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Brot für die Welt

Brot für die Welt

Wandel säen

Veröffentlichung:1.4.2024

Die Anregung "Wandel säen" mit 36 Seiten behandelt die Ernährungssicherheit im globalen Süden. Ein Leben in Würde hängt von vielen Faktoren ab. Das Material schließt mit einer Gottesdienstvorbereitung. 

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Wie wir alle satt werden

Das Material behandelt die Herausforderungen und Lösungen im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung weltweit. Die Hauptpunkte sind:

Aktuelle Situation: Trotz Fortschritten seit der Verabschiedung der Menschenrechtsdeklaration von 1948, bei der der Hunger signifikant zurückgegangen ist, leiden immer noch über 700 Millionen Menschen an Hunger und über zwei Milliarden an Mangelernährung.

Ursachen: Hunger und Mangelernährung sind durch Kriege, Pandemien, Klimakrisen und ein ineffizientes globales Ernährungssystem bedingt. Die Überbetonung auf den Anbau weniger Getreidesorten und der Einsatz teurer, industrieller Anbaumethoden führen oft zu Schulden und unzureichender Ernährung.

Nachhaltige Lösungen: Der Text plädiert für ein Umdenken hin zu nachhaltiger, kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Die Förderung von Agrarökologie kann die Erträge erhöhen, die Umwelt schonen und die Ernährungssituation verbessern, da Kleinbauernfamilien sich vielfältiger und gesünder ernähren können.

Rolle der Frauen: Frauen spielen eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft und Ernährungssicherung. Ihre Situation muss verbessert werden, um Hunger zu bekämpfen. Gleichberechtigung und Zugang zu Ressourcen sind entscheidend für eine bessere Ernährungslage.

Einbeziehung junger Menschen: Die Landwirtschaft muss für junge Menschen attraktiver gestaltet werden, um ihre Zukunft zu sichern und den Herausforderungen des Ernährungssystems zu begegnen.

Maßnahmen von Brot für die Welt: Die Organisation setzt sich für umweltfreundliche Anbaumethoden, Unterstützung von Kleinbauern, Stärkung von Frauen, Schutz indigener Gruppen und faire Agrarpolitik ein.


Das Material beschreibt zudem die Herausforderungen und Fortschritte der Kleinbäuerin Claudine Hashazinyange aus Burundi und ihrer Gemeinde im Kontext von Ernährungssicherheit und nachhaltiger Landwirtschaft:

Herausforderungen: Claudine Hashazinyange, schwanger und mit einer unterernährten Tochter, kämpft mit den Schwierigkeiten einer unzureichenden Ernährung und finanziellen Belastungen. Ihre Familie kann sich keinen Nutztier leisten, was ihre Situation verschärft.

Spargruppe und Unterstützung: Claudine gründete eine Spargruppe, die trotz anfänglicher Schwierigkeiten in der Lage war, durch Gemeinschaftsbeiträge und Kredite Investitionen zu tätigen. Der Landwirtschaftsexperte Ladislas Barakamfitiye von Ripple Effect unterstützte sie mit Saatgut und landwirtschaftlichem Wissen, was den Bauern half, effizienter zu arbeiten und den Boden besser zu nutzen.

Gleichberechtigung und Fortschritt: Durch ein Spiel zur Förderung der Gleichberechtigung innerhalb der Familie konnte Claudine die Arbeitsverteilung neu verhandeln und ihren Wunsch nach einer Kuh äußern. Ihr Plan, Ziegen zu kaufen und diese zu verkaufen, zeigt ihre unternehmerische Vision.

Ergebnisse und Gemeinschaft: Dank der Unterstützung und dem neu gewonnenen Wissen konnte Claudine ihre Familie besser ernähren und eine Kuh anschaffen. Ihre Spargruppe wuchs, und die Zusammenarbeit ermöglichte es, weitere Fortschritte im Bereich Landwirtschaft und Ernährung zu erzielen.

Projekt Ripple Effect: Die Organisation Ripple Effect, unterstützt von Brot für die Welt, hilft etwa 2.000 Kleinbauernfamilien in Burundi. Das Projekt konzentriert sich auf nachhaltige Landwirtschaft, die Stärkung von Frauen, die Gründung von Spargruppen und die Verbesserung der Rollenverteilung in Familien.

Zusammengefasst verdeutlicht der Text, wie gezielte Unterstützung und Gemeinschaftsarbeit den Kleinbauernfamilien in Burundi helfen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und ihre Ernährungssituation nachhaltig zu sichern.


„Es geht um unsere nächste Generation“

Gloria Nimpundu, Direktorin von Ripple Effect, erläutert im Interview die Herausforderungen und Fortschritte im Kampf gegen Unter- und Mangelernährung in Burundi:


Herausforderungen:

Klimawandel und Bevölkerungsdruck: Trotz fruchtbarer Böden und mehrfacher Ernten pro Jahr sind viele Kinder unterernährt. Dies liegt an der stark wachsenden Bevölkerung, kleineren Anbauflächen pro Familie und den verschärften Auswirkungen des Klimawandels, wie verstärkter Erosion und unregelmäßiger Regen.

