Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht, den Ethikunterricht sowie für den fächerübergreifenden Unterricht mit Geschichte in der Sekundarstufe II. Aufgrund der belastenden Inhalte sollte der Film sorgfältig vorbereitet und nachbereitet werden. Nach der Filmsichtung können die Lernenden zunächst ihre Eindrücke in einem geschützten Gespräch austauschen und anschließend die Lebenssituationen der Figuren analysieren. Die Auseinandersetzung mit Schuld, Verantwortung, Gewalt, Menschenrechten und der Würde des Menschen eröffnet vielfältige ethische Fragestellungen. Im Religionsunterricht können christliche Vorstellungen von Vergebung, Versöhnung, Hoffnung und Frieden mit den Erfahrungen der Figuren in Beziehung gesetzt werden. Ebenso bietet sich eine Beschäftigung mit der Friedensethik, dem Schutz der Menschenwürde und der Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben an. Methoden wie Filmanalyse, Quellenarbeit, Tagebucharbeit, Perspektivwechsel, Gruppenarbeit, Diskussionen und kreative Schreibaufgaben fördern historische Urteilskompetenz, Empathie und die Fähigkeit, komplexe moralische Dilemmata differenziert zu reflektieren. Aufgrund der Darstellung sexualisierter Gewalt sollten Lehrkräfte die Lerngruppe altersgerecht begleiten und ausreichend Raum für Fragen und persönliche Reflexion schaffen.
Empfohlen ab Sekundarstufe II sowie für Erwachsenenbildung, Studienseminare, politische und historische Bildungsarbeit. Fächer: Geschichte, Ethik, Religion, Deutsch, Sozialkunde, Gender Studies. Der Film thematisiert sexualisierte Gewalt im Krieg, Geschlechterverhältnisse, Opfer-Täter-Dynamiken, Tabuisierung, Überlebensstrategien, Würde, Trauma, Erinnerungskultur, Kriegserfahrungen von Frauen. Das Begleitmaterial enthält Hintergrundtexte, didaktische Module, historische Kontexte, Impulsfragen und Reflexionsaufgaben. Methoden: Textarbeit (Tagebuchauszüge), Filmanalyse, Rollenbiografie, Standbilder, Diskussion, szenisches Spiel, kreative Schreibaufträge, Symbolarbeit, Vergleiche mit heutigen Konfliktzonen. Das Material sensibilisiert für differenzierte historische Urteilsbildung, Menschenrechte, die Konstruktion von Erinnerung sowie die Rolle von Frauen in Krieg und Frieden. Es fördert einen kritischen Umgang mit Geschlechterbildern, Sprache und historischen Quellen. Auch geeignet für Gedenkstättenpädagogik und interdisziplinäre Projekte.