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Medienhappen

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Digitale Unsterblichkeit? Was vom Menschen im Netz bleibt

Zwischen Gedenkstatus und KI-Avatar: Wie wir digital weiterleben – oder auch nicht.

Veröffentlichung:10.6.2025

Was passiert mit unseren Spuren im Netz, wenn wir nicht mehr da sind? Diese Folge beleuchtet das Phänomen der digitalen Unsterblichkeit: von Facebooks Gedenkstatus bis hin zu KI-Avataren, die unsere Stimmen und Gesichter weiterleben lassen. Wir sprechen über den digitalen Nachlass, die letzten Posts Prominenter und die Frage, wie Künstliche Intelligenz unser Trauern verändert. Welche ethischen Fragen wirft es auf, wenn wir uns selbst oder andere im Netz verewigen? Eine tiefgründige Diskussion über digitale Endlichkeit, Trauerarbeit und die Chancen und Risiken, die digitale Technologien für unser Leben und unseren Tod, bereithalten.

Das Medium „Digitale Unsterblichkeit? Was vom Menschen im Netz bleibt“ von MedienHappen beschäftigt sich mit der Frage, was nach dem Tod eines Menschen von seiner digitalen Identität erhalten bleibt. Im Mittelpunkt stehen der digitale Nachlass, der Umgang mit Konten in sozialen Medien, persönliche Daten und letzte öffentliche Beiträge sowie neue Möglichkeiten, Verstorbene mithilfe künstlicher Intelligenz in Form von Avataren, Stimmen oder Chatbots digital zu repräsentieren. Dabei verbindet das Medium Fragen nach Datenschutz und digitaler Vorsorge mit ethischen und existenziellen Fragen nach Tod, Trauer, Erinnerung und Unsterblichkeit. Für den Religionsunterricht werden ausdrücklich Bezüge zu Auferstehung, ewigem Leben, Abschiedskultur und der Frage nach dem bleibenden Vermächtnis eines Menschen hergestellt. Aufgrund der Behandlung von Tod, Trauer und Suizid enthält das Medium eine entsprechende Triggerwarnung.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige Möglichkeiten, lebensweltliche Erfahrungen der Lernenden mit grundlegenden religiösen und anthropologischen Fragestellungen zu verbinden. Besonders geeignet ist es für die Sekundarstufen I und II und für Unterrichtsreihen zu Tod und Sterben, Auferstehung, ewigem Leben, Menschenbild, Identität, Erinnerung, Trauer, Medienethik oder künstlicher Intelligenz. Als Einstieg kann die Frage „Was bleibt von einem Menschen, wenn er stirbt?“ zunächst unabhängig von digitalen Medien bearbeitet werden. Die Antworten können anschließend um die Frage erweitert werden, was konkret im Internet von einem Menschen zurückbleibt. Dadurch lässt sich zwischen Erinnerungen anderer Menschen, materiellen Hinterlassenschaften, digitalen Spuren und religiösen Vorstellungen unterscheiden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Lernenden untersuchen zu lassen, was mit Konten und persönlichen Daten nach dem Tod geschieht. Das Medium schlägt hierzu unter anderem Rechercheaufträge, den Vergleich von Regelungen verschiedener Plattformen und die Erstellung eines fiktiven digitalen Testaments vor. Für eine stärker ethisch ausgerichtete Unterrichtsphase können die Lernenden diskutieren, wem digitale Daten nach dem Tod gehören und wer darüber entscheiden darf. Besonders ergiebig für den Religionsunterricht ist die Gegenüberstellung von christlicher Auferstehungshoffnung und digitaler Unsterblichkeit. Die vom Medium aufgeworfene Frage, ob eine durch künstliche Intelligenz erzeugte Version eines verstorbenen Menschen lediglich eine Simulation darstellt oder als eine Form des Weiterlebens verstanden werden kann, eröffnet einen Zugang zur Klärung theologischer Begriffe. Lernende können herausarbeiten, dass digitales Fortbestehen, Erinnerung und christliche Auferstehungsvorstellungen unterschiedliche Konzepte darstellen und anschließend begründet Stellung dazu beziehen. Methodisch eignet sich hierfür eine Gegenüberstellung von Aussagen aus biblischen Texten zur Auferstehung mit Beispielen digitaler Avatare. Ebenso können Fallbeispiele zu künstlicher Intelligenz analysiert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für Trauernde beurteilt werden. Das Medium regt ausdrücklich zur Diskussion darüber an, ob eine digitale Repräsentation Verstorbener bei der Trauer helfen oder Trauerprozesse erschweren kann. Eine weitere Vertiefung ermöglicht das Thema Abschiedskultur. Letzte Beiträge in sozialen Medien können mit biblischen Abschiedstexten oder Abschiedsworten verglichen werden. Dabei sollte auf reale letzte Beiträge Verstorbener sensibel und zurückhaltend zurückgegriffen werden. Alternativ können fiktive Beispiele verwendet werden. Als kreative Sicherung können Lernende einen Psalm, einen letzten digitalen Satz oder ein Gedenkprofil für eine fiktive Person gestalten. Das Medium selbst schlägt entsprechende Schreibaufgaben und die Gestaltung eines digitalen Gedenkprofils vor. Aufgrund der sensiblen Themen Tod, Trauer und Suizid ist eine behutsame didaktische Rahmung besonders wichtig. Persönliche Erfahrungen mit Tod und Verlust sollten niemals eingefordert werden. Aufgaben können grundsätzlich anhand fiktiver Personen bearbeitet werden und Lernende sollten die Möglichkeit erhalten, sich bei belastenden Fragestellungen zurückzunehmen. Insgesamt eignet sich das Medium besonders für einen problemorientierten und diskursiven Religionsunterricht, da es eine aktuelle technologische Entwicklung mit klassischen Menschheitsfragen verbindet: Was macht einen Menschen aus, was bedeutet Identität, was bleibt nach dem Tod und worin unterscheidet sich die Hoffnung auf Auferstehung von dem Versuch, menschliche Präsenz technisch zu bewahren?

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 1. Sterben und Tod, Erlösung und Auferstehung.

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urheberrechtlich geschützt

10.6.2025

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