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Das Leben riskieren, damit es für andere lebenswert ist

Veröffentlichung:1.1.2020

Die Unterrichtsreihe "Das Leben riskieren damit es für andere lebenswert ist" von Seite 52 bis 69 mit 17 Seiten und 11 Materialien behandelt das Treffen von ethischen Entscheidungen in Krisensituationen. Dabei wird die Gewaltbereitschaft des Islam dekonstruiert. Über Beispiele aus Suffikultur Kultur sowie Gedichte und Biografien wird das Bild eines den Frieden fördernden Islams diskutiert.

Die Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit dem theologischen Verständnis von Märtyrerinnen und Märtyrern aus christlicher Perspektive und richtet sich an die Jahrgangsstufen 9 und 10. Im Mittelpunkt steht die Frage, weshalb Menschen aus ihrem Glauben heraus bereit sind, sich für andere einzusetzen und dabei sogar ihr eigenes Leben zu riskieren. Ausgehend von der Lebensgeschichte des heiligen Maximilian Kolbe erschließen die Lernenden das christliche Verständnis von Nächstenliebe, Selbsthingabe und Nachfolge Jesu. Biblische Texte über das Leben und Wirken Jesu werden mit historischen und aktuellen Beispielen verbunden. Gleichzeitig eröffnet die Unterrichtseinheit den Dialog mit dem Islam, indem unterschiedliche Vorstellungen vom Märtyrerbegriff gegenübergestellt und der Missbrauch religiöser Begriffe durch extremistische Gruppen kritisch hinterfragt werden. Anhand weiterer Beispiele wie Malala Yousafzai oder Jacques Mourad erkennen die Lernenden, dass christliches Martyrium nicht Gewalt verherrlicht, sondern den Einsatz für Frieden, Menschenwürde, Versöhnung und das Leben anderer Menschen in den Mittelpunkt stellt.

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Zu Beginn setzen sich die Lernenden mit ihren eigenen Wertvorstellungen auseinander und reflektieren, welche Menschen und Ziele ihrem Leben Bedeutung verleihen. Anschließend erschließen sie anhand biblischer Texte die Botschaft Jesu und vergleichen diese mit dem Handeln von Maximilian Kolbe sowie weiteren Glaubenszeugen. In Gruppenarbeiten analysieren sie historische und aktuelle Beispiele christlicher und islamischer Lebenszeugnisse und entwickeln Kriterien, die ein verantwortungsvolles Glaubenszeugnis von religiösem Extremismus unterscheiden. Durch Diskussionen, Textarbeit, Partnerarbeit, Präsentationen und reflektierende Schreibaufgaben werden religiöse Urteilskompetenz, ethische Argumentationsfähigkeit sowie interreligiöse Dialogkompetenz gefördert. Die Unterrichtseinheit eignet sich besonders dazu, aktuelle Fragen nach Verantwortung, Zivilcourage, Menschenrechten und persönlichem Einsatz mit biblischen Grundlagen zu verbinden und den Lernenden zu zeigen, dass christlicher Glaube zu einem engagierten Einsatz für andere Menschen ermutigt.

Der Einstieg gelingt durch zwei Dilemmageschichten welche über eine Placement erarbeitet wird. Ien die Geschichten behandeln einen Medikamenten Diebstahl und einen Angriff von Terroristen mit Hilfe eines Flugzeugs auf eine Sportveranstaltung.

Zwei Placements sind im Material zum Ausdrucken enthalten. Sie enthält auch eine Anleitung zum Umgang mit dieser Methode.

Der nächste Schritt enthält einen Comic in dem ein Jugendlicher von radikalen islamischen Personen manipuliert wird. Ihm wird die Ungerechtigkeit der Welt und die angebliche Wahrheit auf einer Internetseite vorgestellt. Dann soll er sich ausbilden lassen.

Gedanken des Jugendlichen werden formuliert.

Ein weiterer Schritt versucht den Begriff des Dschihads zu definieren. Dabei wird die gewaltbereite Auslegung des Begriffes dekonstruiert. Weitere Materialien legen die Friedensbereitschaft und friedensschaffende Kultur des Islam am Beispiel von Sophismus da.

Ein weiterer Schritt enthält ein Gedicht aus dem islamischen Kulturkreis in dem der Islam als Religion der Liebe vorgestellt wird.

In einem abschließenden Material werden drei Biografien von Muslimen erarbeitet, die sich in besonderem Maße für den Frieden eingesetzt haben. Dazu findet eine Webrecherche über angegebene links Zeitungsartikeln statt.

M1 „Ich gehe anstelle dieses Vaters“. Maximilian Kolbe gibt sein Leben für einen anderen Mann

Die Lernenden lernen die Lebensgeschichte des heiligen Maximilian Kolbe kennen. Sie analysieren seine freiwillige Entscheidung, für einen Familienvater in den Tod zu gehen, und überlegen, weshalb dieses Handeln als Ausdruck christlicher Nächstenliebe gilt. Anschließend diskutieren sie die Bedeutung von Mut, Verantwortung und Selbsthingabe.