Politische und wirtschaftliche Engpässe: Die Regierung ist aufgrund von Krisen und chronischem Geldmangel stark belastet, was die Finanzierung des Gesundheitswesens einschränkt.

Initiativen:

Maman Lumière: Diese „Vorzeigemütter“ besuchen Familien, um Unterernährung frühzeitig zu erkennen und aufzuklären. Sie erhalten Schulungen und Ausstattungen von Organisationen wie Ripple Effect, da der Staat diese Aufgabe nicht übernimmt.

Bildungs- und Unterstützungsangebote: Workshops für Familien bieten Wissen über Ernährung, Anbauvielfalt und Familienplanung. Dies umfasst auch die Aufklärung über Verhütungsmethoden und die Verbesserung des Nährstoffangebots durch eigene Gemüsegärten.

Einbindung der Frauen:

Spargruppen und Entscheidungsmacht: Die Organisation fördert Frauen durch Spargruppen und Methoden zur Diskussion von Haushaltsaufgaben, um die Entscheidungsfindung innerhalb der Familie zu verbessern.

Zukunftspläne:

Erweiterung der Hilfe: Gloria Nimpundu strebt an, die Unterstützung auf ganz Burundi auszuweiten, um die Unterernährung umfassend zu bekämpfen.

Insgesamt zeigt das Interview die vielschichtige Herangehensweise von Ripple Effect an das Problem der Unterernährung in Burundi, das sowohl Bildungsinitiativen als auch wirtschaftliche Unterstützung und gesellschaftliche Veränderungen umfasst.



Gottesdienstausarbeitung:

Das Material „Zeit für den Wandel – macht euch auf den Weg!“ bietet Bausteine für einen Familiengottesdienst zum ersten Advent, um die 66. Aktion von Brot für die Welt zu eröffnen. Das Motto „Wandel säen“ wird hierbei kreativ umgesetzt.


Kerninhalte und Bausteine des Gottesdienstes:


Lied aus Burundi: Ein beliebtes christliches Lied aus Burundi wird vorgestellt, das die Gemeinschaft und den kontinuierlichen Einsatz für genug Nahrung thematisiert. Es kann eine Melodie gefunden werden, um das Lied in den Gottesdienst einzubinden.


Gottesdienstgestaltung:

Straße des Wandels: Gemeindegruppen gestalten Tücher oder Decken, die im Gottesdienstraum eine „Straße“ bilden. Diese können verschiedene Themen des Wandels darstellen, z.B. Umwelt oder Ernährung. Der Einzug kann durch diese gestalteten Bereiche erfolgen.

Adventsmotto: Der Gottesdienst orientiert sich an der Perikope „Einzug in Jerusalem“ (Matthäus 21,1‒11) und symbolisiert den Beginn des Wandels. Die erste Kerze auf dem Adventskranz wird entzündet, um die Vorbereitungszeit zu beginnen.


Predigt:

Einzug und Wandel: Die Predigt zu Matthäus 21,1‒11 verbindet den Einzug Jesu in Jerusalem mit der Idee des Wandels. Es wird betont, dass kleine Veränderungen große Auswirkungen haben können und die Welt nicht auf den Kopf gestellt werden muss, um Gerechtigkeit zu erreichen.


Kollekte:

Zweck und Ziele: Die Kollekte unterstützt das Projekt Ripple Effect in Burundi. Die Gottesdienstbesucher werden über konkrete Verwendungszwecke informiert, z.B. Bohnensamen oder Workshops für Mütter. Die Kollekte wird mit persönlichen Geschichten von Betroffenen ergänzt.


Fürbitten:

Symbolische Fürbitten: Kinder und Erwachsene gestalten Fürbitten mit symbolischen Gegenständen wie Wintergemüse oder Samentütchen, die auf das „Feld des Wandels“ gelegt werden. Die Fürbitten richten sich an die Menschen in Burundi und bitten um Kraft und Ideen für Veränderungen.


Praktische Aktionen:

Säen und Mitnehmen: Kinder pflanzen Bohnen in Gläser, um den Wachstumsprozess zu erleben und das Konzept des Säens und Pflegens zu verstehen.

Wandelfeld gestalten: Tücher oder Decken mit verschiedenen Themen des Wandels werden im Gottesdienstraum ausgelegt, um die Themen anschaulich zu präsentieren.

Zusammenfassung: Der Gottesdienst nutzt kreative Elemente und symbolische Handlungen, um das Motto „Wandel säen“ zu vermitteln und die 66. Aktion von Brot für die Welt zu eröffnen. Er verbindet das Thema Advent mit konkreten Projekten und setzt sich mit der Thematik der Veränderung und Unterstützung auseinander.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Weltweite Gerechtigkeit (Entwicklungsländer, Verschuldung)

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11.9.2024

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Anregung

Menschen & Welt

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