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Katholisches Filmwerk

Katholisches Filmwerk

Begleitmaterial zum Film Alles für meinen Vater

Veröffentlichung:19.5.2025

Der Spielfilm „Alles für meinen Vater“ erzählt die Geschichte des jungen Palästinensers Tarek, der nach dem Wunsch seines Vaters bereit ist, ein Selbstmordattentat in Israel auszuführen. Während seines Aufenthalts in Tel Aviv begegnet er jedoch der jungen Israelin Keren. Durch diese unerwartete Begegnung geraten seine Überzeugungen, seine Loyalität und sein geplanter Auftrag zunehmend ins Wanken. Der Film verzichtet auf einfache Schuldzuweisungen und zeigt stattdessen die menschlichen Folgen eines langjährigen Konflikts. Er macht deutlich, wie Hass, Gewalt, familiäre Erwartungen und politische Überzeugungen das Leben einzelner Menschen prägen, eröffnet aber zugleich Perspektiven auf Mitmenschlichkeit, Begegnung und die Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens. Die begleitende Arbeitshilfe bietet Hintergrundinformationen zum Nahostkonflikt, zur Entstehung des Films sowie zahlreiche Materialien zur ethischen und politischen Auseinandersetzung mit der Handlung.

Das Begleitmaterial zum Spielfilm 'Alles für meinen Vater' (Originaltitel: Sof Shavua B'Tel Aviv, Deutschland/Israel 2008, Regie: Dror Zahavi) erzählt die Geschichte des jungen Palästinensers Tarek, der in Tel Aviv ein Selbstmordattentat verüben will, um die Ehre seines Vaters wiederherzustellen. Ein technischer Defekt zwingt ihn, zwei Tage in der Stadt zu verbringen – eine Zeit, die sein Weltbild und seine Haltung verändert.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht, den Ethikunterricht sowie für den fächerübergreifenden Unterricht mit Politik und Geschichte in der Sekundarstufe II. Aufgrund der sensiblen Thematik sollten die historischen Hintergründe des Nahostkonflikts vor der Filmsichtung gemeinsam erarbeitet werden. Nach dem Film können die Lernenden die Motive der Hauptfiguren analysieren und die Auswirkungen von Gewalt, Feindbildern und Vorurteilen auf das menschliche Zusammenleben reflektieren. Im Religionsunterricht bieten sich Gespräche über Frieden, Versöhnung, Feindesliebe, Menschenwürde und die Verantwortung jedes Einzelnen für gewaltfreie Konfliktlösungen an. Biblische Friedensbotschaften, die Goldene Regel oder die Seligpreisung der Friedensstifter können mit den Erfahrungen der Figuren in Beziehung gesetzt werden. Darüber hinaus ermöglicht der Film eine kritische Auseinandersetzung mit Radikalisierung, persönlicher Verantwortung, Gewissensentscheidungen und den Grenzen ideologischer Überzeugungen. Filmanalyse, Gruppenarbeit, Perspektivwechsel, Debatten, Rollenspiele, Quellenarbeit und kreative Schreibaufgaben fördern die Urteilsfähigkeit, die Empathie sowie die Fähigkeit der Lernenden, komplexe politische und ethische Konflikte differenziert zu betrachten.

Der Film eignet sich für den Unterricht ab Klasse 9 sowie für die außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung. Einsatzfächer: Sozialkunde, Geschichte, Religion, Ethik. Themen: Nahostkonflikt, israelisch-palästinensischer Konflikt, Terrorismus, Identität, Versöhnung, Schuld, Kommunikation, Menschenwürde. Der Film beleuchtet nicht nur politische Spannungen, sondern auch persönliche Lebensgeschichten, die emotionale und ethische Reflexionen ermöglichen. Methodisch bietet das Begleitmaterial differenzierte Fragen zur Filmanalyse, Figurencharakterisierung, biografische Reflexion, interkulturelle Diskussion, Symbolarbeit (z. B. der Spiegel, das Musikmotiv), Szenenanalyse und Diskussionen zu ethischen Dilemmata. Es enthält zudem Lehrplanbezüge, filmtheoretische Hintergründe (Suspense-Strategien, Hitchcock), transkribierte Schlüsselszenen und weiterführende Literatur. Ziel ist die Förderung von Empathie, historisch-politischer Bildung und differenzierter Urteilsbildung zu komplexen Konfliktlagen.

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