M2 Mein Leben

Die Lernenden setzen sich mit ihrer eigenen Lebensgeschichte auseinander. Sie halten fest, welche Menschen, Werte und Ziele für sie besonders wichtig sind. Dadurch entsteht ein persönlicher Zugang zur Frage, wofür sich ein Mensch einsetzen möchte.


M3 Mein Leben aus der Sicht von Jesus

Die Lernenden vergleichen ihre eigenen Wertvorstellungen mit den Maßstäben Jesu. Sie überlegen, wie Jesus ihr Leben beurteilen würde und welche Bedeutung Nächstenliebe, Vergebung und Verantwortung im Alltag besitzen.


M4.1 Jesus kritisiert das Geschehen im Tempel

Die Lernenden untersuchen die Tempelreinigung als Beispiel für Jesu Einsatz gegen Ungerechtigkeit. Sie analysieren die Motive Jesu und diskutieren, wann mutiges Eingreifen gegen Unrecht notwendig ist.


M4.2 Jesus gibt anderen etwas zu essen

Die Lernenden beschäftigen sich mit der Speisung der Menschenmenge. Sie erkennen, wie Jesus Menschen versorgt und Gemeinschaft ermöglicht. Daraus entwickeln sie Überlegungen zu Solidarität, Teilen und Verantwortung füreinander.


M5 Jesus gibt sein Leben für andere

Die Lernenden erschließen die Passion Jesu als zentrales Vorbild christlicher Selbsthingabe. Sie vergleichen Jesu Verhalten mit dem Handeln Maximilian Kolbes und erkennen, dass christliches Martyrium aus Liebe zu anderen Menschen entsteht.


M6 Märtyrerinnen und Märtyrer als Vorbilder!?

Die Lernenden diskutieren die Frage, ob Märtyrerinnen und Märtyrer heute noch Vorbilder sein können. Sie entwickeln eigene Kriterien für Vorbilder und reflektieren Chancen sowie mögliche Missverständnisse des Märtyrerbegriffs.


M7 Jesus Christus als Vorbild im Leben und Sterben

Die Lernenden vertiefen das Verständnis christlicher Nachfolge. Sie arbeiten heraus, dass Jesus Gewaltlosigkeit, Feindesliebe und den Einsatz für andere Menschen vorlebt und dadurch zum Maßstab christlichen Handelns wird.


M8.1 Eine falsche Spur? Zum Missbrauch des Begriffs Dschihad im Islam

Die Lernenden setzen sich mit der Instrumentalisierung religiöser Begriffe auseinander. Sie erkennen den Unterschied zwischen islamischer Lehre und extremistischen Ideologien und entwickeln ein differenziertes Verständnis des Begriffs Dschihad.


M8.2 Sufismus als lebende Märtyrer

Die Lernenden lernen den Sufismus als friedliche mystische Tradition des Islam kennen. Sie entdecken, dass Hingabe an Gott und Gewaltlosigkeit wesentliche Elemente dieser Glaubensrichtung sind.


M8.3 Wie ist der Märtyrerbegriff im Islam zu verstehen?

Die Lernenden vergleichen den christlichen und islamischen Märtyrerbegriff. Sie arbeiten Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus und stärken ihre Fähigkeit zum interreligiösen Dialog.


M8.4 Beispiel Malala Yousafzai

Die Lernenden analysieren das Engagement Malala Yousafzais für Bildung und Menschenrechte. Sie diskutieren, wie persönlicher Mut und der Einsatz für andere Menschen heute aussehen können und welche Verbindung zu den zuvor erarbeiteten Kriterien eines Glaubenszeugnisses besteht.


M9 Navid Kermani Über die Grenzen Jacques Mourad und die Liebe in Syrien

Die Lernenden lesen einen aktuellen Bericht über den syrischen Mönch Jacques Mourad. Sie untersuchen, wie Versöhnung, Feindesliebe und Hoffnung selbst unter den Bedingungen von Krieg und Verfolgung gelebt werden können. Abschließend übertragen sie diese Einsichten auf heutige gesellschaftliche Herausforderungen und diskutieren, wie christliches Glaubenszeugnis in der Gegenwart aussehen kann.

Material:

M1 Die richtige Entscheidung? 58 

M2 Eine schwere Entscheidung 58 

M3 Die richtige Entscheidung? – Placemat 59 

M4 Eine schwere Entscheidung – Placemat 60 

M5 Eine Entscheidung für das Leben? 61 

M6 Eine falsche Spur? – Zum Missbrauch des Begriffs Dschihad im Islam 63 

M7 Babu Hadi 63 

M8 Islamischer Gesang und mystischer Klang 64 

M9 Sufismus und Ibn Arabi 66 

M10 ich bekenne die religion der liebe 67 

M11 Wofür es sich lohnt, sein Leben in Gefahr zu bringen

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 6. Ethische Fragen angesichts von Grenzsituationen.

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11.10.2024

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Unterrichtseinheit

Menschen & Welt ,Bibel & Tradition

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren

mittel

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