Der Film eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, da er existenzielle Fragen nach Identität, Selbstwert, Beziehungen und dem respektvollen Umgang miteinander aufgreift. Die ungewöhnliche Bildsprache eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, die Wirkung filmischer Gestaltung bewusst wahrzunehmen und zu interpretieren. Vor der Filmsichtung empfiehlt sich eine Einführung in die besondere Erzählform des Filmes sowie eine Sensibilisierung für die Bedeutung von Bildern, Erinnerungen und inneren Gedanken. Während oder nach dem Film können die Lernenden einzelne Bildfolgen analysieren, Gefühle und Perspektiven der Figuren beschreiben sowie die Wirkung der reduzierten Darstellung reflektieren. Schreibaufgaben wie innere Monologe, Tagebucheinträge oder Briefe aus der Sicht der Hauptfigur fördern die Perspektivübernahme und vertiefen die persönliche Auseinandersetzung mit den dargestellten Konflikten. Ebenso bieten sich Gruppenarbeiten, Standbilder, Rollenspiele und Gesprächsrunden an, in denen alternative Handlungsmöglichkeiten entwickelt und Fragen nach Vertrauen, Freundschaft, Liebe, Vorurteilen und Verantwortung diskutiert werden. Im Religionsunterricht lassen sich Bezüge zur christlichen Vorstellung von der unantastbaren Würde jedes Menschen, zur Nächstenliebe, zur Annahme des Anderen sowie zur Suche nach Identität und Orientierung herstellen. Der Film unterstützt die Lernenden darin, Empathie zu entwickeln, unterschiedliche Lebenswirklichkeiten wahrzunehmen und einen wertschätzenden Umgang mit anderen Menschen einzuüben.
"Der Film 'Dann sehe ich Tanja' eignet sich ab Klasse 9 für den Einsatz im Religionsunterricht, Philosophie, Ethik, Deutsch und Sozialwissenschaften. Er thematisiert Krankheit, Tod, Liebe, Verantwortung, Kommunikation, Wahrheit der Bilder und Resilienz aus der Perspektive eines Jugendlichen.
Die spezielle Erzählform – Einzelbild-Collage mit Erzählstimme – eröffnet neue Zugänge zur Filmanalyse und eignet sich besonders für kreative, rezeptionsorientierte Methoden.
Didaktische Einsatzmöglichkeiten:
– Thematische Erarbeitung zu Tod, Krankheit, Trauerarbeit, Hoffnung und Resilienz
– Reflexion zur ersten Liebe und den Schwierigkeiten zwischenmenschlicher Kommunikation
– Analyse nonverbaler Kommunikation anhand des „Ratgebers“ im Film
– Diskussion über mediale Bildmanipulation und Wahrheitsgehalt von Bildern
– Kreativmethoden: Erstellung eigener Fotofilme oder Filmplakate
– Auseinandersetzung mit Kommunikation durch Gesten (M3)
– Arbeit mit Traum- und Wunschvorstellungen, Projektion eigener Wünsche und Ängste
Religionspädagogische Bezüge:
– Was bedeutet Hoffnung in schwierigen Lebensphasen?
– Wie erleben Jugendliche Krankheit und Abschied?
– Welche Rolle spielen Träume, Gebete, Zeichen, Rituale?
– Was heißt: „Dass all das nicht mehr unmöglich ist“ – im Horizont des Glaubens?
Die beiliegenden Materialien M1–M7 geben vielfältige methodische Impulse: von klassischer Analyse bis zu kreativer Verarbeitung (Plakate, eigene Fotogeschichten, Textarbeit).
Ein Film, der durch seine Andersartigkeit Jugendliche anspricht, emotional bewegt und tiefgreifende Gespräche ermöglicht – über Liebe, Leid und neue Hoffnung."