Im dritten Teil der Videoreihe zur Nachhaltigkeit wird die zentrale Frage behandelt, ob unsere Gesellschaft tatsächlich nachhaltig handelt. Ausgehend von der weit akzeptierten Definition von Nachhaltigkeit – also dem Prinzip, so zu handeln, dass die Bedürfnisse zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden – fällt die Bewertung ernüchternd aus: Unsere Gesellschaft agiert aktuell nicht nachhaltig.
Besonders deutlich wird das im ökologischen Bereich. Der verstärkte Einsatz fossiler Energieträger wie Erdöl, Kohle und Erdgas zur Stromerzeugung, Mobilität und industriellen Produktion führt zu erheblichen CO2-Emissionen und trägt maßgeblich zur Erderwärmung bei. Auch im Bereich der Ökonomie bestehen berechtigte Zweifel an der Nachhaltigkeit staatlicher Finanzsysteme und der Rentenversicherung, deren Stabilität für kommende Generationen infrage steht. Sozial betrachtet wird zudem ein Rückgang des gesellschaftlichen Zusammenhalts beobachtet – ein alarmierendes Zeichen für die langfristige Stabilität unserer Gesellschaft.
Das Video beleuchtet darüber hinaus kritisch die Praxis sogenannter nachhaltiger Unternehmen. Anhand eines Beispiels eines deutschen Modeunternehmens wird gezeigt, wie Marketing und Realität auseinanderklaffen: Kleidung wird bereits dann als nachhaltig beworben, wenn ein kleiner Teil – beispielsweise nur ein Prozent – aus als „schonend“ deklarierten Rohstoffen besteht. Was genau als „schonend“ gilt, bleibt dabei unklar. Die Analyse deckt auf, dass weder Produktionsverfahren noch Lieferketten oder soziale Aspekte – wie faire Löhne – tatsächlich Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Vielmehr wird der Begriff „Nachhaltigkeit“ hier als Marketinginstrument genutzt und führt zur bewussten Irreführung von Verbraucherinnen und Verbrauchern.