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Lernen & Handeln | Misereor

Lernen & Handeln | Misereor

Gute Ernährung für alle ein Menschenrecht

Veröffentlichung:1.1.2024

Die Unterrichtstunde "Wir haben den Hunger satt! mit zwölf Seiten und fünf Materialien behandelt Ursachen von Hunger und Armut und deren Bekämpfung" Das Material behandelt die komplexen Ursachen und mögliche Lösungsansätze für Hunger und Armut.

Das Medium thematisiert das Menschenrecht auf ausreichende und gesunde Ernährung und zeigt die weltweiten Ursachen von Hunger, Armut und Ernährungsunsicherheit auf. Im Mittelpunkt stehen die Zusammenhänge zwischen Armut, Klimawandel, Kriegen, ungerechten Handelsstrukturen und nachhaltiger Landwirtschaft. Anhand konkreter Beispiele aus Kolumbien sowie weiterer internationaler Misereor Projekte lernen die Lernenden Möglichkeiten kennen, wie agrarökologische Landwirtschaft, faire Handelsbedingungen und gemeinschaftliches Engagement zur Ernährungssicherheit beitragen können. Ergänzt wird das Heft durch Unterrichtsmaterialien zur Kinderfastenaktion, zur Misereor Fastenaktion 2024 sowie zahlreiche Projekte und Praxisanregungen für Grundschule und Sekundarstufe. Das Medium verbindet globale Gerechtigkeit mit christlicher Schöpfungsverantwortung und lädt dazu ein, das eigene Konsumverhalten kritisch zu reflektieren.

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Das Medium eignet sich hervorragend für den Religionsunterricht sowie für fächerverbindendes Arbeiten mit Erdkunde, Politik, Sachunterricht und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Der Unterricht kann mit der Frage beginnen, warum trotz ausreichender Lebensmittelproduktion weltweit weiterhin Hunger besteht. Kartenmaterial, Fallbeispiele und Projektberichte ermöglichen den Lernenden eine multiperspektivische Auseinandersetzung mit den Ursachen von Hunger und Armut. Besonders gewinnbringend sind die Materialien zur Misereor Fastenaktion und Kinderfastenaktion, die globale Zusammenhänge altersgerecht vermitteln. Die Arbeitsaufträge fördern Recherche, Gruppenarbeit, Diskussionen, Kartenarbeit und kreative Gestaltungsaufgaben. Durch die Beschäftigung mit nachhaltiger Landwirtschaft, Fairem Handel und dem Menschenrecht auf Nahrung entwickeln die Lernenden Urteilskompetenz sowie Verantwortungsbewusstsein für globale Zusammenhänge. Die vielfältigen Unterrichtsideen bieten zahlreiche Möglichkeiten für projektorientiertes Lernen, Schulgottesdienste, Fastenaktionen, Spendenprojekte und fächerübergreifende Unterrichtsvorhaben. Gleichzeitig werden christliche Werte wie Solidarität, Gerechtigkeit, Nächstenliebe und die Bewahrung der Schöpfung praxisnah erfahrbar.

Der Einstieg gelingt über eine Internetrecherche zur Ernährung in Subsahara-Afrika und Südasien. Das Material enthält QR-Codes zu Videos. Diese werden ausgewertet. Dazu gehört auch eine Recherche zu Superfoods.


Antizipierte Ergebnisse:


Der Mangel an Einkommen für eine gesunde Ernährung in Subsahara-Afrika und Südasien ist auf eine komplexe Kombination von politischen, wirtschaftlichen, klimatischen und sozialen Faktoren zurückzuführen.


1. Wirtschaftliche Herausforderungen:

Armut: Ein großer Teil der Bevölkerung in diesen Regionen lebt in extremer Armut. In Subsahara-Afrika lebten 2022 etwa 40 % der Bevölkerung von weniger als 1,90 USD pro Tag. Ähnlich in Südasien, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo Einkommen sehr gering sind.

Hohe Nahrungsmittelpreise: Aufgrund ineffizienter Märkte, schlechter Infrastruktur und mangelnder Produktionskapazitäten sind die Preise für Lebensmittel oft überdurchschnittlich hoch. Der Import von Nahrungsmitteln erhöht zusätzlich die Kosten, da Zölle, Transportkosten und Währungsschwankungen die Preise weiter anheben.

Geringe landwirtschaftliche Produktivität: In beiden Regionen sind die landwirtschaftlichen Erträge oft niedrig, was zu einer geringeren Verfügbarkeit und einem höheren Preis von Nahrungsmitteln führt. Faktoren wie mangelhafte Technologien, begrenzter Zugang zu Düngemitteln und Saatgut sowie unzureichende Bewässerungssysteme spielen dabei eine Rolle.

2. Politische Faktoren:

Instabile politische Systeme: In vielen Ländern dieser Regionen herrscht politische Instabilität, oft geprägt von Korruption, schwachen Regierungen und Bürgerkonflikten. Kriege und Unruhen zerstören Infrastruktur, hemmen den Handel und führen zur Flucht von Menschen aus landwirtschaftlich produktiven Gebieten.

Mangelnde Investitionen in die Landwirtschaft: Viele Regierungen haben in der Vergangenheit zu wenig in den Agrarsektor investiert, was die Ertragskraft und das Einkommen von Bauern mindert. Zudem fehlen oft Förderprogramme, die Kleinbauern unterstützen könnten, um ihre Produktion zu steigern.

3. Klimatische Herausforderungen:

Klimawandel und extreme Wetterereignisse: Regionen in Subsahara-Afrika und Südasien sind stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Dürren, Überschwemmungen und unregelmäßige Regenzeiten beeinträchtigen die landwirtschaftliche Produktion erheblich und führen zu Ernährungsunsicherheit. Besonders Kleinbauern, die von Regenfeldbau abhängig sind, sind stark gefährdet.

Wasserknappheit: In Südasien, insbesondere in Regionen wie Indien und Pakistan, besteht ein zunehmender Wassermangel, der die landwirtschaftliche Produktion einschränkt. In Subsahara-Afrika verschärft die Wüstenbildung die Verfügbarkeit von fruchtbarem Land.

4. Soziale und demografische Faktoren:

Hohe Bevölkerungsdichte: In Südasien gibt es eine hohe Bevölkerungsdichte, die den Druck auf natürliche Ressourcen erhöht und den Zugang zu erschwinglichen Lebensmitteln erschwert.

Ungleichheit: In vielen dieser Länder sind Ungleichheiten in Bezug auf Einkommen, Geschlecht und Zugang zu Bildung und Gesundheit weit verbreitet. Dies betrifft insbesondere Frauen und ländliche Gemeinschaften, die oft weniger Chancen haben, ihr Einkommen zu steigern und Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln zu erhalten.

Fazit:

Die Kombination aus Armut, politischer Instabilität, klimatischen Herausforderungen und strukturellen wirtschaftlichen Problemen führt dazu, dass viele Menschen in Subsahara-Afrika und Südasien nicht genug Einkommen haben, um sich eine gesunde Ernährung leisten zu können. Um diese Probleme zu lösen, sind sowohl politische Reformen als auch wirtschaftliche Investitionen und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel notwendig.

Methoden:

Webrecherche

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Weltweite Gerechtigkeit (Entwicklungsländer, Verschuldung)

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