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Landesbildungsserver Baden-Württemberg

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Wie pilgert man im Mittelalter?

Veröffentlichung:1.1.2020

Die Anregung "Wie pilgert man im Mittelalter?" bietet auf zwei Seiten eine Darstellung des Alltagslebens von Pilgern auf den Monate- oder Jahrelangen Reisen.

Das Arbeitsblatt Wie pilgert man im Mittelalter vermittelt einen anschaulichen Einblick in die Geschichte mittelalterlicher Pilgerreisen. Es beschreibt die wichtigsten Pilgerziele wie Jerusalem, Rom und Santiago de Compostela, erklärt verschiedene Formen des Pilgerns und zeigt die Vorbereitung, den Reiseverlauf sowie die Herausforderungen einer Wallfahrt. Thematisiert werden unter anderem Reisewege, Pilgerführer, Pilgersegen, Unterkunft, Gefahren unterwegs und die religiöse Bedeutung des Pilgerns. Darüber hinaus verdeutlicht eine historische Quelle aus dem Liber sancti Jacobi die hohe Wertschätzung von Gastfreundschaft gegenüber Pilgernden und stellt die christliche Verantwortung für hilfsbedürftige Reisende in den Mittelpunkt. Historische Abbildungen eines Pilgerführers und typischer Pilgerausrüstung ergänzen den Text und erleichtern den Zugang zum Thema.

Im Mittelalter wurden Pilger als Pioniere des Reisens betrachtet, die riesige Menschenmassen auf Pilgerwegen bewegten. Besonders bedeutend waren die Fernpilgerfahrten nach Jerusalem, Rom und Santiago, wobei jährlich Hunderttausende nach Santiago pilgerten. Man unterschied zwischen Fernpilgerfahrten, überregionalen und lokalen Pilgerfahrten, letztere gewannen im Spätmittelalter an Bedeutung.



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Das Material eignet sich besonders für den Religionsunterricht sowie für den fächerübergreifenden Unterricht mit Geschichte. Die Lernenden können die religiösen Motive des Pilgerns mit heutigen Formen der Wallfahrt vergleichen und erkennen, dass Pilgern weit mehr ist als eine Reise. Der Text bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Quellenarbeit, Bildanalyse und historischen Urteilsbildung. Die historische Quelle über die Gastfreundschaft gegenüber Pilgernden ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit christlichen Werten wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Solidarität. Im Unterricht können die Lernenden Pilgerwege auf Karten nachvollziehen, typische Ausrüstung beschreiben, Reisebedingungen im Mittelalter mit heutigen Pilgerreisen vergleichen oder Rollenspiele zur Aufnahme von Pilgernden entwickeln. Ebenso eignet sich das Material zur Diskussion über persönliche Lebenswege, Aufbruch, Hoffnung, Vertrauen und die symbolische Bedeutung des Pilgerns als Weg des Glaubens. Dadurch verbinden sich historische Kenntnisse mit theologischer und ethischer Reflexion und fördern Perspektivwechsel sowie Werteorientierung.


Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.4b Evangelisch-katholisches Gemeinschaftsprojekt: Evangelisch – Katholisch.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.3 Konfessionen wahrnehmen und verstehen: Reformation und Ökumene.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Wir machen eine Zeitreise ins Mittelalter!

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