Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders ab der neunten Klasse sowie für die Sekundarstufe II. Der Film kann als Ausgangspunkt für Unterrichtseinheiten zu Menschenrechten, sozialer Gerechtigkeit, Frieden, Gewissensentscheidungen oder christlicher Verantwortung genutzt werden. Ein motivierender Einstieg gelingt über aktuelle Nachrichten zu internationalen Krisen oder über die Frage, welche Verantwortung wohlhabende Staaten gegenüber Menschen in Krisengebieten tragen. Während des Films können die Lernenden Beobachtungsaufträge zu den Figuren Susanne und Zola bearbeiten und deren unterschiedliche Wertvorstellungen vergleichen. Im Anschluss bieten sich Diskussionen über Verantwortung, Schuld, Solidarität und christliche Nächstenliebe an. Biblische Bezüge lassen sich unter anderem zur Geschichte vom barmherzigen Samariter, zum Weltgericht nach Matthäus 25 oder zur Friedensbotschaft der Bergpredigt herstellen. Die umfangreiche Arbeitshilfe enthält vielfältige Materialien, darunter Methoden zum Einstieg und zur Auswertung, Arbeitsaufträge zu den Hauptfiguren, kreative Schreibaufgaben, Informationen über Kenia, Aufgaben zu Terrorismus und Friedensmissionen sowie digitale H5P Materialien. Dadurch eignet sich das Medium sowohl für Einzelstunden als auch für umfangreiche Unterrichtsreihen und ermöglicht fachübergreifende Verbindungen zu Politik, Geschichte und Ethik.
"Der Kurzspielfilm ADISA (29 Minuten) erzählt die Geschichte der EU-Abgesandten Susanne Schneider, die in Kenia die Auswirkungen eines terroristischen Überfalls auf ein Dorf nahe der somalischen Grenze begutachten soll. Während des Besuchs kommt es zu einem tragischen Unfall: Ein Kind wird durch den Konvoi überfahren. Der Film begleitet Susanne auf einer emotionalen Reise vom politischen Funktionieren zur menschlichen Betroffenheit. Die Handlung basiert auf einer wahren Begebenheit, die filmisch dramatisiert wurde.
Das Begleitmaterial bietet eine ausführliche Inhaltsangabe, Hintergrundinformationen und didaktische Anregungen. Der Film eignet sich für den Einsatz in der schulischen Bildung ab der 9. Klasse (empfohlen für Oberstufe), sowie in der Jugend- und Erwachsenenbildung. Fächerübergreifend kann er in Ethik, Religion, Politik/Sozialkunde, Geschichte oder Geografie eingesetzt werden.
Didaktisch kann der Film genutzt werden zur Förderung von Empathie, ethischer Urteilsbildung, Perspektivenwechsel und interkulturellem Lernen. Methoden wie Szenenbeobachtung, Zitatanalyse, Rollen- und Perspektivwechsel, Fortsetzungsschreiben, medienkritische Analyse und Hintergrundrecherche zu Terrorismus, Fluchtursachen und Entwicklungspolitik ermöglichen einen vielfältigen Zugang.
Zentrale Themen sind: internationale Beziehungen, Friedensmissionen, Mitmenschlichkeit, Eltern-Kind-Beziehungen, Verantwortung und Medieninszenierung. Auch der sogenannte White Savior Complex sowie postkoloniale Machtverhältnisse werden reflektiert. Die Zielgruppe umfasst Schüler:innen ab ca. 14 Jahren, Lehrkräfte, Bildungsreferent:innen und Dozent:innen in der politischen Bildung."