Das Video setzt sich kritisch mit dem Verhältnis von Glaube, Wissen, Wissenschaft und Kirche auseinander. Ausgehend von der Frage, woher Menschen wissen, was wahr ist, reflektiert der Sprecher die Bedeutung von Vernunft, Zweifel und Glauben. Er beschreibt, wie sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch religiöse Überzeugungen das menschliche Leben prägen, warnt jedoch vor jeder Form von Fundamentalismus und unkritischer Übernahme von Glaubenssätzen. Dabei werden historische Entwicklungen, die Rolle der Kirchen, Offenbarungsreligionen, neurowissenschaftliche Erkenntnisse sowie die Bedeutung von Freiheit und Verantwortung miteinander verknüpft. Das Video endet mit dem Plädoyer für einen reflektierten Glauben, der Zweifel zulässt und sich der wissenschaftlichen Erkenntnis nicht verschließt. Es regt dazu an, den eigenen Glauben bewusst zu hinterfragen und verantwortungsvoll zu begründen.
Der Mensch denkt nicht nur mit dem Kopf, er glaubt auch mit dem Kopf. Wenn wir verstehen, warum wir glauben, können wir mit diesem Wissen überprüfen, was wir glauben. Dazu müssen wir auch den Zweifel zulassen. Zwei Jahrtausende lang war christlicher Glaube Kirchenglaube.
Auch heute sind Menschen auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Aber die traditionellen Erklärungen genügen ihnen nicht mehr. Die alten Deutungen sind auch im Lichte kritischer Forschung korrekturbedürftig.
Die Kirchen vermeiden die Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen der Wissenschaften. Sie sind nicht bereit, sich und ihre Lehren in Frage zu stellen. Stattdessen reden sie lieber von Moral. Damit verpassen sie die Chance, die Menschen zu erreichen.