Der Einstieg gelingt durch eine stille Annäherung: Im Sitzkreis setzen die Kinder ein Bodenbild – eine „Gottessonne“ – aus Symbol-Puzzleteilen (Hand, Fisch, Taube) zusammen. Diese stehen jeweils für Vater, Sohn und Geist. In der anschließenden kurzen Textarbeit begegnen die Schüler:innen einem Lückentext auf dem Overheadprojektor, der Teile des apostolischen Glaubensbekenntnisses enthält. Dieser wird gemeinsam gelesen und erläutert – insbesondere die Wendung „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“.
Die zentrale Metapher der Stunde – die Dreieinigkeits-Pyramide – wird nun eingeführt: Die Kinder erkennen, dass eine einzelne Pyramide instabil ist. Erst drei gleichwertige Pyramiden, zusammengestellt zu einem großen Ganzen, geben Halt und zeigen das Zusammenspiel der drei göttlichen Personen. In der Gruppenarbeitsphase basteln die Kinder zunächst ihre eigene kleine Pyramide, bevor sie gemeinsam eine große Klassenpyramide gestalten. Dabei werden Symbole und Begriffe auf die Seitenflächen geklebt und eigene Glaubensaussagen auf Wortkarten formuliert. Diese Aussagen verbinden persönliches Nachdenken mit theologischen Grundformen und stärken zugleich die religiöse Sprachfähigkeit.
In der Sicherungsphase präsentieren die Gruppen ihre gestaltete Klassenpyramide. Die Kinder erläutern ihre gewählten Aussagen und Symbole, wobei das Bild von „Drei in Eins“ nochmals vertieft wird. Zum Abschluss erhalten alle ihre eigene kleine Pyramide als Erinnerung für zuhause. Dies stärkt die Nachhaltigkeit des Gelernten über die Schulzeit hinaus. Der Blick wird bereits auf die nächste Stunde gerichtet.
Didaktisch zeichnet sich die Stunde durch ihre hohe Anschaulichkeit und ganzheitliche Methodik aus. Sie verbindet kognitive, kreative und emotionale Lernprozesse: Symbole, Musik, Bastelarbeiten und soziale Impulse fördern ein vielfältiges Lernen. Die Pyramide als visuelle Metapher macht das komplexe theologische Konzept kindgerecht greifbar und eröffnet individuelle sowie gemeinschaftliche Zugänge. Auch interdisziplinäre Anknüpfungen sind denkbar – etwa zu Kunst, Mathematik oder Musik. Die Stunde bietet zudem viele Möglichkeiten zur Differenzierung, etwa durch weiterführende Aufgaben für stärkere Schüler:innen oder die Integration von biblischen Texten.
Insgesamt gelingt es dieser Unterrichtseinheit, ein theologisches Grundthema der christlichen Religion lebendig, kreativ und nachhaltig erfahrbar zu machen – nicht über abstrakte Belehrung, sondern über handelndes Verstehen.