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Katholisches Filmwerk

Katholisches Filmwerk

Begleitmaterial zum Film Bottled Life – Nestlés Geschäfte mit Wasser

Veröffentlichung:2.6.2025

Der Dokumentarfilm „Bottled Life – Das Geschäft mit dem Wasser“ beschäftigt sich mit der Frage, ob Wasser eine frei verfügbare Lebensgrundlage oder eine wirtschaftliche Handelsware ist. Im Mittelpunkt steht die weltweite Vermarktung von Trinkwasser durch den internationalen Lebensmittelkonzern Nestlé. Der Schweizer Journalist Res Gehriger recherchiert in verschiedenen Ländern und zeigt, wie Unternehmen Wasserquellen nutzen, welche wirtschaftlichen Interessen dahinterstehen und welche Folgen dies für die Bevölkerung und die Umwelt haben kann. Der Film stellt unterschiedliche Positionen gegenüber und regt dazu an, über die Verantwortung von Unternehmen, Staaten und Verbraucherinnen und Verbrauchern nachzudenken. Gleichzeitig werden grundlegende Fragen nach Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und den Menschenrechten aufgeworfen.

Dokumentarfilm über die globalen Wasseraktivitäten von Nestlé, der kritisch beleuchtet, wie ein Konzern mit abgefülltem Trinkwasser Milliardengewinne erzielt. Der Film führt durch USA, Pakistan und Nigeria und thematisiert Wassermangel, Menschenrechte und Konzernverantwortung.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe im Rahmen der Themen Schöpfungsverantwortung, Bewahrung der Schöpfung, globale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Nachhaltigkeit, Wirtschaftsethik und christliche Soziallehre. Der Film eröffnet einen aktuellen und lebensnahen Zugang zur Frage, welche Verantwortung Menschen für die natürlichen Lebensgrundlagen tragen und wie wirtschaftliche Interessen mit dem Gemeinwohl in Einklang gebracht werden können. Die Lernenden können zunächst ihre Vorstellungen über den Wert von Wasser sammeln und anschließend untersuchen, welche Bedeutung Wasser in ihrem eigenen Alltag besitzt. Im weiteren Unterricht lassen sich biblische Bezüge herstellen, etwa zur Schöpfungserzählung, zu Wasser als Zeichen des Lebens oder zur Taufe als Symbol für neues Leben. Ebenso können die Prinzipien der christlichen Soziallehre wie Gemeinwohl, Solidarität, Gerechtigkeit und Verantwortung für die Schöpfung erarbeitet werden. Methodisch eignen sich Gruppenarbeiten zu verschiedenen Interessengruppen, Quellenanalysen, eine Pro und Contra Diskussion über die Privatisierung von Wasser, Rollenspiele mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Perspektiven oder die Entwicklung eigener Handlungsmöglichkeiten für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser. Darüber hinaus kann der Film mit aktuellen Beispielen aus den Bereichen Klimawandel, Ressourcenknappheit und globaler Handel verknüpft werden. Das Medium fördert ethische Urteilsfähigkeit, kritisches Denken, Medienkompetenz sowie die Bereitschaft, Verantwortung für Mensch und Umwelt zu übernehmen. Zugleich regt es dazu an, die christliche Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung als konkreten Auftrag für das eigene Handeln zu verstehen.

Der Film eignet sich für den fächerübergreifenden Unterricht ab Sekundarstufe I (ab Klasse 9) und II in Fächern wie Geografie, Politik, Wirtschaft, Ethik und Religion. Das didaktische Material ist handlungsorientiert, kontrovers und auf intensive Diskussions- und Projektarbeit angelegt. Thematisch im Zentrum stehen Wasser als Menschenrecht, Privatisierung öffentlicher Güter, Globalisierungskritik, Bluewashing, Konsumkritik und Corporate Social Responsibility. Methoden umfassen: Filmanalyse, Streitgespräche, kritische Textproduktion, Internetrecherche, Rollenspiele, Gestaltung von Flugblättern, Projekttagen, Wassersparaktionen und öffentliche Diskussionen. Der Film erlaubt eine vertiefte Auseinandersetzung mit ethisch-ökologischen Fragen der globalen Gerechtigkeit und animiert zu eigenständigem politischen Handeln.

Fragestellungen zum Medium mit Antworten


Worum geht es in dem Dokumentarfilm?

Der Film untersucht das weltweite Geschäft mit abgefülltem Trinkwasser und stellt die Frage, ob Wasser ein Menschenrecht oder eine Handelsware ist.


Warum steht Nestlé im Mittelpunkt des Films?

Der Film untersucht die Geschäftspraktiken des Unternehmens, da es zu den weltweit größten Anbietern von abgefülltem Trinkwasser gehört.


Welche Folgen kann die wirtschaftliche Nutzung von Wasser haben?

Der Film zeigt, dass die Nutzung von Wasserquellen Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung, auf die Umwelt und auf lokale Gemeinschaften haben kann.


Warum ist Wasser ein Menschenrecht?

Sauberes Trinkwasser ist eine unverzichtbare Voraussetzung für Leben, Gesundheit und Menschenwürde. Deshalb betrachten die Vereinten Nationen den Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht.


Welche Verbindung besteht zwischen dem Film und dem Religionsunterricht?

Der Film eröffnet die Möglichkeit, über Verantwortung für die Schöpfung, Gerechtigkeit, Solidarität und den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen nachzudenken.


Welche Bedeutung hat Wasser in der Bibel?

Wasser steht in der Bibel für Leben, Reinigung, Rettung und neues Leben. Es spielt unter anderem in der Schöpfungserzählung, beim Auszug Israels durch das Schilfmeer und in der Taufe eine zentrale Rolle.


Welche Verantwortung tragen Verbraucherinnen und Verbraucher?

Durch bewusste Konsumentscheidungen können sie nachhaltige Produkte unterstützen und sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen einsetzen.


Welche christlichen Werte werden durch das Thema angesprochen?

Im Mittelpunkt stehen Gerechtigkeit, Solidarität, Verantwortung für die Schöpfung, Achtung der Menschenwürde und der Einsatz für das Gemeinwohl.


Welche Kompetenzen können die Lernenden durch die Arbeit mit dem Medium erwerben?

Sie entwickeln die Fähigkeit, wirtschaftliche, ethische und religiöse Fragestellungen miteinander zu verbinden, unterschiedliche Positionen kritisch zu beurteilen und eigene verantwortliche Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.


Welche Botschaft vermittelt das Medium?

Der Film macht deutlich, dass Wasser weit mehr ist als eine wirtschaftliche Ressource. Es ist eine unverzichtbare Lebensgrundlage aller Menschen. Aus christlicher Sicht erwächst daraus die Verantwortung, die Schöpfung zu bewahren, gerecht mit natürlichen Ressourcen umzugehen und sich für den Zugang aller Menschen zu sauberem Trinkwasser einzusetzen.

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