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Stiftung Vernetzt denken

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Welche Bedürfnisse haben Menschen? Teil 1

Veröffentlichung:7.3.2024

Dieses Video untersucht die Frage: „Welche Bedürfnisse haben Menschen – heute und in Zukunft?“ Zur didaktischen Strukturierung ist das Video in vier überschaubare Teile gegliedert. Der erste Teil – das vorliegende Video – dient der Einführung in das Thema und behandelt die grundlegenden Fragen, was Bedürfnisse sind und wie der Begriff der Nachhaltigkeit definiert wird.

In den Folgeteilen lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst unterschiedliche Bedürfnisarten und die Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow kennen. Danach wird erarbeitet, welche Bedürfnisse für zukünftige Generationen relevant sein könnten. Abschließend folgt eine Zusammenfassung zentraler Erkenntnisse.

Lernziele des ersten Videos sind unter anderem, dass die Lernenden ihre eigenen Bedürfnisse besser erkennen und diese klar von Wünschen abgrenzen können. Dadurch sollen sie in die Lage versetzt werden, bewusster zu reflektieren, welche Interessen lebensnotwendig sind und welche lediglich auf Konsum oder äußere Einflüsse – etwa Werbung – zurückzuführen sind. Weiterhin soll ein grundlegendes Verständnis für die Konzepte der Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit entwickelt werden, da Bedürfnisse innerhalb dieser Konzepte eine zentrale Rolle spielen.

Vereinfacht formuliert zielt Nachhaltigkeit darauf ab, dass heutige Bedürfnisse so erfüllt werden, dass auch zukünftige Generationen unter guten Bedingungen leben können. Dies betrifft insbesondere unseren Umgang mit natürlichen Ressourcen. Der zentrale Gedanke dabei lautet: Die heutigen Bedürfnisse sollen so befriedigt werden, dass die Möglichkeiten nachfolgender Generationen zur Erfüllung ihrer eigenen Bedürfnisse nicht eingeschränkt werden.

Das Video bietet eine verständliche Einführung in das Thema Bedürfnisse und zeigt deren zentrale Bedeutung für Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit. Zu Beginn wird erklärt, warum die Unterscheidung zwischen Bedürfnissen und Wünschen für verantwortungsvolles Handeln unverzichtbar ist. Anschließend wird das Nachhaltigkeitsprinzip erläutert: Die heutige Generation soll ihre Bedürfnisse so erfüllen, dass auch zukünftige Generationen ihre grundlegenden Bedürfnisse noch befriedigen können. Mithilfe anschaulicher Beispiele wie Wasser, Freundschaft, Schmuck, Sportwagen oder Pokalen verdeutlicht das Video den Unterschied zwischen lebensnotwendigen Bedürfnissen und darüber hinausgehenden Wünschen. Als wissenschaftliche Grundlage wird die Definition von Len Doyal und Ian Gough vorgestellt. Danach ist ein Bedürfnis etwas, das notwendig ist, um schwerwiegende körperliche oder psychische Schäden zu vermeiden. Wünsche hingegen können das Leben bereichern, sind jedoch für das menschliche Überleben und Wohlergehen nicht zwingend erforderlich. Das Video bereitet zugleich auf die folgenden Teile der Reihe vor, in denen unterschiedliche Bedürfnisarten sowie die Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow behandelt werden.

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Das Video eignet sich hervorragend für den Religionsunterricht, Ethikunterricht sowie den Politikunterricht der Sekundarstufe. Es ermöglicht den Lernenden einen lebensnahen Zugang zu grundlegenden ethischen Fragestellungen und verbindet persönliche Erfahrungen mit globaler Verantwortung. Vor dem Ansehen können die Lernenden Gegenstände oder Situationen sammeln, die sie für unverzichtbar halten. Während des Videos ordnen sie verschiedene Beispiele den Kategorien Bedürfnisse und Wünsche zu und begründen ihre Entscheidungen. Im Anschluss kann gemeinsam diskutiert werden, welche Bedürfnisse allen Menschen zustehen und welche Verantwortung daraus für den Umgang mit natürlichen Ressourcen entsteht. Im Religionsunterricht lassen sich Bezüge zur Bewahrung der Schöpfung, zur Menschenwürde und zur katholischen Soziallehre herstellen. Ebenso bieten sich biblische Texte an, die den verantwortungsvollen Umgang mit materiellen Gütern thematisieren, etwa die Speisung der Fünftausend, das Gleichnis vom reichen Kornbauern oder Jesu Aufforderung, Schätze im Himmel zu sammeln. Methodisch eignet sich das Video für Partnerarbeit, Gruppenarbeit oder eine Kartenabfrage, bei der die Lernenden Alltagsbeispiele nach Bedürfnissen und Wünschen sortieren. Ebenso können Werbeanzeigen untersucht werden, um zu erkennen, wie Werbung häufig Wünsche erzeugt und diese als vermeintliche Bedürfnisse darstellt. Abschließend können die Lernenden überlegen, welche ihrer Konsumentscheidungen nachhaltiges Handeln fördern und welche zukünftige Generationen belasten könnten. Dadurch verbindet das Video Wertebildung, ethische Urteilsfähigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung in besonderer Weise.

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

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