Hier ist eine Unterrichtsstunde für das Gymnasium im Fach Religion, basierend auf der Geschichte von Sankt Martin und der geteilten Laterne. Die Stunde umfasst 90 Minuten und ist interaktiv sowie praxisorientiert gestaltet.
Einführung (I) – 10 Minuten
Begrüßung und Einstieg: Lehrer beginnt mit der Frage: "Kennt ihr die Geschichte von Sankt Martin?" Einige Schüler dürfen kurz erzählen, was sie wissen.
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Frage zum Nachdenken: "Was denkt ihr, was mit Marie und Lina am Ende passiert ist, als sie ihre Laternen geteilt haben?"
Die Schüler dürfen kurz Vermutungen äußern.
Diskussion (II) – 15 Minuten
Gespräch über die Geschichte: Was bedeutet Teilen für euch? Welche Bedeutung hat die Geste von Martin und später Marie und Lina? Bezug zur Symbolik des Lichts als Hoffnung.
Moralische Fragestellungen:
"Warum ist es manchmal schwer zu teilen?"
"Wie würde die Welt besser werden, wenn mehr Menschen wie Martin handeln würden?"
Persönlicher Bezug: Schüler werden eingeladen, zu erzählen, wann sie zuletzt etwas geteilt haben oder jemand ihnen geholfen hat.
Praktische Anwendung (III) – 20 Minuten
Bastelaktivität: Die Schüler basteln in Zweiergruppen eine "geteilte Laterne", wie in der Geschichte. Jeder Schüler gestaltet eine Hälfte einer Laterne, die dann zu einer vollständigen Laterne zusammengefügt wird.
Symbolik hervorheben: Während die Schüler basteln, spricht der Lehrer über die Bedeutung von Symbolen im christlichen Glauben und warum Licht ein zentrales Symbol in der Geschichte von Sankt Martin ist.
Präsentation der praktischen Anwendung (IV) – 10 Minuten
Laternenumzug im Klassenzimmer: Die Schüler präsentieren ihre Laternen, indem sie im Klassenzimmer einen symbolischen Laternenumzug machen. Jeder erzählt kurz, wie sich das Teilen in der Gruppe angefühlt hat.
Reflexion des Prozesses: "Wie fühlt es sich an, etwas zu teilen, um ein größeres Ganzes zu schaffen?"
Teilen, um etwas Größeres zu schaffen, fühlt sich so an, als würdest du einem Freund oder einer Freundin ein Stück von deinem Spielzeug geben, damit ihr zusammen etwas noch Tolleres baut. Es macht glücklich, weil man merkt, dass man gemeinsam stärker und kreativer ist. Man fühlt sich gut, weil man hilft, und zusammen erreicht man etwas, was alleine vielleicht nicht möglich gewesen wäre. Auch wenn es manchmal schwer ist, etwas abzugeben, macht es am Ende richtig Spaß, wenn alle zusammenhalten und sich freuen.
Reflexion und Zusammenfassung (V) – 10 Minuten
Reflexionsrunde: Der Lehrer fragt die Schüler:
"Was habt ihr heute über das Teilen gelernt?"
"Wie könnt ihr das, was ihr heute gelernt habt, in eurem Alltag anwenden?"
Zusammenfassung der Lerninhalte: Der Lehrer fasst die wichtigsten Punkte der Geschichte und der heutigen Aktivität zusammen und betont die Relevanz von Sankt Martins Handlung in der modernen Welt.
Hausaufgabe (VI) – 5 Minuten
Schreiben: Die Schüler sollen als Hausaufgabe einen kurzen Text verfassen (ca. 100-150 Wörter), in dem sie beschreiben, wann sie zuletzt etwas geteilt oder geholfen haben und wie es sich angefühlt hat.
Alternative kreative Aufgabe: Die Schüler können auch eine eigene kleine Geschichte schreiben, die das Thema "Teilen" behandelt.
Abschließende Worte (VII) – 5 Minuten
Lehrer schließt die Stunde ab: Der Lehrer ermutigt die Schüler, im Alltag wie Sankt Martin zu handeln – auch kleine Taten können einen großen Unterschied machen.
Worte der Ermutigung: „Teilen bringt Licht in das Leben anderer – seid wie das Licht!“
Zusätzliche kreative Ideen (VIII)
Erweiterte Gruppenarbeit: Schüler könnten in einer weiteren Stunde in kleinen Gruppen kurze Theaterstücke entwickeln, die das Thema Teilen und Mitgefühl darstellen.
Verbindung zur christlichen Nächstenliebe: Diskutieren Sie in einer späteren Stunde, wie Sankt Martins Handlung mit dem christlichen Prinzip der Nächstenliebe (Caritas) verbunden ist und wie Schüler im Schulalltag dieses Prinzip leben können.
Virtuelle Laternenparade: Wenn es technisch möglich ist, könnten Schüler eine Laternenparade per Videoclip dokumentieren und auf einer Schulwebseite oder Plattform teilen, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
Diese Struktur bietet Abwechslung, fordert die Schüler heraus, über ihr Handeln nachzudenken, und ermöglicht es ihnen, das Thema praktisch zu erleben.