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Domradio | Das Konklave

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Das Papsttum | Ep. 9

Veröffentlichung:29.4.2025

Dieser Podcast „Das Konklave“ mit mehr als zwanzig Folgen erklärt und berichtet zur Wahl des Papstes und zum verstorbenen Papst Franziskus.

In dieser Episode dreht sich alles um die verschiedenen Facetten des Papsttums und den Jerusalemer Patriarchen Pierbattista Pizzaballa.

Der Podcast erläutert die Entstehung, Aufgaben und Bedeutung des Papstamtes und zeigt, weshalb der Papst bis heute eine einzigartige Stellung innerhalb der katholischen Kirche und der Weltgemeinschaft besitzt. Ausgehend vom feierlichen Ruf „Habemus Papam“ wird erklärt, wie sich das Papstamt aus dem Dienst des Apostels Petrus entwickelte und warum der Papst als dessen Nachfolger gilt. Das Medium beschreibt die Aufgaben des Papstes als Bischof von Rom, Oberhaupt der katholischen Kirche und Staatsoberhaupt des Vatikanstaates. Darüber hinaus werden die Bedeutung des Dogmas der päpstlichen Unfehlbarkeit, die weltweite diplomatische Rolle des Heiligen Stuhls sowie die moralische Autorität des Papstes in Fragen von Frieden, Gerechtigkeit, Migration und Schöpfungsverantwortung erläutert. Ebenso zeigt das Video, wie sich das Papstamt im Laufe der Geschichte verändert hat und welche Bedeutung der Heilige Geist nach katholischem Verständnis bei der Wahl eines neuen Papstes besitzt. Ergänzend werden aktuelle Papstkandidaten wie Pierbattista Pizzaballa vorgestellt und ihre mögliche Rolle für die Zukunft der Kirche eingeordnet.

Insgesamt macht diese Folge deutlich, wie vielschichtig das Papstamt ist – es vereint spirituelle, politische und menschliche Aspekte. Der Papst ist nicht nur religiöses Oberhaupt, sondern auch moralisches Gewissen, Brückenbauer und Zeichen der Einheit. Mit dem Tod von Papst Franziskus beginnt nun eine neue Phase, in der die Welt gespannt auf das nächste Kapitel dieses einzigartigen Amtes blickt.

In der neunten Folge des Podcasts Das Konklave widmen sich die Moderator:innen Tobias und Susanne gemeinsam mit dem domradio.de-Chefredakteur Renardo Schlegelmilch dem Papsttum als Institution. Ausgehend vom berühmten Ausruf „Habemus Papam“ nach einer Papstwahl beleuchten sie, was das Amt des Papstes im Kern ausmacht, welche Bedeutung es für Kirche und Welt hat und warum es das Papsttum überhaupt gibt. Anders als in der evangelischen Kirche, die ohne ein zentrales Oberhaupt auskommt, hat das katholische Papstamt eine fast 2000-jährige Tradition. Es geht zurück auf den Apostel Petrus, den Jesus laut katholischem Verständnis als obersten Hirten eingesetzt hat. Jeder Papst sieht sich daher als Nachfolger Petri und zugleich als Bischof von Rom.

Im Laufe der Geschichte wurde aus dieser Rolle ein Amt mit enormer religiöser und politischer Macht. Besonders im Mittelalter waren Päpste nicht nur geistliche, sondern auch weltliche Herrscher. Heute hat der Papst eine klar umrissene Rolle: Er steht an der Spitze der Weltkirche, leitet das Bischofskollegium, bewahrt die Einheit der Kirche und vertritt sie nach außen. Ein theologisches Alleinstellungsmerkmal ist das Dogma der Unfehlbarkeit, das aber nur unter bestimmten Bedingungen greift, nämlich wenn der Papst „ex cathedra“ in Glaubens- und Sittenfragen spricht. Solche Entscheidungen sind selten, haben aber großes Gewicht – wie etwa die Dogmatisierung der Mariä Himmelfahrt im Jahr 1950.

