Das Video „Generationengerechtigkeit, Teil 4: Zusammenfassung“ bietet einen kompakten Überblick über die bisherigen Inhalte der Videoreihe und beleuchtet zentrale Aspekte des Begriffs „Generationengerechtigkeit“. Es beginnt mit der Analyse des Begriffs selbst: „Generationengerechtigkeit“ setzt sich aus den Bestandteilen „Generationen“ und „Gerechtigkeit“ zusammen. Dabei werden zwei Arten von Generationen unterschieden. Zum einen gibt es die Altersgruppen, also die junge, mittlere und ältere Generation. Diese Gruppierung dient dazu, zu bewerten, ob innerhalb der gegenwärtigen Gesellschaft alle Altersgruppen gleichermaßen gerecht behandelt werden. Zum anderen werden sogenannte Zeitpunktgenerationen beschrieben. Hierunter versteht man Menschen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt leben – etwa die heutige, eine vorhergehende oder eine zukünftige Generation. Diese Einteilung ist wichtig, um Fragen der Gerechtigkeit zwischen verschiedenen Generationen, die nicht gleichzeitig leben, zu untersuchen.
Im zweiten Schritt wird das Gerechtigkeitskonzept beleuchtet. Dabei steht der Maßstab der Chancengerechtigkeit im Zentrum: Jede Generation soll die gleichen Möglichkeiten haben, ihre grundlegenden Bedürfnisse zu erfüllen. Wichtig ist hier die klare Unterscheidung zwischen Bedürfnissen und Wünschen. Bedürfnisse werden als lebensnotwendige Voraussetzungen verstanden, deren Nicht-Erfüllung schwerwiegende Schäden nach sich ziehen würde – etwa körperlicher oder psychischer Natur. Wünsche hingegen gehen darüber hinaus und gelten als individuell verschieden und unbegrenzt. Das Konzept der Generationengerechtigkeit lässt sich deshalb nur auf Bedürfnisse anwenden, nicht aber auf Wünsche.
Abschließend stellt das Video die Frage, ob wir eine Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen tragen – auch gegenüber Menschen, die noch nicht geboren sind. Es wird argumentiert, dass sich aus dem Prinzip der Chancengerechtigkeit innerhalb der Gesellschaft auch eine Verpflichtung zwischen aufeinanderfolgenden Generationen ableiten lässt. Zudem wird das Prinzip der indirekten Reziprozität herangezogen: Wenn eine Generation von der vorherigen profitiert hat, sollte sie ihrerseits auch für die nachfolgende Generation sorgen. Damit liefert das Video nicht nur eine prägnante Zusammenfassung, sondern auch einen ethischen Appell an intergenerationale Verantwortung.