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Familie

Veröffentlichung:1.1.2020

Die Unterrichtssequenz "Familie" mit 21 Seiten mit vier Materialien untersucht das Zusammenleben in der Familie. Über ein Lexikonartikel, Stammbäume und Geschichten werde erfasst wer zur Familie gehört. Auch Wünsche und Schwierigkeiten für die Familie im Allgemeinen und die persönliche Familie im Besonderen werden behandelt.

Die Unterrichtseinheit „Familie“ thematisiert die Bedeutung von Familie als Ort des Zusammenlebens, der Geborgenheit und der Verantwortung. Gleichzeitig zeigt sie die Vielfalt heutiger Familienformen und macht deutlich, dass Familie in unterschiedlichen Konstellationen gelebt werden kann. Die Lernenden setzen sich mit ihrer eigenen Lebenswelt auseinander, lernen verschiedene Familienmodelle kennen und entwickeln Verständnis und Wertschätzung für unterschiedliche Lebenssituationen. Darüber hinaus greift die Unterrichtseinheit auch schwierige familiäre Erfahrungen auf und verbindet diese mit den Kinderrechten sowie dem Recht auf Schutz, Fürsorge und ein gewaltfreies Aufwachsen. Durch zahlreiche Arbeitsblätter, Gesprächsanlässe und kreative Aufgaben fördert das Material soziale Kompetenz, Empathie und die Reflexion der eigenen Erfahrungen. Es eignet sich besonders für den Religionsunterricht, da Familie als Ort von Liebe, Verantwortung, Versöhnung und Gemeinschaft thematisiert wird und christliche Werte wie Nächstenliebe, Respekt und gegenseitige Fürsorge anschaulich erfahrbar werden.

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Didaktisch eignet sich das Material besonders für die dritte und vierte Jahrgangsstufe und kann sowohl im Religionsunterricht als auch im Ethik und Sachunterricht eingesetzt werden. Der Einstieg erfolgt über ein gemeinsames Brainstorming zum Begriff Familie. Dadurch werden die Vorerfahrungen der Lernenden aktiviert und unterschiedliche Vorstellungen sichtbar gemacht. Im Anschluss vergleichen die Lernenden ihre eigenen Ideen mit einem Lexikontext und erkennen, dass Familie heute sehr vielfältig gelebt wird. In einer weiteren Phase setzen sie sich mit ihrem eigenen Familienstammbaum auseinander und lernen wichtige Verwandtschaftsbezeichnungen kennen. Dabei wird bewusst berücksichtigt, dass Familien unterschiedlich zusammengesetzt sein können. Anschließend beschreiben die Lernenden ihre Familie und reflektieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Geschichte von Henry, die schwierige familiäre Situationen, Vernachlässigung und den Schutz von Kindern thematisiert. Die Lernenden analysieren Wünsche und Probleme der Hauptfigur, bewerten verschiedene Alltagssituationen, verfassen Briefe, gestalten Bilder oder führen Rollenspiele durch. Dadurch werden Empathie, Perspektivwechsel und Gesprächskompetenz gefördert. Den Abschluss bildet die Auseinandersetzung mit dem Internationalen Tag der Familie. Die Lernenden sammeln positive und belastende Seiten des Familienlebens und formulieren schließlich eigene Wünsche und Vorstellungen von einer guten Familie. Die Unterrichtseinheit verbindet Sachwissen, Wertebildung, kreative Methoden, Gesprächsphasen und persönliche Reflexion in ausgewogener Weise und schafft einen geschützten Rahmen für ein sensibles Thema. Lehrkräfte sollten dabei stets auf Freiwilligkeit achten und keine persönlichen Offenbarungen erzwingen, da familiäre Erfahrungen sehr unterschiedlich sein können.

Der Einstieg gelingt über eine Assoziation zum Thema Familie. Diese werden in ein Material eingetragen. Im nächsten Schritt wird ein Lexikontext zum Thema Familie ausgewertet. Die Ergebnisse werden in ein weiteres Material eingetragen. Nachdem eine Sammlung in der ganzen Lerngruppe erfolgt ist werden auch diese Ergebnisse in das Material eingetragen. Ein weiterer Schritt enthält das Erstellen eines Familienstammbaums. Ein Beispiel dazu ist im Material enthalten.

Der nachfolgende Schritt definiert entferntere Familienmitglieder wie Tanten, Onkel und Cousinen. Eine Tante ist die Schwester des Vaters oder der Mutter. Ein Lückentext widmet sich demselben Thema. Ein weiteres Material ermöglicht die Beschreibung der eigenen Familie durch Themen wie Lieblingsessen, Lieblingsaktivitäten aber auch Gründe für Streit.

Ein weiterer Schritt behandelt tiefgreifende familiäre Probleme in Form einer Geschichte. Sie thematisiert die Lebenswirklichkeit eines Kindes, das unter schwierigen familiären Verhältnissen aufwächst. Henry lebt bei seiner alleinerziehenden Mutter, die nach der Trennung vom Vater zunehmend dem Alkohol verfällt. Die Vernachlässigung und körperliche Gewalt durch die Mutter belasten Henry stark. Er flüchtet sich in Tagträume von einer gerechteren Welt, in der Kinder geschützt und liebevoll behandelt werden.

