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Kirche in Not

Kirche in Not

Der heilige Stephanus - erster Märtyrer der Christenheit

Veröffentlichung:27.11.2021

Das Video stellt den heiligen Stephanus als ersten Märtyrer des Christentums vor und erläutert seine Bedeutung für den christlichen Glauben. Im Gespräch mit dem Brauchtumsforscher Manfred Becker Huberti wird erklärt, warum die Kirche das Fest des heiligen Stephanus unmittelbar nach Weihnachten feiert und welche Verbindung zwischen der Geburt Christi und seinem Leiden besteht. Darüber hinaus werden die biblische Überlieferung des Stephanus, seine Aufgaben als Diakon, sein mutiges Glaubenszeugnis sowie seine Steinigung dargestellt. Das Video greift außerdem die Themen Christenverfolgung, Feindesliebe, Vergebung und die Verantwortung der Christen auf, für ihren Glauben einzustehen. Abschließend werden verschiedene Bräuche rund um den Gedenktag des heiligen Stephanus vorgestellt.

Mitten hinein in die weihnachtliche Festfreude feiern Christen am Beginn der Weihnachtsoktav den ersten Märtyrer ihres Glaubens: den heiligen Erzdiakon Stephanus. Diesem ersten Blutzeugen Christi sind im Laufe der Geschichte gemäß dem Wort unseres Herrn und Erlösers unzählige weitere gefolgt: „Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen.“ Im angeblich aufgeklärten 20. und 21. Jahrhundert waren es wohl so viele wie nie zuvor. Der heilige Stephanus ist also ein aktueller Glaubenszeuge, den der Brauchtumsforscher Manfred Becker-Huberti vorstellt.


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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Klassen sechs bis zehn im Themenbereich Heilige, Nachfolge Jesu, Weihnachten, Apostelgeschichte, Christenverfolgung sowie christliche Werte. Das Video ermöglicht den Lernenden einen anschaulichen Zugang zur Person des heiligen Stephanus und verdeutlicht, dass christlicher Glaube immer auch mit Verantwortung, Mut und persönlichem Zeugnis verbunden ist.

Als Einstieg können die Lernenden überlegen, welche Eigenschaften sie mit mutigen Menschen verbinden und ob sie selbst schon einmal ihre Meinung trotz Widerständen vertreten haben. Anschließend bietet sich die Frage an, weshalb ausgerechnet unmittelbar nach Weihnachten an einen Märtyrer erinnert wird. Diese Leitfrage begleitet die Erarbeitung des Videos.

Während des Sehens können die Lernenden zentrale Aussagen zu den Themen Krippe und Kreuz, Glaubenszeugnis, Vergebung und Christenverfolgung notieren. In der anschließenden Auswertung lassen sich die biblischen Aussagen aus der Apostelgeschichte mit den Erläuterungen des Videos vergleichen. Besonders geeignet ist dabei die Arbeit mit Bibeltexten zur Steinigung des Stephanus sowie der Vergleich seiner letzten Worte mit den Worten Jesu am Kreuz.

Das Video eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur ethischen Reflexion. Die Lernenden können darüber diskutieren, was Zivilcourage heute bedeutet, wie Menschen ihren Glauben oder ihre Überzeugungen mutig vertreten können und welche Formen von Ausgrenzung oder Verfolgung auch heute noch existieren. Dabei können aktuelle Beispiele von Christenverfolgung sowie die Bedeutung der Religionsfreiheit einbezogen werden.

Methodisch bieten sich Gruppenarbeiten zu verschiedenen Themen an, etwa zur Person des Stephanus, zur Rolle des Paulus, zur Feindesliebe, zur Vergebung oder zu den Stephanusbräuchen. Ebenso eignet sich eine Pro und Contra Diskussion zur Frage, ob Menschen ihre Überzeugungen auch unter persönlichen Nachteilen öffentlich vertreten sollten. Kreative Aufgaben wie das Schreiben eines Briefes aus der Sicht des Stephanus, die Gestaltung eines Zeitungsartikels über seine Steinigung oder ein Rollenspiel zur Gerichtsverhandlung fördern die Perspektivübernahme und vertiefen das Verständnis der biblischen Erzählung. Das Medium verbindet historische, biblische und ethische Lernprozesse und regt dazu an, die Bedeutung des christlichen Glaubens für das eigene Leben zu reflektieren.


Stephanus – Erster Märtyrer und bleibendes Vorbild des Glaubens

Am zweiten Weihnachtstag – mitten in der festlichen Weihnachtsoktav – gedenkt die Kirche des heiligen Stephanus, des ersten Märtyrers des Christentums. Dies erscheint auf den ersten Blick als Kontrast zum Fest der Freude, verweist jedoch auf eine tiefere christliche Logik: Die Geburt Jesu ist untrennbar mit seinem Kreuzestod verbunden. Schon in alten Darstellungen der Krippe wird diese Verbindung deutlich, etwa durch das Wickeln des Kindes wie ein Leichnam oder durch seine ausgebreiteten Arme.

