Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht, den Ethikunterricht sowie für den fächerübergreifenden Unterricht mit Kunst, Geschichte und Deutsch in der Sekundarstufe II. Nach der Filmsichtung können die Lernenden die Entwicklung der Beziehung zwischen Alma Mahler und Oskar Kokoschka untersuchen und deren Motive sowie Konflikte analysieren. Dabei bietet sich eine Auseinandersetzung mit den Themen Liebe, Freiheit, Verantwortung, Eifersucht und gegenseitiger Achtung an. Im Religionsunterricht können christliche Vorstellungen von Liebe, Menschenwürde, Treue, Freiheit und verantwortlichem Handeln mit den dargestellten Beziehungen verglichen werden. Ebenso lassen sich Fragen nach persönlicher Identität, Selbstverwirklichung und den Grenzen leidenschaftlicher Beziehungen diskutieren. Die historische Einbettung eröffnet zudem einen Zugang zur Kulturgeschichte des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und zur Rolle von Kunst in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Methoden wie Filmanalyse, Figurenanalyse, Bildbetrachtung, Quellenarbeit, Rollenspiele, Diskussionen, kreative Schreibaufgaben und Perspektivwechsel fördern die Urteilsfähigkeit, die Empathie sowie die Fähigkeit der Lernenden, Beziehungen und ethische Fragestellungen differenziert zu reflektieren.
"Der Film eignet sich ab der 10. Klasse (ab 16 Jahren) für den Einsatz in Deutsch, Geschichte, Ethik, Religion und Kunst sowie in der politischen Bildung. Zentrale Themen: Geschlechterrollen, Emanzipation, Selbstbestimmung, künstlerische Freiheit, Biografiefilm, Amour fou, Identität, Macht und Sexualität. Das Begleitmaterial bietet sechs Aufgabenblöcke: zu Geschlechterbildern, Almas Beziehung zu Mahler, Gropius und Kokoschka, ihrer Entwicklung zur unabhängigen Frau, zur Rolle von Licht und Kameratechnik sowie zum filmischen Erzählen.
Methodisch enthält das Material: Filmanalyse, szenisches Spiel, Porträtarbeit, Bildinterpretation, Diskussionen, Recherchen zu historischen Kontexten (Wien um 1900, Erste Republik, Psychoanalyse, Expressionismus), Symbolarbeit, Schreibimpulse sowie kreative Aufgaben (z. B. Moodboards, Posenarbeit, Kostümanalyse). Auch die kontrastierende Kameratechnik (digital vs. analog) wird als filmästhetisches Stilmittel zur Charakterdarstellung thematisiert. Der Film fordert zu kritischer Auseinandersetzung mit Rollenklischees, gesellschaftlicher Konvention und weiblicher Selbstbestimmung auf."