Als das Jugendamt eingreift, kommt Henry vorübergehend in ein Kinderheim. Dort erfährt er erstmals Sicherheit, Freundschaft und Verständnis, vor allem durch seinen neuen Freund Sebastian. Mit Unterstützung seines älteren Bruders wird Henry bewusst, dass Kinder Rechte haben – unter anderem auf Schutz, Nahrung und Geborgenheit.

Nach einer Zeit der Trennung und der Unterstützung für die Mutter darf Henry zurückkehren. Die Mutter hat eine Therapie begonnen, arbeitet wieder und kümmert sich nun liebevoll um ihn. Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn verbessert sich deutlich. Henry behält auch den Kontakt zu Sebastian, mit dem er gemeinsam in eine hoffnungsvollere Zukunft blickt.

Die Geschichte liegt in zwei Leistungsdifferenzierten Varianten vor. In der PDF ist auch ein Material zur Auswertung über Wünsche und Probleme enthalten.

Der nächste Schritt enthält positive und negative Beispiele aus dem Zusammenleben einer Familie. Lächelnde oder traurige Smileys werden neben die Beispiele geklebt. Beispiele aus der eigenen Familie können ergänzt werden.

Ein weiterer Schritt besteht aus dem Verfassen eines Briefes zur Situation des Kindes aus der Geschichte. Dazu kann auch ein Rollenspiel stattfinden.

Das Material schließt mit einer Mindmap zur Familie. Diese wird aus den Erfahrungen des Unterrichts befüllt. Auch ein weiterer Text zum Internationalen Tag der Familie kann dazu herangezogen werden. Zudem ist es möglich in einem weiteren Material ein Bild von einer besonders schönen Erinnerung an die eigene Familie zu malen.


Die Unterrichtseinheit umfasst ausführliche Lehrkräfteinformationen sowie vier aufeinander aufbauende Arbeitsblätter, die die Lernenden schrittweise an das Thema Familie heranführen. Zu Beginn erhalten die Lehrkräfte fachliche Hintergrundinformationen zu verschiedenen Familienformen, zu den Unterrichtszielen sowie methodische Hinweise für die Durchführung der Unterrichtseinheit. Dabei wird besonders auf einen sensiblen Umgang mit unterschiedlichen familiären Lebenssituationen hingewiesen.

Im ersten Arbeitsblatt sammeln die Lernenden ihre eigenen Vorstellungen zum Begriff Familie und tauschen sich darüber im Unterricht aus. Anschließend lesen sie einen Lexikontext, markieren wichtige Aussagen und vergleichen ihre eigenen Vorstellungen mit den Informationen aus dem Sachtext. Dabei erkennen sie, dass Familie heute in vielen unterschiedlichen Formen gelebt wird und sich gesellschaftlich verändert hat.

Das zweite Arbeitsblatt beschäftigt sich mit der eigenen Familie. Die Lernenden erstellen einen Familienstammbaum und setzen sich mit verschiedenen Verwandtschaftsbezeichnungen auseinander. Mithilfe von Zuordnungsaufgaben und Lückentexten vertiefen sie ihr Wissen über familiäre Beziehungen. Anschließend beschreiben sie ihre eigene Familie oder füllen einen Fragebogen zu gemeinsamen Gewohnheiten, Interessen, Vorlieben und Konflikten aus. Für Lernende mit Unterstützungsbedarf stehen vereinfachte Arbeitsblätter zur Verfügung, sodass eine Differenzierung im Unterricht problemlos möglich ist.

Im dritten Arbeitsblatt lesen die Lernenden die Geschichte von Henry, dessen Familie durch Alkoholabhängigkeit, Vernachlässigung und Gewalt belastet ist. Gemeinsam arbeiten sie Henrys Wünsche und die Probleme seiner Familie heraus und setzen sich mit den Rechten von Kindern sowie den Möglichkeiten staatlicher Hilfe auseinander. Anschließend bewerten sie verschiedene Familiensituationen mit lachenden oder traurigen Symbolen und bearbeiten kreative Aufgaben. Sie schreiben beispielsweise einen Brief aus Henrys Sicht, gestalten ein Bild oder führen ein Rollenspiel durch. Dadurch entwickeln sie Empathie, lernen unterschiedliche Lebenssituationen kennen und reflektieren, was Kinder für ein gutes Aufwachsen benötigen. Auch zu diesem Arbeitsblatt liegt eine sprachlich vereinfachte Version vor.

Das vierte Arbeitsblatt greift den Internationalen Tag der Familie auf. Die Lernenden lesen einen Informationstext über die Bedeutung der Familie für das Zusammenleben und markieren positive sowie schwierige Seiten des Familienlebens. Anschließend diskutieren sie ihre Ergebnisse in der Klasse und formulieren eigene Wünsche und Vorstellungen von einer guten Familie. Alternativ können sie ihre Gedanken auch in einem Bild festhalten. Auf diese Weise schließt die Unterrichtseinheit mit einer persönlichen Reflexion über den Wert von Familie, Gemeinschaft und gegenseitiger Verantwortung ab.

Material:

1. Das alles ist Familie

2. Das ist meine Familie

3.Wenn es Probleme in der Familie gibt

4.Familie ist wichtig – Wünsche und Vorstellungen




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