Neben dieser lehrmäßigen Autorität ist die moralische Stimme des Papstes weltweit von großer Bedeutung. Päpste wie Franziskus sprechen regelmäßig über globale Probleme wie den Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, Migration und Frieden. Die Enzyklika Laudato si’ etwa ist ein Appell zur ökologischen Umkehr und zeigt, wie stark sich das Papsttum in gesellschaftliche Debatten einbringt. Dabei bleibt das Amt trotz aller Modernisierung – etwa durch Reisen, Social Media oder Sprachvielfalt – stets mit einer spirituellen Tiefe verbunden. Der Papst gilt als Stellvertreter Christi auf Erden, als Brücke zwischen Tradition und Gegenwart. Diese besondere geistliche Dimension wird besonders im Konklave deutlich: Die Kardinäle rufen den Heiligen Geist an, damit er sie bei der Wahl des neuen Papstes leite. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und Kardinal Walter Kasper schildern eindrucksvoll, wie sie im Gebet und in der geistlichen Unterscheidung Gottes Willen zu erkennen hoffen.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II im Themenbereich Kirche, Papsttum und Kirchengeschichte. Als Einstieg können die Lernenden zusammentragen, welche Aufgaben sie mit dem Papst verbinden und welche Unterschiede zwischen dem Papst und anderen kirchlichen Leitungsämtern bestehen. Anschließend empfiehlt sich die Erarbeitung einer Übersicht über die verschiedenen Funktionen des Papstes als Bischof von Rom, Nachfolger des Apostels Petrus, Oberhaupt der katholischen Kirche und Staatsoberhaupt des Vatikanstaates. Die Ausführungen zur päpstlichen Unfehlbarkeit bieten eine gute Gelegenheit, verbreitete Missverständnisse aufzuklären und die theologischen Voraussetzungen dieser Lehre zu erläutern. Besonders gewinnbringend ist eine Diskussion darüber, weshalb der Papst trotz fehlender militärischer oder wirtschaftlicher Macht weltweit politischen und gesellschaftlichen Einfluss besitzt. Ebenso kann die Bedeutung des Heiligen Geistes für kirchliche Entscheidungsprozesse anhand biblischer Texte zu Pfingsten und zur Sendung der Apostel vertieft werden. Die Lernenden können außerdem untersuchen, wie sich das Papstamt im Laufe der Geschichte verändert hat und welche Erwartungen heute an einen Papst gestellt werden. Das Medium verbindet kirchengeschichtliches Lernen, theologisches Grundwissen und aktuelle kirchliche Entwicklungen und fördert die Fähigkeit, religiöse Leitungsstrukturen kritisch und differenziert zu beurteilen.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


1. Warum gibt es das Papstamt?

Nach katholischem Verständnis setzte Jesus den Apostel Petrus als Hirten der Kirche ein. Der Papst gilt als dessen Nachfolger.


2. Welche Aufgaben hat der Papst?

Er leitet die katholische Kirche, stärkt die Einheit der Gläubigen, verkündet den Glauben und vertritt den Heiligen Stuhl weltweit.


3. Warum wird der Papst auch Bischof von Rom genannt?

Weil das Papstamt aus dem Bischofsamt der Stadt Rom hervorgegangen ist.


4. Was bedeutet der Ruf „Habemus Papam“?

Er bedeutet „Wir haben einen Papst“ und verkündet offiziell die Wahl eines neuen Kirchenoberhauptes.


5. Was versteht die katholische Kirche unter der päpstlichen Unfehlbarkeit?

Sie gilt nur für sehr seltene endgültige Lehrentscheidungen in Glaubens und Sittenfragen, wenn der Papst ausdrücklich Ex Cathedra spricht.


6. Ist der Papst in allen Aussagen unfehlbar?

Nein. Die Unfehlbarkeit bezieht sich ausschließlich auf bestimmte feierliche Glaubensentscheidungen unter genau festgelegten Voraussetzungen.


7. Warum besitzt der Papst weltweit Einfluss?

Vor allem wegen seiner moralischen Autorität und seines Einsatzes für Frieden, Gerechtigkeit, Menschenwürde und die Bewahrung der Schöpfung.


8. Welche Rolle spielt der Heilige Geist bei der Papstwahl?

Nach katholischem Glauben begleitet der Heilige Geist die Kardinäle bei ihrer Entscheidung und hilft ihnen, verantwortungsvoll zu wählen.


9. Warum ist der Papst zugleich Staatsoberhaupt?

Er steht an der Spitze des Vatikanstaates und vertritt den Heiligen Stuhl in den internationalen Beziehungen.


10. Welche Bedeutung hatte Papst Franziskus für die Entwicklung des Papstamtes?

Er betonte Bescheidenheit, Nähe zu den Menschen, soziale Verantwortung und den Schutz der Schöpfung.


11. Welche Erwartungen werden an einen neuen Papst gestellt?

Er soll die Einheit der Kirche stärken, Orientierung geben, glaubwürdig handeln und auf die Herausforderungen der Gegenwart antworten.


12. Welche Kompetenzen erwerben die Lernenden durch die Arbeit mit diesem Medium?

Sie lernen Ursprung und Aufgaben des Papstamtes kennen, verstehen die Bedeutung des Heiligen Geistes und des kirchlichen Lehramtes, ordnen die Rolle des Papstes in Kirche und Welt ein und entwickeln begründete Urteile über Verantwortung, Leitung und Glaubwürdigkeit kirchlicher Institutionen.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.4b Evangelisch-katholisches Gemeinschaftsprojekt: Evangelisch – Katholisch.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.3 Konfessionen wahrnehmen und verstehen: Reformation und Ökumene.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Katholisch – Evangelisch: Ist das nicht dasselbe?

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