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TerraX | ZDF

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Woher stammt der Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten?

Veröffentlichung:9.4.2017

Als der Prophet des Islam Mohammed stirbt, ist seine Nachfolge nicht geregelt. Zwei Parteien versuchen, das Vakuum auszufüllen. Ihre Nachkommen sind heute die Schiiten und die Sunniten.

Das Medium thematisiert die konfliktreiche Nachfolge des Propheten Mohammed nach dessen Tod im Jahr 632 in Medina und zeichnet damit die historischen Ursprünge der Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten nach. Im Mittelpunkt steht die Frage, wer die junge muslimische Gemeinschaft führen soll: Auf der einen Seite stehen Abu Bakr und Omar, auf der anderen Seite Ali, der Cousin und Schwiegersohn Mohammeds. Das Video zeigt, wie die Entscheidung zugunsten Abu Bakrs zu einem folgenreichen Wendepunkt der islamischen Geschichte wird. Zugleich macht das Medium deutlich, dass es sich nicht nur um einen historischen Führungsstreit handelt, sondern um einen Konflikt, dessen politische und religiöse Folgen bis in die Gegenwart reichen. Am Beispiel heutiger Kriegsgebiete wie Syrien, Jemen oder Irak wird sichtbar, wie die alte Spaltung weiterhin instrumentalisiert wird, obwohl viele Sunniten und Schiiten friedlich zusammenleben wollen.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium einen wichtigen Zugang zum interreligiösen Lernen und zur differenzierten Auseinandersetzung mit dem Islam. Es eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zu den Themen „Islam“, „Konfessionen und Glaubensspaltungen“ oder „Religion und Politik“. Didaktisch ist das Video vor allem deshalb wertvoll, weil es historische Entwicklungen mit aktuellen Konfliktlagen verbindet und so die Relevanz des Themas für die Gegenwart erschließt. Methodisch empfiehlt sich eine behutsame und klar strukturierte Erarbeitung, da die Thematik komplex und zugleich sensibel ist. Sinnvoll ist es, zunächst zentrale Begriffe wie Prophet, Kalif, Sunniten und Schiiten zu klären und die im Video dargestellten Akteure in einer übersichtlichen Personen- und Konfliktkonstellation zu visualisieren. Anschließend kann mithilfe von Leitfragen herausgearbeitet werden, wie aus einer Nachfolgefrage ein dauerhafter innerislamischer Konflikt entstehen konnte. Besonders geeignet sind dabei Zeitleisten, Schaubilder oder Gruppenarbeiten, in denen die Schülerinnen und Schüler die beiden Perspektiven gegenüberstellen. Im Sinne eines dialogischen Religionsunterrichts sollte deutlich gemacht werden, dass religiöse Unterschiede nicht automatisch zu Gewalt führen, sondern häufig politisch verschärft und missbraucht werden. Gerade hierin liegt ein wichtiger Lernanlass für die Förderung religiöser Urteilsfähigkeit und Friedenskompetenz. In höheren Jahrgangsstufen kann das Video zudem Anlass sein, über Parallelen zu christlichen Spaltungen, über die Bedeutung legitimer Autorität in Religionen oder über die Instrumentalisierung von Religion in politischen Konflikten nachzudenken. Wichtig ist insgesamt eine sachliche, stereotypefreie Begleitung, die den Islam nicht auf Konflikte reduziert, sondern auch die gemeinsame religiöse Grundlage und den Friedenswunsch vieler Gläubiger sichtbar macht.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.2 Dem Islam begegnen. Auseinandersetzung und Toleranz.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.2 Leben mit anderen Religionen: Was die abrahamitischen Religionen verbindet.

Beispielhafte Lernsequenzen

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25.2.2021

Interreligiöser Dialog

Anregung

Menschen & Welt ,Religionen

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