Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe sowie für fächerübergreifenden Unterricht mit Geographie, Politik, Ethik und Sozialkunde. Im Religionsunterricht eröffnet der Film zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den Themen Schöpfungsverantwortung, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Gemeinwohl und Verantwortung für zukünftige Generationen. Vor dem Ansehen können die Lernenden ihre eigenen Mobilitätsgewohnheiten reflektieren und diskutieren, welche Bedeutung Mobilität für ihr Leben besitzt. Während des Films empfiehlt sich die Arbeit mit Beobachtungsaufträgen zu den unterschiedlichen Interessen von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie zu den Auswirkungen verschiedener Verkehrskonzepte auf Mensch und Umwelt. Im Anschluss bietet sich eine Auswertung der dargestellten Beispiele an, bei der Chancen und Grenzen nachhaltiger Mobilität kritisch bewertet werden. Methoden wie Pro und Contra Diskussionen, Gruppenarbeit, Zukunftswerkstätten, Rollenspiele oder die Planung einer fahrradfreundlichen Schule beziehungsweise Gemeinde fördern die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema. Ebenso können die Lernenden die Inhalte mit biblischen Impulsen zur Bewahrung der Schöpfung, zur Verantwortung des Menschen für die Welt und zu Fragen globaler Gerechtigkeit verbinden. Das Begleitmaterial stellt hierfür umfangreiche Arbeitsaufgaben zur Vorbereitung des Filmbesuchs, zur Stadtplanung, zum Einfluss der Autoindustrie sowie zur abschließenden Reflexion und Vertiefung bereit. Dadurch eignet sich das Medium sowohl für handlungsorientierte als auch für problemorientierte Unterrichtsformen und unterstützt die Entwicklung von Urteilsfähigkeit sowie die Bereitschaft zu verantwortlichem Handeln.
"Der Film 'Bikes vs Cars' (Regie: Fredrik Gertten) zeigt an internationalen Beispielen den globalen Konflikt zwischen Autoverkehr und Fahrradkultur. Er beleuchtet die Folgen der Autodominanz in Städten für Umwelt, Klima und Gesellschaft sowie die Rolle von Lobbyismus und Aktivismus. Beispiele aus São Paulo, Los Angeles, Kopenhagen oder Toronto illustrieren globale Herausforderungen und individuelle Lösungsansätze.
Das Begleitmaterial bietet fünf strukturierte Aufgabenblöcke: Vorbereitung auf den Film (Verkehrsformen, Umweltwirkungen), Stadtplanung und Verkehrswege, kritische Analyse der Autoindustrie, Lobbyismus und Medienanalyse, sowie eine Schlussreflexion mit kreativen Projektideen. Ziel ist die Entwicklung einer kritischen Haltung zu Mobilität und Nachhaltigkeit.
Im Religions- und Ethikunterricht kann der Film zur Diskussion über Schöpfungsverantwortung, Gerechtigkeit, Verantwortung für die Mitwelt und zivilgesellschaftliches Engagement genutzt werden. Die Auseinandersetzung mit den Sustainable Development Goals (SDGs) – v. a. Ziel 11 (nachhaltige Städte) – bietet interdisziplinäre Anknüpfungspunkte.
Methoden: Filmanalyse, Gruppenarbeit, Planspiel (Stadtplanung), Kreativaufgaben (z. B. Werbespot), Bildanalyse, Rollenspiele, Diskussionen, Projektarbeit. Das Material unterstützt Medienbildung, ökologisches Bewusstsein und ethische Urteilsfähigkeit. Es fördert aktives Lernen und gesellschaftliche Partizipation."