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Katholisches Filmwerk

Katholisches Filmwerk

Begleitmaterial zum Film Anja & Bine und der Totengräber

Veröffentlichung:19.5.2025

Die Dokumentation „Anja Bine Totengräber“ begleitet eine Frau, die als Totengräberin arbeitet, und eröffnet einen einfühlsamen Einblick in ihren außergewöhnlichen Beruf. Der Film zeigt ihren Arbeitsalltag zwischen Beisetzungen, der Vorbereitung von Grabstätten und den Begegnungen mit trauernden Angehörigen. Gleichzeitig wird deutlich, dass ihre Tätigkeit weit über körperliche Arbeit hinausgeht. Sie begegnet Menschen in einer der schwierigsten Phasen ihres Lebens mit Respekt, Mitgefühl und Würde. Die Dokumentation regt dazu an, über Tod, Vergänglichkeit, Trauer, Erinnerung und den würdevollen Umgang mit Verstorbenen nachzudenken. Die begleitende Arbeitshilfe vertieft diese Themen durch Hintergrundinformationen, Arbeitsmaterialien und methodische Anregungen, die sowohl persönliche als auch gesellschaftliche und religiöse Perspektiven auf den Tod erschließen.

Das Begleitmaterial zum Kurzspielfilm 'Anja & Bine und der Totengräber' (Deutschland 1998, Regie: Andrea Katzenberger) begleitet die Geschichte zweier neunjähriger Mädchen, die sich auf kindlich-fantastische Weise mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Die fantasievolle Bine stirbt am Ende des Sommers, was einen tiefgreifenden Entwicklungsprozess bei der vorsichtigen Anja auslöst.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht ab der Sekundarstufe sowie für den Ethikunterricht. Nach einer gemeinsamen Filmsichtung können die Lernenden ihre Eindrücke und Fragen zum Umgang mit Tod und Trauer austauschen. Anschließend bietet sich eine Analyse der Aufgaben einer Totengräberin sowie der Bedeutung von Bestattungsritualen und Friedhöfen für die Gesellschaft an. Im Religionsunterricht können christliche Vorstellungen von Sterben, Auferstehung, Hoffnung und ewigen Leben mit den Erfahrungen aus dem Film verbunden werden. Biblische Texte über Trost, Hoffnung und Auferstehung sowie kirchliche Begräbnisrituale eröffnen weiterführende Zugänge. Darüber hinaus können unterschiedliche religiöse und kulturelle Bestattungsformen verglichen werden. Kreative Schreibaufgaben, Gesprächskreise, Rollenspiele, Symbolarbeit, Bildbetrachtungen und Biografiearbeit fördern die persönliche Auseinandersetzung mit Abschied, Verlust und Hoffnung. Die Arbeitshilfe bietet vielfältige methodische Impulse, um Empathie, Reflexionsfähigkeit und einen respektvollen Umgang mit existenziellen Fragen der Lernenden zu stärken.

Geeignet ab dem 3. Schuljahr in der Grundschule sowie in der Hauptschule und Sekundarstufe I. Der Film thematisiert Tod, Trauer, Freundschaft, kindliche Todeskonzepte, kommunikativen Umgang mit Verlust, kindliche Fantasie und persönliche Entwicklung. Die fünf Abschnitte des Films – von der 'Fülle des Lebens' über 'Totentanz' bis zum 'Vermächtnis' – bieten zahlreiche didaktische Anknüpfungspunkte. Das Begleitmaterial empfiehlt Arbeitsmethoden wie Filmanalyse, Rollenspiel, Gespräche über eigene Verlusterfahrungen, Friedhofsbesuche, symbolische Grabgestaltung, Testamente schreiben und kreative Ausdrucksformen. Lehrplanbezüge bestehen insbesondere in den Fächern Religion, Ethik, Deutsch und Sozialkunde. Ziel ist die behutsame Annäherung an Tod und Trauer, die Förderung von Selbstreflexion, Gesprächsfähigkeit und emotionaler Resilienz. Der Film sensibilisiert auch Erwachsene im Umgang mit kindlicher Trauer.

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