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Judentum Dossier für

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Unterrichtssequenz "Judentum" mit 19 Seiten und 17 Materialien thematisiert Antisemitismus und Vorurteile gegeüber dem Judentum zentral anhand der Rassenleere und der Nürnberger Gesetze.

Lösungen sind hier verfügbar: https://www.zebis.ch/sites/default/files/teaching_material/judentum_-_kommentar_und_loesungen.docx

Das Dossier „Judentum“ bietet eine umfangreiche Einführung in Religion, Geschichte und Gegenwart des Judentums. Es behandelt die Vielfalt jüdischen Lebens, die unterschiedlichen religiösen Strömungen sowie den Alltag jüdischer Menschen in der Schweiz. Darüber hinaus werden zentrale religiöse Themen wie Sabbat, Synagoge, koschere Ernährung, religiöse Feste und Übergangsriten vorgestellt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die historische Entwicklung des Antijudaismus und Antisemitismus vom Mittelalter bis zur Zeit des Nationalsozialismus. Das Material setzt sich mit Vorurteilen, Stereotypen, der nationalsozialistischen Ideologie, den Nürnberger Gesetzen sowie dem Holocaust auseinander und fordert die Lernenden durch zahlreiche Arbeitsaufträge, Quellenanalysen, Zeitungsartikel, Liedtexte und Filmaufgaben zur eigenständigen Reflexion auf. Fotos, historische Abbildungen und Schaubilder ergänzen die Texte und erleichtern die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Themenbereichen.

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Das Material eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe sowie für fächerübergreifenden Unterricht mit Geschichte und Politik. Die abwechslungsreichen Arbeitsaufträge fördern selbstständiges Lernen, Quellenkritik und historisches Denken. Die Lernenden vergleichen religiöse Strömungen des Judentums, analysieren Berichte über jüdisches Leben und reflektieren aktuelle Vorurteile sowie deren historische Entstehung. Durch die Arbeit mit historischen Quellen, Propagandatexten, Zeitungsartikeln und Liedern lernen sie, zwischen Fakten, Meinungen und antisemitischen Stereotypen zu unterscheiden. Die Unterrichtseinheit eignet sich besonders für Gespräche über Menschenwürde, Religionsfreiheit, Demokratie und Verantwortung. Filmaufgaben zum Sabbat sowie die Beschäftigung mit jüdischen Festen ermöglichen einen lebensweltlichen Zugang zum heutigen Judentum und verhindern eine ausschließliche Wahrnehmung des Judentums über den Holocaust. Gleichzeitig fördern die Materialien Empathie, Perspektivwechsel und eine kritische Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Vorurteilen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Das Dossier eignet sich sowohl für arbeitsteilige Gruppenarbeit als auch für Stationenlernen, Partnerarbeit, Quellenarbeit und gemeinsame Unterrichtsgespräche.

Der Einstieg gelingt durch eine Analyse von Positionen der drei zentralen jüdischen Strömungen: Orthodoxe, konservative und Reformjuden. Dadurch wird versucht den Begriff des jüdisch Seins zu definieren. In einem weiteren Schritt wird die Sonderform des ultraorthodoxen Judentumes untersucht. Der Versuch Gebote in extremer Form einzuhalten kannst du Störungen innerhalb der Gesellschaft führen. Ein Beispiel zeigt dies anhand der Verteilung von sitzen in einem Flugzeug. In diesem Fall geht es um die Ultraorthodoxe Ansicht der Geschlechtertrennung auch in Flugzeugen.

Im nächsten Schritt werden Stereotype des Judentums vorgestellt und analysiert. Die Integration von Juden in die Gesellschaften Europas wird in einem weiteren Material dargestellt und hinterfragt. Im nächsten Schritt werden die Begriffe Antijudaismus und Antisemitismus definiert und gegenübergestellt.

Es folgt ein Schritt der ins Mittelalter zurückgreift, und das Stereotyp des Juden als Sündenbock untersucht.

Weitere Materialien Unternehmen dies anhand eines Liedtextes. Nun erfolgt der Einstieg in die Zusammenhänge der Shoah mit der Weltwirtschaftskrise.

Es wird aufgezeigt wie die Nationalsozialisten die Zustände der Weimarer Republik und der Wirtschaftskrise als Vorwand nutzten. Der Rassismus und Antisemitismus im Nationalsozialismus werden auf Basis von Schriften der NSDAP und Auszügen ausreden untersucht. Ziele der NSDAP im Rahmen der Endlösung werden ermittelt. In einem weiteren Schritt werden die Nürnberger Gesetze bezogen auf ihre Wirkung auf verschiedene Gruppen innerhalb der deutschen Gesellschaft festgehalten.

Terrassenlehre wird anhand von Beispielfotos aus Originalquellen dargestellt. Dabei wurde über die Fotos von Kindern eine Rassezugehörigkeit kreiert.

1. Einführung in das Judentum

Die Lernenden erarbeiten die Grundzüge des Judentums und setzen sich mit der Frage auseinander, was jüdische Identität bedeutet. Sie erkennen, dass das Judentum sowohl Religion als auch kulturelle und geschichtliche Gemeinschaft ist.


2. Arbeitsblatt zu jüdischem Leben in der Schweiz

Anhand eines Filmbeitrags vergleichen die Lernenden die Glaubenspraxis verschiedener jüdischer Menschen. Sie erkennen die Vielfalt jüdischen Lebens und halten ihre Beobachtungen schriftlich fest.