Stephanus als Diakon und Bekenner:

Stephanus war griechischer Herkunft und einer der ersten sieben Diakone. Anders als das heutige Diakonenamt war seine Aufgabe umfassend: Er kümmerte sich um die Organisation der Gemeinde, predigte und bezeugte den Glauben offen. Seine Radikalität im Bekenntnis führte zu seiner Steinigung – eine Szene, bei der auch Saulus (der spätere Paulus) anwesend war. Der heilige Augustinus sagt hierzu treffend: „Ohne Stephanus kein Paulus.“

Theologische Bedeutung:

Stephanus verkörpert das Ideal eines standhaften Christen, der nicht zurückweicht, sondern seine Überzeugung trotz Lebensgefahr offen ausspricht. Wie Jesus vergibt er seinen Mördern – ein zentrales christliches Gebot, das die Feindesliebe betont und das Christentum von vielen anderen Religionen unterscheidet.

Stephanus als aktueller Bezugspunkt:

Sein Gedenken erinnert daran, dass Christenverfolgung kein Relikt der Vergangenheit ist, sondern auch im 20. und 21. Jahrhundert Millionen von Menschen betrifft. Sein Mut fordert heutige Christinnen und Christen heraus, sich zu fragen, wie standhaft sie selbst in Glaubensfragen wären.

Symbolik und Brauchtum:

Der Tag des Stephanus ist auch ein Anlass, über die Verbindung von Krippe und Kreuz nachzudenken. In Köln gab es früher den Brauch des „Kindleinwiegens“, bei dem das Jesuskind im Gottesdienst symbolisch gewiegt wurde – mit dem doppelten Verweis auf Geburt und Tod. Volksbräuche wie das „Stephanus-Trinken“ mit einem Stein im Glas erinnern auf eigene Weise an den ersten Märtyrer.

Didaktischer Hinweis für den Unterricht:

Stephanus eignet sich hervorragend als Beispiel für das Thema Glaubenszeugnis, Zivilcourage und Christenverfolgung. Sein Gedenktag ermöglicht es, Weihnachten über die Idylle hinaus als Fest der Hoffnung inmitten menschlicher Bedrohung zu reflektieren. Die Verbindung von Krippe und Kreuz bietet zudem einen tiefgreifenden Zugang zur Theologie des Leidens und der Erlösung.


Fragestellungen mit Antworten


Warum wird das Fest des heiligen Stephanus direkt nach Weihnachten gefeiert?

Die Kirche möchte zeigen, dass die Geburt Jesu und sein Leiden untrennbar miteinander verbunden sind. Bereits das Kind in der Krippe weist auf den Erlöser hin, der später am Kreuz sterben wird.


Wer war der heilige Stephanus?

Stephanus war einer der ersten Diakone der christlichen Urgemeinde in Jerusalem. Er setzte sich mutig für den christlichen Glauben ein und wurde wegen seines Glaubens gesteinigt.


Warum gilt Stephanus als erster Märtyrer?

Er war der erste Christ, der nach der Auferstehung Jesu wegen seines Glaubens getötet wurde. Deshalb wird er als erster Märtyrer der Kirche verehrt.


Welche Aufgaben hatte Stephanus als Diakon?

Er kümmerte sich um organisatorische Aufgaben in der Gemeinde, unterstützte Bedürftige und verkündete zugleich den christlichen Glauben.


Welche Bedeutung hat die Vergebung in der Geschichte des Stephanus?

Wie Jesus vergibt Stephanus seinen Feinden. Damit wird deutlich, dass Vergebung und Feindesliebe zentrale Elemente des christlichen Glaubens sind.


Welche Rolle spielt Saulus in der Erzählung?

Saulus stimmt der Steinigung des Stephanus zu. Später bekehrt er sich, wird zum Apostel Paulus und zählt zu den bedeutendsten Verkündern des Christentums.


Was bedeutet Glaubenszeugnis?

Ein Glaubenszeugnis bedeutet, offen und mutig zum eigenen Glauben zu stehen und die christlichen Überzeugungen auch in schwierigen Situationen nicht zu verleugnen.


Welche Bedeutung hat Stephanus für Christen heute?

Er ist ein Vorbild für Mut, Standhaftigkeit, Vergebung und Vertrauen auf Gott. Sein Leben lädt dazu ein, den eigenen Glauben glaubwürdig zu leben.


Welche Bedeutung hat Christenverfolgung im Video?

Das Video macht deutlich, dass Christenverfolgung nicht nur ein Thema der frühen Kirche ist, sondern auch heute noch viele Menschen betrifft. Dadurch wird die Aktualität des Themas hervorgehoben.


Welche Bräuche haben sich zum Gedenktag des heiligen Stephanus entwickelt?

Zu den bekannten Bräuchen gehört die Stephanusminne, bei der symbolisch an den heiligen Stephanus erinnert wird. Außerdem wird der Gedenktag in vielen Regionen mit Gottesdiensten und kirchlichen Traditionen gefeiert.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q1 Jesus Christus – das menschgewordene Wort Gottes

Q1.4 Jesus nachfolgen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 1. Botschaft und Anspruch Jesu und das Selbstverständnis der frühen Kirche.

12.1 / 2. Der Geist Jesu Christi als Lebensprinzip der Gemeinde.

12.1 / 8. Ursprung, Auftrag und Weg der Kirche.

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