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Katholisches Filmwerk

Katholisches Filmwerk

Begleitmaterial zum Film 'City of God'

Veröffentlichung:16.6.2025

Begleitmaterial zum Film 'City of God', der das Leben im brasilianischen Favela während der 1960er bis 1980er Jahre schildert und dabei soziale Probleme wie Armut, Kriminalität, Drogen und Gewalt thematisiert.
Das Medium „City of God“ erzählt die Lebensgeschichte mehrerer Jugendlicher, die in den Armensiedlungen von Rio de Janeiro aufwachsen. Im Mittelpunkt steht Buscapé, der versucht, sich den Kreisläufen von Gewalt, Kriminalität und Armut zu entziehen und als Fotograf einen anderen Lebensweg einzuschlagen. Parallel dazu schildert der Film den Aufstieg des gewalttätigen Bandenführers Zé Pequeno und zeigt eindrücklich, wie soziale Ungleichheit, fehlende Bildungschancen und Perspektivlosigkeit das Leben vieler junger Menschen prägen. Die begleitende Arbeitshilfe erschließt den Film unter gesellschaftlichen, ethischen und religiösen Fragestellungen und regt dazu an, über Gerechtigkeit, Menschenwürde, Freiheit, Verantwortung und Hoffnung nachzudenken. Der Film macht deutlich, wie sehr Lebensbedingungen menschliche Entscheidungen beeinflussen können, zeigt zugleich aber auch Möglichkeiten persönlicher Verantwortung und der Hoffnung auf einen anderen Lebensweg auf.

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Didaktisch eignet sich das Medium insbesondere für den Religionsunterricht der Sekundarstufe sowie für den Ethikunterricht und den fächerübergreifenden Unterricht in den Bereichen Politik, Gesellschaft und Medienbildung. Aufgrund der drastischen Gewaltdarstellungen empfiehlt sich eine sorgfältige Auswahl einzelner Filmszenen sowie eine intensive Vor und Nachbereitung. Der Film eröffnet vielfältige Möglichkeiten, strukturelle Ursachen von Gewalt und Armut zu analysieren und diese mit christlichen Vorstellungen von Gerechtigkeit, Frieden und Menschenwürde zu vergleichen. Die Lernenden können die Entwicklung einzelner Figuren untersuchen, deren Handlungsmöglichkeiten reflektieren und die Frage diskutieren, in welchem Verhältnis persönliche Verantwortung und gesellschaftliche Bedingungen stehen. Methoden wie Standbildarbeit, Figureninterviews, Rollenspiele, Perspektivwechsel oder das Schreiben innerer Monologe fördern Empathie und Urteilskompetenz. Darüber hinaus lassen sich Bezüge zur biblischen Friedensbotschaft, zur Bergpredigt, zur Option für die Armen sowie zu Fragen sozialer Gerechtigkeit herstellen. Die Arbeit mit dem Film unterstützt die Lernenden dabei, ethische Konflikte differenziert wahrzunehmen, Gewalt kritisch zu hinterfragen und eigene Vorstellungen eines friedlichen und gerechten Zusammenlebens zu entwickeln. Gleichzeitig stärkt die Analyse der filmischen Erzählweise die Medienkompetenz und das Verständnis dafür, wie Bilder gesellschaftliche Wirklichkeit darstellen und interpretieren.

Der Film 'City of God' bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für den Religions- und Ethikunterricht sowie für Sozialkunde, Englisch und Deutsch. Er zeigt am Beispiel zweier Jungen – Rocket und Lil Ze – den Kreislauf von Armut, Kriminalität und Gewalt und wirft zentrale Fragen nach Verantwortung, Gerechtigkeit, sozialer Herkunft und den Perspektiven junger Menschen auf. Methodisch-didaktisch eignet sich der Film zur Arbeit an Themen wie Lebensbedingungen in Slums, Auswirkungen von Drogen und Waffen, Chancenungleichheit, Resilienz und Peergroup-Einflüssen. Zahlreiche Arbeitsaufträge (z. B. Tagebuchauszüge, Rollenspiele, Vergleichstabellen, Rechercheaufträge und kreative Schreibaufgaben) regen zur Vertiefung der Themen an. Im Religionsunterricht können Bezüge zu Fragen der Menschenwürde, Solidarität und sozialen Verantwortung sowie zu ethischen Fragen von Gewalt, Gerechtigkeit und Lebensperspektiven hergestellt werden. Geeignet ab Sek I (ab Klasse 9) sowie in der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung.

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