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Uwe Stamer

Uwe Stamer

Johannes und Jesus – Martin Luthers: ‚Von der Taufe‘

Veröffentlichung:4.7.2025

Das Unterrichtsmaterial „Johannes und Jesus – Martin Luther: ‚Von der Taufe‘“ aus Modul 4 richtet sich an Lehrkräfte, die ihren Schülerinnen und Schülern zentrale Aspekte christlicher Theologie und Geschichte erschließen möchten – insbesondere durch die Gestalt Johannes des Täufers, seine Beziehung zu Jesus sowie die Bedeutung der Taufe im Denken Martin Luthers.

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Im Mittelpunkt steht zunächst Johannes der Täufer, dessen historische und biblische Rolle betrachtet wird. Dabei geht es um seine Erscheinung als asketischer Prophet in der Wüste, seine scharfe Gerichtsbotschaft und sein Ruf zur Umkehr. Johannes wird als Wegbereiter Jesu vorgestellt, was die Möglichkeit eröffnet, ihn im Kontrast zu Jesus zu analysieren: Johannes verkörpert die Drohbotschaft vom kommenden Gericht, während Jesus als Verkünder der frohen Botschaft auftritt. Diese Gegenüberstellung bietet einen didaktisch besonders ergiebigen Zugang, da sie die unterschiedlichen Botschaften und Auftretensweisen der beiden Figuren klar herausarbeitet.

Ein weiterer Schwerpunkt des Moduls liegt auf der Rezeption Johannes’ in Kunst, Musik und Literatur. Hierbei werden unter anderem Werke von Matthias Grünewald (Isenheimer Altar) und Leonardo da Vinci herangezogen, um zu verdeutlichen, wie stark Johannes als Figur die europäische Kulturgeschichte geprägt hat. Diese ästhetische Perspektive ermöglicht es, Zugänge zu schaffen, die über den reinen Text hinausgehen und emotionale sowie sinnliche Erfahrungen ansprechen.

Im theologischen Teil des Materials wird Martin Luthers Sicht auf die Taufe thematisiert – insbesondere anhand eines Auszugs aus seinem Großen Katechismus von 1529. Dabei wird deutlich, dass Luther die Taufe nicht nur als einmaliges Ritual versteht, sondern als lebenslangen, geistlichen Prozess. Dieser Gedanke eröffnet den Lernende einen modernen Zugang zur Bedeutung religiöser Rituale und ermöglicht eine persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben oder der Frage nach Sinn und Identität.

Didaktisch schlägt das Material vor, mit visuell ansprechenden Materialien einzusteigen, etwa mit Bildern oder Musikstücken, die Johannes in dramatischer Weise zeigen. Daran anschließend wird die biblische Grundlage über Textarbeit gelegt, gefolgt von einer vergleichenden Analyse der Botschaften von Johannes und Jesus. In der weiteren Unterrichtsphase werden ausgewählte künstlerische oder literarische Darstellungen Johannes’ analysiert, um seine Wirkungsgeschichte greifbar zu machen. Der abschließende Teil konzentriert sich auf die Auseinandersetzung mit Luthers Text zur Taufe. Hier sollen zentrale Begriffe gemeinsam erschlossen und auf ihre Bedeutung für heutige Schülerinnen und Schüler hin reflektiert werden.

Ziel des Moduls ist es, die Lernende zu einer vertieften Auseinandersetzung mit biblischen und theologischen Inhalten zu führen, ihnen historische und kulturelle Zusammenhänge zu vermitteln und zugleich Räume für persönliche Reflexion zu öffnen. Das Material eignet sich sowohl für die Mittel- als auch für die Oberstufe und legt großen Wert auf Methodenvielfalt, historische Kontextualisierung und existenzielle Relevanz.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q1 Jesus Christus – das menschgewordene Wort Gottes

Q1.1 Die Reich-Gottes-Botschaft.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 2. Der Geist Jesu Christi als Lebensprinzip der Gemeinde.

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4.7.2025

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