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Hyperbole

Hyperbole

Frag einen Mönch

Nikodemus Schnabel über Zölibat, Abtreibungen, Homo-Ehe & Kindesmissbrauch

Veröffentlichung:28.5.2025

Der Kurzfilm stellt den Benediktinermönch Pater Nikodemus Schnabel vor, der in einem Kloster in Jerusalem lebt und in einem offenen Frage Antwort Gespräch Einblicke in sein Leben, seinen Glauben und seinen Alltag gibt. Er berichtet von seiner Berufung zum Klosterleben, erklärt den Tagesablauf eines Mönchs und beantwortet persönliche sowie gesellschaftlich kontroverse Fragen zu Zölibat, Liebe, Sexualität, Frauen im Priesteramt, Homosexualität, Missbrauch in der Kirche, Evolution, Zweifeln am Glauben und dem Zusammenleben mit Menschen anderer Religionen. Das Video vermittelt ein authentisches Bild des klösterlichen Lebens und zeigt, dass Glaube ein lebenslanger Weg ist, der von Fragen, Hoffnungen und persönlichen Entscheidungen geprägt wird.

Claudius Schnabel, heute bekannt als Pater Nikodemus, lebt seit 2003 als Benediktinermönch im Kloster Dormitio in Jerusalem. In diesem Video des Formats Hyperbole beantwortet er offen und sympathisch die Fragen der Community: Wie ist das Leben im Kloster? Darf ein Mönch lachen, zweifeln oder sich verlieben? Und wie sieht der Alltag in einer der heiligsten Städte der Welt aus? Zwischen Spiritualität, strengen Regeln und persönlichem Glauben gibt Pater Nikodemus ehrliche Einblicke in sein ungewöhnliches Leben – mitten in Jerusalem, zwischen Religion, Politik und persönlicher Berufung.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, wenn Themen wie Berufung, Klosterleben, Orden, katholische Kirche, Glaubensbiografien oder aktuelle Herausforderungen der Kirche behandelt werden. Das Video bietet einen lebensnahen Zugang, da viele Fragen von Jugendlichen stammen und offen beantwortet werden. Die Lernenden können zunächst ihre Vorstellungen vom Leben in einem Kloster sammeln und diese anschließend mit den Aussagen des Mönchs vergleichen. Dabei wird deutlich, dass das klösterliche Leben von Gebet, Gemeinschaft, Arbeit und Studium geprägt ist. Ebenso eröffnet das Medium Gespräche über persönliche Lebensentscheidungen, Berufung und die Frage, welche Rolle Glaube für das eigene Leben spielen kann. Die Aussagen des Mönchs zu Zweifeln am Glauben, zum Verhältnis von Glaube und Naturwissenschaft, zur Rolle der Frauen in der Kirche oder zum Umgang mit Homosexualität laden zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen innerhalb der katholischen Kirche ein. Methodisch eignen sich Partnergespräche, eine Pro und Contra Diskussion zu ausgewählten Aussagen, Gruppenarbeiten zu den Gelübden eines Ordens, die Analyse von Berufungsgeschichten in der Bibel oder ein Vergleich verschiedener Lebensformen in Kirche und Gesellschaft. Darüber hinaus kann das Video Anlass sein, über den interreligiösen Dialog und den respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Glaubensüberzeugungen nachzudenken. Das Medium fördert religiöse Sprachfähigkeit, Urteilsbildung und die Bereitschaft, unterschiedliche Lebensentwürfe wertzuschätzen.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


Warum ist Pater Nikodemus ins Kloster eingetreten?

Er beschreibt seine Entscheidung als eine Form der Berufung und der Liebe. Er fühlte sich vom klösterlichen Leben und von Jerusalem besonders angezogen.


Welche Voraussetzungen braucht man für den Eintritt in ein Kloster?

Neben körperlicher und seelischer Gesundheit sind Teamfähigkeit, die Bereitschaft zum gemeinschaftlichen Leben sowie der Wunsch, Gott zu suchen, wichtig.


Wie sieht der Alltag eines Mönchs aus?

Der Tagesablauf besteht aus Gebet, gemeinschaftlichem Essen, Arbeit, Studium und Freizeit. Das Leben folgt einem festen Rhythmus.


Besitzen Mönche eigenes Geld?

Nein. Das persönliche Einkommen gehört dem Kloster und auch Ausgaben werden gemeinschaftlich getragen.


Wie steht der Mönch zu Liebe und Sexualität?

Er betont, dass Liebe zu den wichtigsten Erfahrungen des Menschen gehört. Das klösterliche Leben versteht er jedoch als eine besondere Berufung, nicht als Ablehnung von Liebe oder Sexualität.


Wie äußert sich Pater Nikodemus zum Missbrauch in der Kirche?

Er bezeichnet den Missbrauch als furchtbares Verbrechen und kritisiert besonders das Versagen kirchlicher Strukturen, die die Taten ermöglichten.


Wie beurteilt er Homosexualität?

Er spricht sich für einen respektvollen Umgang aus und hält eine erneute Auseinandersetzung der Kirche mit diesem Thema für notwendig.


Wie erklärt er seine Haltung zur Evolution?

Er sieht keinen Widerspruch zwischen Evolutionstheorie und christlichem Glauben und betrachtet beide als miteinander vereinbar.


Welche Rolle spielen Zweifel im Glauben?

Er erklärt, dass Zweifel zum Glauben dazugehören. Glaube sei kein fertiger Zustand, sondern ein lebenslanger Prozess des Suchens und Fragens.


Welche Bedeutung hat der interreligiöse Dialog für ihn?

Er berichtet von Freundschaften mit Rabbinern und Imamen und beschreibt den Austausch mit Menschen anderer Religionen als große Bereicherung.


Welche Botschaft vermittelt das Video?

Das Video zeigt, dass christlicher Glaube, Berufung und klösterliches Leben keine Weltflucht bedeuten, sondern einen bewussten Lebensweg darstellen, der Offenheit, Gemeinschaft, Verantwortung und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen und Fragen einschließt.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.4b Evangelisch-katholisches Gemeinschaftsprojekt: Evangelisch – Katholisch.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.3 Konfessionen wahrnehmen und verstehen: Reformation und Ökumene.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Katholisch – Evangelisch: Ist das nicht dasselbe?

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