Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht, den Ethikunterricht sowie für Projekte des sozialen Lernens in der Grundschule und der Sekundarstufe I. Die Lernenden setzen sich mit christlichen Werten wie Nächstenliebe, Mitgefühl, Barmherzigkeit und gegenseitigem Respekt auseinander und übertragen diese auf ihre eigene Lebenswelt. Methodisch bietet die Arbeitshilfe vielfältige Möglichkeiten für Filmanalyse, Gesprächskreise, Partner und Gruppenarbeit, Rollenspiele, Perspektivwechsel sowie kreatives Schreiben und Bildgestaltung. Biblische Texte wie das Doppelgebot der Liebe, die Goldene Regel oder das Gleichnis vom barmherzigen Samariter können mit den Erfahrungen der Filmfiguren in Beziehung gesetzt werden. Darüber hinaus können Konfliktsituationen aus dem Schulalltag analysiert und gemeinsam Strategien für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben entwickelt werden. Das Medium stärkt Empathie, Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, sich aktiv gegen Ausgrenzung und Mobbing einzusetzen.
Der Film eignet sich für ältere Jugendliche ab 16 Jahren im Religions-, Ethik- oder Medienunterricht sowie in der pädagogischen Ausbildung. Er zeigt, wie vermeintlich harmlose Erzählrahmen zur Bühne eskalierender Gewalt werden, und wirft Fragen nach Medienwirkung, Vorbildfunktion, Gewaltverherrlichung und Ironie auf. Im Religionsunterricht kann 'Be Nice' genutzt werden, um über die Verantwortung im Umgang mit Sprache und Erzählung, über Medienethik, Gewaltbilder, und Grenzen des Sagbaren nachzudenken. Biblische Bezüge wie die Verantwortung des Wortes, der Umgang mit Gewalt (z. B. Mt 5,38–48) oder die Unschuld von Kindern (Mt 18,1–6) lassen sich einbinden. Didaktisch empfiehlt sich eine stufenweise Annäherung: erste Sichtung und emotionale Reaktion, dann analytisches Arbeiten (Szenenverlauf, Bildsprache, Zitate, symbolische Ebenen, intertextuelle Referenzen wie Apocalypse Now oder das World Trade Center). Methoden: Impulsfragen, Perspektivwechsel (z. B. Tagebuch der Großmutter oder des Enkels), Rollenspiele, kreative Umschreibungen, Diskussionen über mediale Vorbilder und die Rolle von Gewalt in Alltag und Erzählung. Der Film fordert zu intensiver Reflexion über Zumutbarkeit, Medienkompetenz und die Verantwortung Erwachsener im medialen Raum heraus.