3. Übersicht über die religiösen Strömungen

Das Material stellt das orthodoxe, konservative und reformorientierte Judentum gegenüber. Die Lernenden vergleichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede und diskutieren verschiedene Formen religiösen Lebens.


4. Zeitungsartikel über El Al

Ein aktueller Zeitungsartikel dient als Diskussionsgrundlage zu religiösen Vorschriften, Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Konflikten. Die Lernenden analysieren unterschiedliche Positionen und reflektieren Vorurteile gegenüber religiösen Gruppen.


5. Arbeitsblatt zu Stereotypen und Vorurteilen

Die Lernenden untersuchen die historische Entstehung antisemitischer Klischees und erkennen, wie Vorurteile über Jahrhunderte entstanden sind und bis heute fortwirken können.


6. Arbeitsblatt über orthodoxes jüdisches Leben

Mithilfe eines Filmbeitrags beschäftigen sich die Lernenden mit Alltag, Kleidung, religiösen Vorschriften und Lebensweise orthodoxer Juden. Anschließend werden die Ergebnisse gemeinsam ausgewertet.


7. Materialien zu Antijudaismus und Antisemitismus

Die Lernenden erarbeiten den Unterschied zwischen religiös begründetem Antijudaismus und rassistisch begründetem Antisemitismus. Dabei werden historische Entwicklungen analysiert und in einen größeren Zusammenhang eingeordnet.


8. Arbeitsblatt zur Pest und den Judenverfolgungen

Anhand historischer Quellen untersuchen die Lernenden, weshalb jüdische Menschen im Mittelalter zu Sündenböcken gemacht wurden und welche Folgen diese Vorwürfe hatten.


9. Liedanalyse „An allem sind die Juden schuld“

Die Lernenden analysieren ein satirisches Lied und erkennen, wie antisemitische Propaganda und Vorurteile funktionieren. Gemeinsam wird über die Wirkung solcher Aussagen diskutiert.


10. Arbeitsblatt zur Weltwirtschaftskrise

Die Ursachen der Weltwirtschaftskrise werden erarbeitet und mit antisemitischen Verschwörungserzählungen verglichen. Die Lernenden erkennen, wie wirtschaftliche Krisen zur Verbreitung von Feindbildern genutzt wurden.


11. Biografie Adolf Hitlers

Die Lernenden setzen sich mit Hitlers Lebensweg, seinem politischen Aufstieg und seinen Zielen auseinander. Dabei wird deutlich, wie demokratische Strukturen schrittweise zerstört wurden.


12. Quellenarbeit zu „Mein Kampf“

Ein historischer Quellenausschnitt wird kritisch analysiert. Die Lernenden untersuchen die Argumentationsweise der nationalsozialistischen Ideologie und widerlegen deren Aussagen anhand historischer Fakten.


13. Analyse einer Hitlerrede

Die Lernenden identifizieren antisemitische Aussagen, Propagandastrategien und sprachliche Manipulationen in einer Rede Hitlers und reflektieren deren Wirkung.


14. Arbeitsblatt zu Hitlers Zielen

Die Lernenden beschäftigen sich mit der nationalsozialistischen Ideologie, dem Begriff Lebensraum sowie der systematischen Verfolgung verschiedener Bevölkerungsgruppen.


15. Nürnberger Gesetze

Anhand von Gesetzestexten und Abbildungen untersuchen die Lernenden die schrittweise Entrechtung jüdischer Menschen und diskutieren die Folgen staatlicher Diskriminierung.


16. Material zur nationalsozialistischen Rassenlehre

Die Lernenden analysieren historische Schaubilder und erkennen, wie scheinbar wissenschaftliche Darstellungen zur Rechtfertigung von Rassismus missbraucht wurden. Gleichzeitig wird die Unwissenschaftlichkeit dieser Ideologie herausgearbeitet.


17. Holocaust und Opferzahlen

Das Material vermittelt grundlegende Informationen über die Shoah, weitere Opfergruppen des Nationalsozialismus sowie die Gedenkstätte Yad Vashem. Die Lernenden reflektieren die Bedeutung von Erinnerungskultur.


18. Filmarbeit zum Sabbat

Nach einem Filmbeitrag beschreiben die Lernenden Kleidung, Räume, Speisen und religiöse Rituale des Sabbats. Dadurch lernen sie den jüdischen Alltag aus einer lebensnahen Perspektive kennen.


19. Überblick über jüdische Feste

Das Material stellt Sabbat, Chanukka, Pessach, Sukkot, Jom Kippur sowie Bar Mizwa und Bat Mizwa vor. Die Lernenden vergleichen die Feste mit christlichen Traditionen und erschließen deren religiöse Bedeutung.

Material:

Das Judentum

El Al hat ein religiöses Problem

Stereotype und woher sie kommen

Zwischen Abgasen, koscherer Küche und Vorurteilen

Vom Antijudaismus zum Antisemitismus

Juden: Sündenböcke seit Jahrhunderten

Lied: „An allem sind die Juden schuld“

Die Weltwirtschaftskrise 1929

Adolf Hitler

Antisemitismus in Hitlers „Mein Kampf“

Hitler-Rede gegen Juden, 1933

Ziele Hitlers

Nürnberger Gesetze

Rassenlehre

Holocaust: Massenvernichtung der Juden

Jüdische Kultur: Sabbat (Filmbeitrag)

Jüdische Kultur: Religiöse Feste

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

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