften spielen. Das Video fördert die Dialogfähigkeit, die politische und religiöse Urteilskompetenz sowie die Fähigkeit, gesellschaftliche Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Gleichzeitig regt es dazu an, über Verantwortung, Beteiligung und die Bedeutung eines respektvollen Austausches in einer pluralen Demokratie nachzudenken.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


Worum geht es im Video?

Das Video thematisiert die Frage, wie sich muslimische Organisationen weiterentwickeln können und welche Bedeutung Kritik, Dialog und neue gesellschaftliche Initiativen dabei haben.


Warum wird Kritik im Video als wichtig beschrieben?

Kritik kann Organisationen helfen, sich weiterzuentwickeln und auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren. Voraussetzung ist jedoch die Bereitschaft, sich mit unterschiedlichen Perspektiven auseinanderzusetzen.


Welche Hoffnungen für die Zukunft werden genannt?

Das Video verweist auf neue Bildungs und Dialoginitiativen, die sich mit theologischen, gesellschaftlichen und demokratischen Fragen beschäftigen und den Austausch fördern möchten.


Welche Rolle spielen zivilgesellschaftliche Initiativen?

Sie schaffen Räume für Begegnung, Diskussion und Bildung und können Impulse für Veränderungen innerhalb religiöser Gemeinschaften und in der Gesellschaft geben.


Warum eignet sich das Video für den Religionsunterricht?

Es zeigt, dass Religion und Gesellschaft in einem ständigen Dialog stehen und dass Veränderungen durch Bildung, Beteiligung und verantwortungsvolles Handeln unterstützt werden können.


Welche Kompetenzen können Lernende durch die Arbeit mit dem Video erwerben?

Lernende stärken ihre Dialogfähigkeit, ihre politische und religiöse Urteilskompetenz sowie ihre Fähigkeit, gesellschaftliche Entwicklungen differenziert zu analysieren und unterschiedliche Perspektiven wertschätzend zu berücksichtigen.


Welche Botschaft vermittelt das Video für das Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft?

Das Video macht deutlich, dass Offenheit, gegenseitiger Respekt, Bildung und konstruktiver Dialog wichtige Voraussetzungen für Vertrauen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine lebendige Demokratie sind.

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